Schriftgröße: A A A
Logo der Bergedorfer Zeitung
http://www.bergedorfer-zeitung.de/geesthacht/article80298/Testergebnis_Bestnoten_fuer_die_neue_Schulmensa.html
Link in E-Mail oder Instant-Message einfügen close

Testergebnis: Bestnoten für die neue Schulmensa

Geesthacht. Zum Start des neuen Schuljahres hat sich für die Heranwachsenden am Neuen Krug so einiges verändert. Nicht nur, dass sie plötzlich auf die Alfred-Nobel-Gemeinschaftsschule und nicht mehr auf die Integrierte Gesamtschule Geesthacht (IGG) gehen. Nein, mehr noch. Schule gibt es jetzt – wenn man möchte – auch nachmittags.
Zurück Bild 1 von 3 Weiter
Mensatest
Foto: Kim Nadine Meyer
Die Zwölftklässlerinnen Marie Jürgen (17, l.) und Levke Berger (17) finden das Mittagessen lecker.
Ein offenes Ganztagsangebot bietet Hausaufgabenhilfe und zahlreiche Kursangebote. Doch wer viel arbeitet und lernt, muss auch ordentlich essen. Deshalb hat pünktlich nach den Sommerferien auch der Mittagstisch in der neuen Schulmensa seinen Betrieb aufgenommen.
Von Backkartoffeln über Geschnetzeltes, Spirelli mit Tomatensoße bis hin zur Hähnchenkeule, kann nun täglich zwischen einem vegetarischen und einem Fleischgericht gewählt werden. Nachspeisen inklusive. Eine Woche vorher wird bestellt. Gegen eine Essensmarke bekommen die Schüler dann in der folgenden Woche das Essen ausgehändigt. Und dank eines Zuschusses von Stadt und Kreis kostet ein komplettes Gericht nur einen Euro (für Lehrer 3,50 Euro).
Die Resonanz ist gut: „Wir haben bis Donnerstag bereits 350 Essen ausgegeben und 500 Vorbestellungen für die kommende Woche erhalten“, berichtet Koch Uwe Behrenbruch, der als Mensachef die Küche zusammen mit einem Team aus Auszubildenden, Jugendlichen in Berufsvorbereitung und Produktionsschülern des Jugendaufbauwerks (JAW) betreut. Das Essen kommt aus der Großküche der Helios-Klinik, genauso wie am Schulzentrum in der Oberstadt. Dort gibt es seit diesem Schuljahr ein gebundenes Ganztagsangebot, verpflichtend für alle Schüler. Damit diese mittags etwas Ordentliches in den Magen bekommen, hat die Mensa nun ebenfalls einen Mittagstisch, der von einem JAW-Team geleitet wird. Auch dieser laufe gut an, sagt Behrenbruch. „Ich esse jetzt zum zweiten Mal in der Kantine und finde sie einfach klasse“, sagt Levke Berger (17) aus Wangelau. Sie besucht die zwölfte Klasse der Alfred-Nobel-Schule. „Das Essen schmeckt richtig lecker und ist günstig.“ Außerdem sei es sehr praktisch in der Schule essen zu können, ergänzt Freundin Marie Jürgen (17) aus Geesthacht. „Wir haben heute Nachmittag noch Unterricht, da ist die Essenspause wichtig.“

Unser Test

Auch wir wollten testen, ob das Mensaessen hält, was es verspricht und haben gekostet. Auf dem Speiseplan standen Hähnchenkeule mit Kartoffeln, Blumenkohl und Soße. Als vegetarisches Gericht gab es panierten Feta-Käse mit Spinat und Kartoffeln. Zu beiden Gerichten reichte uns die Servicekraft ein Glas Wasser und eine Pflaume. Hier die Bewertung nach Schulnoten von 1 bis 6:
  • Kosten: Auf jeden Fall eine Eins. Denn für einen Euro ein komplettes, nahrhaftes Gericht zu bekommen, ist Luxus. Aufgrund der finanziellen Situation der Stadt ist allerdings zu erwarten, dass Zuschüsse mittelfristig gestrichen werden und damit das Essen teurer wird.
  • Temperatur: Eine Eins. Hähnchen und Feta kamen heiß auf den Tisch.
  • Optik: Eine Zwei. Natürlich lässt sich Essen mit Petersilie und Dekoration noch liebevoller anrichten. Für eine Kantine war es so aber allemal okay.
  • Geschmack: Eine Zwei. Besonders zu loben sind die Kartoffeln, die kein bisschen zerkocht und wirklich gesalzen waren. Soße und Spinat waren gut gewürzt.
  • Menge: Eine Eins. Der Teller war am Ende leer und der Magen voll.
  • Service: Ebenfalls eine Eins. Die jungen Leute vom JAW sind sehr engagiert, kennen sich in der Küche aus und sind freundlich.
Alles in allem können sich die Schüler an den Gemeinschaftsschulen freuen über ein günstiges, abwechslungsreiches Mittagsangebot, wie es in vielen Firmenkantinen kaum zu finden sein wird.
1 Kommentar
Sylvia Starp-Thölert meint:
Für die Kinder der Alfred-Nobel-Schule ist dieses Essen in einer großen, eigenen Mena sicher erfreulich. Schön vor allen Dingen deshalb, obwohl der offene Ganztag, ein offenes Angebot der Schule, erst in diesem Jahr startet und bisher noch gar kein Bedarf an Mittagessen vorhanden war. Man bedenke, dass für den Nachmittag keine Schulpflicht besteht.
Anders leider am Otto-Hahn -Gymnasium, OHG, an dem durch die Verkürzung der Schulzeit (G8) eine Schulplicht schon ab der 5. Klasse für den Nachmittag besteht. Leider wird das Essen am OHG jedoch nicht von der Stadt subventioniert. So zahlt jeder Schüler dort für das Essen vom selben Lieferanten 3€ statt 1€ wie an den Ganztagsschulen. Das ist eine soziale Ungerechtigkeit. Die Subventionierung des Essens wurde von der Stadt abgelehnt, obwohl die Schüler die Schule in der Schulzeit gar nicht verlassen dürfen und die sehr kurze Mittagspause auch zur nötigen Pause genutzt werden sollte und nicht zur Schulwanderung.

Onlineanzeigenannahme
nach oben
© Bergedorfer Zeitung 2008