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Rätsel um Fassade des neuen Schiller-Centers

Geesthacht. Überraschende Änderung beim Bau des neuen Schiller-Centers an der Bergedorfer Straße, Ecke Schillerstraße: Die Hausecke des markanten Gebäudes sollte nach den bisherigen Präsentationen in den politischen Gremien der Stadtverwaltung und sogar nach der Darstellung auf dem Bauschild in einem Rundbogen nach innen verspringen.
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Dieser Entwurf wird nun doch nicht gebaut. Die Hausecke sollte verglast werden, nun wird sie fensterlos gemauert.
Foto: Timo Jann
Dieser Entwurf wird nun doch nicht gebaut. Die Hausecke sollte verglast werden, nun wird sie fensterlos gemauert.
Doch jetzt, da der Rohbau auf vollen Touren läuft, wird die Ecke einfach nur schlicht abgerundet und ist komplett zugemauert. Von dem bisher öffentlich angepriesenen Glasbogen, der dem Neubau ein markantes Gesicht geben und die Straßenecke betonen sollte, ist nichts mehr zu sehen.
Aufklärung über die Ursache dieser überraschenden Änderung der in Gebäudegestaltung zu finden, ist nicht ganz leicht. Der Bauleiter der „Projektentwicklungsgesellschaft Unterelbe mbH“ aus Stade, die das Schiller-Center baut, ist gerade in Frankreich. Karl-Heinz Ebert, der in das Objekt drei Millionen Euro investiert, wusste keine Details, und ein verantwortlicher Mitarbeiter des Architekturbüros Frenzel + Frenzel (Buxtehude) sprach davon, dass es ja mehrere Entwürfe gegeben habe und die Hausecke nun von außen mit Leichtbaumaterialien verkleidet werden soll – ausgerechnet am Eingang zur Einkaufsstraße.
Fakt ist, dass in den Präsentationen während der Beratungen in den Fachausschüssen die Gestaltung des Gebäudes nicht unumstritten war und von den Ausschussmitgliedern sehr detailliert beraten wurde. Ergebnis: Die nach innen verspringende abgerundete Hausecke sollte verglast werden, um die dicht an die Straßenecke heran reichende Ecke nicht zu massiv zu gestalten. „Der Rundbogen kommt nicht aus Glas“, sagt Ebert. „Das wollte das Schuhhaus Deichmann als Mieter nicht“, erklärt er. So gewinnt Deichmann nicht nur ein paar Quadratmeter Verlaufsfläche hinzu, die Geesthachter werden sich langfristig an eine nicht so hübsche Optik gewöhnen müssen. „Das wird ganz sicher nicht einfach nur verklinkert“, sagte Ebert, ohne Details der jetzt geplanten Gestaltung seines Neubaus zu kennen.
Neben Schuhdiscounter Deichmann, dem Drogeriemarkt dm und der Hamburger Modekette Behrendt Fashion zieht in den mit roten Klinkern und großen Glasflächen versehenen zweigeschossigen Neubau auch Textilkaufhaus C&A ein. Die neuen Geschäfte sollen im März 2011 eröffnen. Im Center stehen 2900 Quadratmeter für Geschäfte zur Verfügung.
3 Kommentare
Hans-Georg Kloetzen meint:
Die oben gezeigte Baulösung ist sehr ansprechend. Um auf die wirtschaftlichen Interessen eines potentiellen Mieters einzugehen, wird von dem Entwurf abgewichen - auf Kosten der Optik. Sehr schade. Wirtschaftliche Interessen haben wieder mal Vorrang.
Frank Z. meint:
Hättet Ihr bei Hackmack gekauft wäre das Geschäft noch geöffnet.
Die Schließung kam bekanntlich erst nach der Planung.
Für Herren haben wir in Geesthacht 2 Geschäfte für Damen immerhin 4,aber 6 Discounter reichen nicht.
Welch verkehrte Welt in Geesthacht!
jonny meint:
moin,frage mich wozu brauchen wir noch mehr bekleidungs-geschäfte ? nessler hat doch fast alles was der geesthachter sich leisten kann.darüber hinaus hat nessler immer diese super-schnäppchen auf markenware.
also wozu noch mehr.wer viel geld hat fährt sowieso ins hanseviertel in HH. ne echt tolle gastronomie-struktur fehlt,so wie in lüneburg.das lockt auch die besucher.
was ist jetzt mit hackmack,da hätte c&a auch reingepasst.

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