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Abgabe auf Plastiktüten – wer zahlt?

Geesthacht. Jute statt Plastik – dieser Slogan der 80er-Jahre hat nach Ansicht der Grünen wenig gebracht. Sie planen eine Abgabe von bis zu 25 Cent für jede Plastiktüte, die über den Ladentisch geht.
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Foto: dpa Zentralbild
Kunden greifen noch immer gern zu Plastiktüten. Die Grünen wollen gegensteuern.
„Es geht um Abfallvermeidung und Ressourcenschutz, schließlich werden die Tüten aus Erdöl hergestellt“, sagte die umweltpolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, Dorothea Steiner.
Bei Kunden und Geschäftsleuten trifft diese Initiative auf ein geteiltes Echo. So lehnt der Handelsverband Deutschlands die Abgabe ab. In Deutschland würden mit 65 Tüten pro Kopf und Jahr viel weniger verbraucht als in anderen Ländern, sagte die Sprecherin Ulrike Hörchens. „Diese zusätzlichen Kosten würden die meisten Geschäfte sicher auf die Kunden umlegen“, sagt Hans-Uwe Fuhlendorf, Inhaber des Lebensmittel-Marktes in der Bergedorfer Straße. Viele brächten in sein Geschäft schon jetzt Körbe mit, auch die Kartons würden gerne genutzt. Beliebt sind bei Fuhlendorf auch Stofftaschen mit Geesthacht-Motiv. „Die kosten bei uns nur 1,30 statt 1,69 und viele verpacken darin sogar Geschenke“, sagt die Kassiererin Carola Liedtke.
„Eine Abgabe auf Plastiktüten darf nicht auf die Kunden umgelegt werden“, sagen Loreto und Joselyn Victtoriano und Marie Christin Detlaff (von rechts).
Foto: Lohmeier
„Eine Abgabe auf Plastiktüten darf nicht auf die Kunden umgelegt werden“, sagen Loreto und Joselyn Victtoriano und Marie Christin Detlaff (von rechts).
Harald Laube, Warenhausleiter von Famila am Schleusenkanal, hält eine Abgabe auf Plastiktüten für völlig überflüssig. „Die Kunden sind umweltbewusster geworden, nehmen lieber unsere stabilen Mehrwegtaschen für einen Euro oder unsere Einkaufskörbe für 2,99 Euro“. Außerdem würden alle Plastiktüten doch recycelt, so Laube.
Joselyn Victtoriano, die mit ihrer Tochter Loreto und deren Freundin Marie Christin mit Plastiktüten in der Hand durch die Fußgängerzone bummelt, findet die Abgabe zwar richtig, weil sie die Umwelt schützen könne. „Aber sie darf nicht auf die Kunden umgelegt werden, die Geschäftsleute machen doch mit den Waren, die sie verkaufen, genug Gewinn“, sagt die 39-Jährige. Reinhard Richter, der das Plaza-Center mit zwei großen Plastiktüten in der Hand verlässt, hält dagegen gar nichts vom Vorschlag der Grünen: „Das bezahlen doch wieder nur wir Kunden. Dabei ist Deutschland schon sehr umweltbewusst. In Spanien oder Griechenland bekommt man ungefragt seine Lebensmittel in Unmengen von Plastiktüten verpackt. Dort muss viel eher was passieren.“
4 Kommentare
Chrissy meint:
@ Bolte

Hier kannst du das sogar nachlesen:

http://www.bergedorfer-zeitung.de/bergedorf/article71273/Neuer_Bushalt_bremst_die_Radfahrer.html?print=yes
Chrissy meint:
@ Petra Bolte

Nicht falsch!! Stand tatsächlich vor ca. 2 Monaten hier drin.

Außerdem wurden noch nie sooo viele Bäume in den letzten Jahren gefällt wie unter der Schwarz-Grünen. Die Grünen sind genauso heuchlerisch wie alle anderen. Nur, viele naive Wähler laufen noch blind rum und sehen die Tatsachen nicht.
Petra Bolte, Fraktion Grüne Geesthacht meint:
Falsch! Die Grünen haben sich massiv für den Erhalt der Bäume an der Bergedorfer Straße eingesetzt und tun dies noch immer. Eins der Argumente der Grünen ist, dass der Erhalt der bestehenden Bäume sehr viel nützlicher für den Klimaschutz ist, als eine Nachpflanzung mit jüngeren Bäumen.


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