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Geesthacht ist weiterhin sicherste Stadt im Kreis

Geesthacht. Die Menschen in Geesthacht können sich weiterhin sicher fühlen: Seit Jahren schaffen es Polizeichef Henry Holst und seine Kollegen, die Kriminalität in Geesthacht in Grenzen zu halten.
Henry Holst (li.) und Jürgen Alfke erläuterten ihre Kriminalstatistik.
Foto: Timo Jann
Henry Holst (li.) und Jürgen Alfke erläuterten ihre Kriminalstatistik.
Die Stadt bleibt statistisch gesehen kreisweit die sicherste. „Um die Kriminalität bundesweit vergleichbar zu machen, werden die jeweiligen Straftaten auf 100.000 Einwohner bezogen. Dabei haben wir im Kreis den besten Wert der Städte“, sagt Holst.
Er und sein Kollege von der Kriminalpolizeistation am Markt, Jürgen Alfke, stellten am Montag im Rathaus Bürgermeister Volker Manow und Ordnungsamtsleiter Heiko Holler die detaillierte Kriminalstatistik für das vergangene Jahr vor. Insgesamt wurden in dieser Zeit 2627 Straftaten registriert, ein Minus um drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gut jede zweite Straftat wurde von den Beamten aufgeklärt.
Vor allem verschiedene Diebstähle beschäftigten die Ordnungshüter 2009, die Zahl stieg um 11,3 Prozent auf 1132 Taten. Unter anderem zählten sie 571 einfache Diebstähle, darunter 128 Ladendiebstähle. Aber auch 207 Fahrraddiebstähle wurden registriert. „Davon haben wir dank hervorragender Ermittlungsarbeit mehr als 40 Prozent geklärt, normal sind in diesem Bereich Quoten von fünf Prozent“, erklärt Holst. Ebenso wurden 121 Autoaufbrüche und 56 Wohnungseinbrüche registriert.
In 86 Fällen wurde wegen des Verstoßes gegen die sexuelle Selbstbestimmung ermittelt, es gab drei Vergewaltigungen und einen Fall von sexuellem Missbrauch eines Kindes.
Die sogenannte „Straßenkriminalität“ umfasst 633 Straftaten, ein Plus von 23,2 Prozent. Dazu gehören unter anderem die sogenannten Rohheitsdelikte wie Raubüberfälle (35 Taten) und Körperverletzungen (257 Taten). Bei der Sachbeschädigung konnte ein Rückgang von 443 auf 312 Taten registriert werden. Als erfolgreich hat sich nach Einschätzung von Holst und Alfke erneut die Einrichtung der mit vier Beamten besetzten gemeinsamen „Arbeitsgruppe Jugend“ bewiesen. „Eine Mehrzahl der Straftaten wird von wenigen jungen Tätern begangen“, erklärt Alfke. „Die können sich einer besonderen Betreuung erfreuen.“
Sorgen bereitet den Verantwortlichen allerdings das eher schleppende Verfahren im Anschluss an die Ermittlungen. „Das beschleunigte Jugendverfahren ist bei uns leider noch nicht beschleunigt“, so Alfke. „Staatsanwaltschaft und Gerichte üben es bei uns noch, andere Gerichtsbezirke sind da schon weiter und schneller“, sagt Alfke. „Eigentlich ist es wichtig, dass die Maßregelung auf dem Fuße erfolgt, um beim Täter einen Lerneffekt zu erzielen“, ergänzt Holst.
Immer öfter werden Betrügereien bei Onlinegeschäften angezeigt. 2009 waren das 287 Fälle in Geesthacht, ein Plus von 33 Prozent. Laut Alfke ist es aber schwierig, im Internet Spuren zu sichern, um Täter ermitteln und überführen zu können. „Da können wir den Tätern oft nur staunend hinterher blicken“, sagt der Erste Kriminalhauptkommissar.
„Wir werden weiter alles daransetzen, dass sich die Menschen in Geesthacht sicher fühlen können“, kündigte Holst an. „Wir haben für den Erfolg 2009 heftig gearbeitet und werden das weiterhin tun“, versprach er Manow.
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