Mama-Taxi
Jedes fünfte Kind wird gefahren – Politessen warnen
Dienstag, 24. August 2010 20:45
- Von Kim Nadine Meyer
Geesthacht. „Ich wollte doch nur ganz kurz mein Kind rauslassen“ oder „Ich bin doch schon wieder weg“ – das sind Entschuldigungen, die die Geesthachter Politessen Susanne Polevsky und Sabine Steffen häufig hören. Doch Verständnis haben sie dafür nicht.

Foto: Kim Nadine Meyer
Die Politessen Susanne Polevsky und Sabine Steffen schreiben einen Falschparker vor der Silberbergschule auf.
Laut einer Elternumfrage des Forsa-Instituts, die von der Techniker Krankenkasse in Auftrag gegeben wurde, wird jedes fünfte Kind mit dem Auto zur Grundschule kutschiert. Dauerstaus und Hupkonzerte sind programmiert, wenn Eltern kreuz und quer auf der Straße, dem Bürgersteig oder direkt vor den Grundschultoren mitten im Halteverbot halten. Und schlimmer noch: „Ich habe schon oft beobachtet, wie Kinder zwischen den Autos hindurchflitzten und haarscharf einem schweren Unfall entgingen“, sagt Sabine Steffen, die zusammen mit zwei Kolleginnen zur Einschulung verstärkt vor Geesthachts Lehranstalten Autofahrer kontrollieren wird. „Wir kommen meistens gar nicht mit dem Aufschreiben hinterher“, sagt Susanne Polevsky.
Besonders dramatisch sei die Situation vor der Silberbergschule und am Buntenskamp. Der Silberberg ist eine Einbahnstraße, an deren Seiten das Halten verboten ist, weil sonst keiner mehr durchkommt. „Daran hält sich aber niemand“, weiß Steffen. „Die Eltern, die hier morgens ihre Kinder abliefern, stehen dicht hintereinander und die Kinder laufen zwischen den Autos hindurch. Das ist so gefährlich.“ Steffen findet das Verhalten der Eltern unverantwortlich, zumal es hinter der Silberbergschule einen Parkplatz gibt, den die Fahrer nutzen können.
Eine ähnliche Szenerie erleben die Frauen früh morgens vor der Buntenskampschule. „Hier gibt es eine begrenzte Fläche mit eingeschränktem Halteverbot. Ist diese voll, stellen sich die Eltern auf den Radweg, der um diese Zeit von diversen Schulkindern benutzt wird“, hat Polevsky beobachtet.
An der Oberstadtschule sollten Eltern den Parkplatz der Realschule am Dösselbuschberg nutzen, um ihr Kind rauszulassen. „Auf dem Weg direkt vor der Schule, haben sie mit dem Auto nichts zu suchen“, ermahnt Steffen. Hier ist die Einfahrt verboten.
Das Anhalten auf dem Gehweg oder im Halteverbot sowie das Parken im eingeschränkten Halteverbot kostet ein Bußgeld von 15 Euro. Doch die Politessen kleben nicht nur Zettel an die Windschutzscheibe, sondern versuchen auch, mit den Autofahrern ins Gespräch zu kommen. „Schließlich möchten wir, dass sie einsehen, dass ihr Verhalten die eigenen Kinder und deren Mitschüler in Gefahr bringt“, sagt Steffen.

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egal meint:
Und eben diese Eltern sind es dann, die lautstark nach sicheren Schul-und Radwegen rufen und alle anderen beschimpfen, doch morgens und mittags,wenn sie ihre lieben kleinen von der Schule abholen sind sie natürlich völlig unschuldig!
Hubertus Burmeister meint:
Ein Zubringer Ein- und Aussteigeplatz in Schulnaehe wie
bei am Doesselbuschberg koennte doch die Gefahren
verringern .
Weiterer Gefahrenpunkt ist die trotz HALTEVERBOT zugeparkte Krankenhauszufahrt Am Runden Berg.
Erst muessen da wohl Blaulicht Krankenwagen verungluecken bevor die Zufahrt zum Johaniter Krankenhaus (Unfallnotaufnahme) auch im Gegenverkehr gefahrlos nutzbar ist !