Hochseilgarten
Es darf wieder geklettert werden
Sonntag, 14. März 2010 19:43
- Von Gregor Bator
Geesthacht. Die Plattformen in den Baumwipfeln sind fit für den Ansturm der Besucher: Die Saison im Geesthachter Hochseilgarten kann beginnen. Als neue Attraktion lockt ein "Monkey Trail".

Foto: Gregor Bator
Am Wochenende haben Betreiber Björn van Daelen (rechts) und Peter Schiemann die letzten Balken, Seilverbindungen und Plattformen überprüft. Heute beginnt die Saison 2010 im Geesthachter Hochseilgarten an der Elbuferstraße.
Die letzten Schneereste sind pünktlich zum Saisonstart weggetaut. Von heute an können sich Wagemutige wieder auf Seilen von Podest zu Podest zwischen den Bäumen am Elbufer hin und her hangeln. Noch bis gestern haben Betreiber Björn van Daelen und sein Mitarbeiter Peter Schiemann die Anlage frühlingsfit gemacht, jetzt ist der Hochseilgarten an der Elbuferstraße gut gerüstet für den Besucheransturm:
„Es geht wieder los. Nur bei Dauerregen wird der Betrieb eingestellt“, sagt van Daelen. Mit drei Klettertürmen und einem neuen Balancier-Parcours bereitet er zudem neue Attraktionen vor.
In der vergangenen Woche hieß es aber erst mal, den Zustand der gesamten Anlage nach der Winterpause zu prüfen. „Wir haben alles auf Sicherheit hin durchgecheckt“, sagt van Daelen. Mit Peter Schiemann hat er nicht nur alle Seile auf richtige Spannung, sondern auch Zustand und Befestigung der 100 Plattformen kontrolliert. Björn van Daelen: „Eigentlich hat alles den Winter gut überstanden. Dennoch sind wir dabei, nach und nach die Plattformen zu erneuern. Die neuen werden nach einem modifizierten System befestigt, das jegliches Drücken der Baumstämme ausschließt.“ Die Plattformen sind verbunden mit Drahtseilen, Hängebrücken, Schaukeln, Schwebebalken und Seilbahnen, die so Strecken unterschiedlicher Art und Schwierig bilden.
Der Geesthachter Hochseilgarten besteht aus 100 Teilstrecken und ist in vier Schwierigkeitsgerade gegliedert: Eine Übungsstrecke für Erwachsene recht bis zu anderthalb Metern Höhe. Der zweite Abschnitt sind 25 Strecken bis vier zu Metern. Der dritte Abschnitt besteht aus 30 Strecken bis zu acht Metern Höhe mit einer Seilbahn am Ende. In den Strecken von vier bis acht Metern gibt es fünf Ausstiegsmöglichkeiten. Darüber hinaus gibt es eine Extrem-Strecke bis maximal acht Meter. Weitere 25 Teilstrecken machen den Kinder-Hochseilgarten aus.
„Die einzelnen Strecken bieten einen Beitrag zur Erlebnispädagogik mit verschiedenen Anforderungen, sodass immer wieder Mut, Selbstvertrauen, Flexibilität und Motorik gefördert werden“, sagt der Betreiber. Zu den Stammbesuchern des Geesthachter Hochseilgartens, der mit seinen 8000 Quadratmetern zu den größten Attraktionen der Stadt gehört, zählen Mitarbeiter von Banken, ganze Mannschaften der Polizei Hamburg und der Feuerwehr. So unglaublich es klingt: Selbst eine Blindengruppe kommt jedes Jahr zum Klettern nach Geesthacht.
In wenigen Tagen wird der Hochseilgarten noch einmal erweitert und mit „Monkey Trail“ um weitere Attraktionen bereichert. „Wer schon immer klettern wollte wie ein Affe, bekommt jetzt die Möglichkeit“, so van Daelen. Dazu werden drei Bäume zu Klettertürmen umfunktioniert, wer will, kann sich bis zu 15 Metern hocharbeiten. „Die unterschiedlichen Griffe entsprechen denen von Kletterwänden“, erklärt van Daelen und verspricht noch mehr Spaß und Abwechslung. Ebenso neu: „Slackline“ – ein stramm gespanntes Gurtband, auf dem jeder knapp ein Meter über dem Erdboden balancieren kann. Gleichgewichtstraining und Freizeitspaß garantiert.
Wer klettern will, sollte auf richtige Kleidung und feste Schuhe achten. Der Eintritt kostet 18 Euro für Erwachsene, Jugendliche zahlen 14, Kinder zwölf Euro – ohne Zeitbegrenzung. Für Gruppen, Schulkassen und bei Kindergeburtstagen gibt es Rabatte. Für Informationen und Anmeldung ist der Hochseilgarten telefonisch unter (04152) 907792 zu erreichen. Weitere Information gibt es im Internet unter www.hoga-hochseilgarten.de.

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