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Polizei macht wieder Jagd auf Raser

Geesthacht. Es geht wieder los: Polizei und Kreisverwaltung packen Blitzer und Lichtschranken aus, machen Jagd auf Raser, die im Kreis Herzogtum Lauenburg den Verkehr gefährden.
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Efeu direkt am Straßenrand könnte auf eine Blitzanlage hinweisen. Die Polizei benutzt Efeu-Tarnnetze, um ihre Kamerastative zu verbergen. Unten links auf dem Bild ist solch ein Netz im Einsatz zu sehen.
Foto: Timo Jann
Efeu direkt am Straßenrand könnte auf eine Blitzanlage hinweisen. Die Polizei benutzt Efeu-Tarnnetze, um ihre Kamerastative zu verbergen. Unten links auf dem Bild ist solch ein Netz im Einsatz zu sehen.
In den vergangenen Wochen, als Schnee und Eis die Straßen zu gefährlichen Rutschbahnen machten, blieben die Messwagen oft in der Garage. „Unsere Kontrolleure haben Überstunden abgebummelt, weil einfach nicht an den Einsatz zu denken war“, erklärt Wolfgang Bruhn vom Fachdienst Straßenverkehr der Kreisverwaltung. Den Einnahmeverlust für den Kreisetat kann er noch nicht beziffern.
„Unsere Kollegen waren etwa zehn Prozent seltener im Einsatz als in normalen Wintern“, erklärt Sonja Kurz, die Sprecherin der Polizeidirektion in Ratzeburg. Von dort aus wird eine Lichtschranke kreisweit eingesetzt, um die Geschwindigkeiten der Autofahrer zu überwachen. „Das ging zuletzt oft nur an geräumten Hauptstraßen. Bei extremer Glätte und dichtem Schneetreiben machen solche Messungen keinen Sinn, weil die Autofahrer ohnehin aufpassen und langsam unterwegs sind“, sagt sie.
Für den Kampf gegen Raser sind Polizei und Kreis gut gerüstet. Zwei in Lanken stationierte Fahrzeuge sind mit Lasermesstechnik ausgestattet und kreisweit im Dienst. Wegen der nötigen Lichtverhältnisse aber nur tagsüber.
Eilige Autofahrer sollten sich aber nicht zu früh freuen. Denn die Polizei kann mit ihrer Lichtschranke auch nachts „blitzen“. Dazu setzen die Beamten mehrere mobile Lasermessgeräte ein, die Polizeistationen in Geesthacht, Lauenburg und Schwarzenbek verfügen über diese Technik. Damit werden vor allem Straßen vor Kindergärten und Schulen oder bekannte „Rennstrecken“ überwacht.
Der Kreis nimmt pro Jahr rund 360.000 Euro an Verwarnungs- und Bußgeldern ein, die gegen Verkehrssünder verhängt wurden. Davon bleiben etwa 50 Prozent als Gewinn nach dem Abzug der Personal- und Materialkosten übrig. Geld, das dem allgemeinen Etat zufließt. Mit einer möglichen „Abzocke“ – um die Einnahmeverluste der vergangenen Monate zu kompensieren – müssen die Autofahrer jetzt bei Kontrollen nicht rechnen, heißt es. „Wegen des langen Winters konnten wir nicht los, aber das ist denn mal so“, sagt Bruhn.
6 Kommentare
Peter Schubert meint:
Hallo Stephan, wir wohnen nicht in Grünhof, sondern in Geesthacht an der B 5. Seit 5 Jahren leiden wir unter unerträglichem Lärm. Jetzt, wo die Schäden erst mal beseitigt sind, geht es, aber wie lange wird die Straße halten? Wenn, so wie geschehen, nachts zwischen 02.08 und 02.28 Uhr 42 (zweiundvierzig) Mautflüchtlinge mit 70-80 km/h den Berg runterrauschen, ist das einfach nicht mehr zum Lachen!!
Ich mache mit Sicherheit beim Autofahren auch nicht alles richtig, ich bemühe mich jedoch um eine defensive Fahrweise, was nicht bedeutet, dass ich mit 80 auf der Autobahn links fahre!! Aber der heutige Frühlingstag ist zu schön, um sich zu ärgern!!
Stephan meint:
Ich kann mich den Vorrednern gut anschließen. Auch ich denke, dass es größtenteils Abzocke ist. So hört es sich in dem oberen Artikel auch an.
Wenn Schule stattfindet und dort geblitzt wird, ist es in Ordnung. Aber nun hört es sich so an, Lücke in den Finanzen = mehr blitzen.

Peter Schubert wird wohl in Grünhof oder ähnliches gestanden haben. Aufgrund des erhöhten Verkehrsaufkommens während der Sperrung, kann ich verstehen, wenn manch ein Anwohner auf so eine Idee wie er kommt und kann ihn auch gut verstehen, wenn auf einmal vieeele LKWs und zu schnelle PKWs an des seinem Grundstücks vorbeifahren.
Günther meint:
@Peter
was haben Sie denn für komische Hobbys ?

@Bobbele
ich stimme Ihnen voll und ganz zu. Reine Abzocke. Man kann es ganz gut beobachten, wenn gegen einen bestimmten Zeitraum vermehrt geblitzt und kontrolliert wird. In Hamburg wurde letztes oder vorletztes Jahr ein Schwarm von Blitzern an die Straßen gestellt, kurz nachdem durch die Medien bekannt wurde, dass die Einnahmen aus diesen Machenschaften gesunken sind, was soll man dazu sagen ?!?
Wenn sie an einer Schule in der 30iger Zone blitzen finde ich es gerechtfertigt, aber oftmals stehen sie wirklich kurz vor Ortsausfahrt oder kurz nach Ortseinfahrt. *Kopfschüttel*
Meiner Meinung nach müssen die lästigen "Linksspurschleicher" und die sogenannten "Mittelspurfahrer" mal härter dran genommen werden, schließlich entstehen durch diese oftmals gefährliche Situationen und nicht zu letzt Stau's die dann auch wirtschaftliche Auswirkungen haben.
Aber hauptsache man bedient sich beim Manne, der friedlich zur Arbeit und nach Hause fährt !

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