Einrichtungshaus
Hackmack – Es darf nicht lange dunkel bleiben
Freitag, 12. März 2010 19:37
- Von Karin Lohmeier
Geesthacht. Im Einrichtungshaus Hackmack sind endgültig die Lichter ausgegangen. Das Geschäft in der Geesthachter Innenstadt hatte Anfang Januar Insolvenz angemeldet.

Foto: Kai Gerullis
Die Schaufenster sind verklebt, der Ausverkauf ist beendet – für das Hackmack-Haus wird ein neuer Mieter gesucht.
„Bis Ende Februar lief noch der Räumungsverkauf“, sagt der Schwarzenbeker Rechtsanwalt Wolfgang Weber, der als Insolvenzverwalter eingesetzt wurde. Dieser habe immerhin so viel Geld eingebracht, dass die Gehälter der Beschäftigten, die schon lange dabei waren und drei- bis viermonatige Kündigungsfristen hatten, weiter bezahlt werden können.
„Sie sind zurzeit von ihrer Arbeit freigestellt“, so Weber. Einige der 22 Beschäftigten hatten kürzere Kündigungsfristen, sie mussten sich bereits arbeitslos melden. Eine oder zwei hätten neue Jobs gefunden, so der Insolvenzverwalter. „Nun müssen noch einige Reste veräußert werden, die beim Räumungsverkauf übrig geblieben sind.“
Jörg Dankowski hatte den Betrieb 1999 von Klaus Hackmack übernommen, dem früher auch das heutige Kaufhaus Nessler gehörte. Auf 1500 Quadratmetern wurden Gardinen, Bettwaren, Geschenk- und Handarbeitsartikel verkauft. Dankowski, seine Frau Carola und seine Mutter Doris erweiterten das Sortiment um hochwertige Kleidung, die im Untergeschoss präsentiert wurde. Ein Konzept, das nicht aufging. „Die inhabergeführten Geschäfte haben es zunehmend schwer“, sagt auch Rechtsanwalt Wolfgang Weber. Vielerorts prägten mittlerweile Filialisten und Ketten das Bild, das Einrichtungshaus Hackmack habe in Wentorf, Lüneburg und nicht zuletzt mit Ikea in Hamburg-Moorfleet große Mitbewerber bekommen.
Völlig unklar ist, was jetzt aus dem Gebäude wird. Der wenig attraktive Flachbau steht an der Ecke B5/Bergedorfer Straße und damit an zentraler Stelle in der Geesthachter Innenstadt. Die insolvente Einrichtungshaus Hackmack GmbH war Mieter, Eigentümer des Gebäudes ist Klaus Hackmack. Er suche jetzt nach einem neuen Mieter, so Wolfgang Weber.
Torsten Wilms, der Vorsitzende der Wirtschaftlichen Vereinigung Geesthacht, bedauert, dass mit der Schließung des Einrichtungshauses, einem der letzten Familienbetriebe im Einzelhandel der Stadt, eine Tradition zu Ende gegangen ist: „An der markanten Ecke darf es nicht lange dunkel bleiben. Da muss schnell wieder Leben einkehren“, wünscht sich Wilms. „Ein Einrichtungshaus mit schönen Angeboten, so, wie es ursprünglich war, könnte ich mir an der Ecke gut vorstellen.“

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Torben Wyrwinski meint:
Ganz im Ernst, wer geht denn bitte in Geesthacht in der Bergedorfer Str. einkaufen, ausser ältere Menschen, die keine Gelegenheit haben, nach LG oder HH zu fahren?
Ausgenommen sind Friseurbesuche oder Kleinigkeiten? Richtig, kaum einer. Daher braucht sich keiner aus der Geesthachter Wirtschaftsvereinigung zu beschweren, dass hier alteingesessene Geschäfte schliessen müssen.
Bernd meint:
Meiner Meinung nach sollte da lieber ein neuer Tedi oder 1-Euro Shop aufmachen mit integrierter Döner Ecke und Billig-Frisör!!!
Geesthacht ist nun mal Tot für normale Geschäfte...
Wartet, wobei Bäckerei Zimmer kann doch da noch ne Filalie eröffnen *hust*
Jan Greil meint:
Wer braucht in Geesthacht nen Einrichtungshaus Herr Wilms....So wie es früher war...Merken Sie das der Laden dicht hat weil keine Mensch dort eingekauft hat? Und Sie wollen wieder sowas ? Manche Menschen gehören bestraft.....Kein Wunder das in der Innenstadt alle zwei Wochen Geschäfte schließen bei solch Dummen Ideen. 10 Friseure - 8 Dönerbuden - 26 Klamottenläden - Und 5 Juweliere.
Geesthachter würden sich endlich mal über ein vernünftiges Elektronigeschäft alla Saturn,Media Markt,Medi Max etc freuen. Vielleicht ist Ihnen auch schon aufgefallen das Geesthachter Ihre Elektronikartikel im Plaza oder im Baumarkt kaufen müssen ( Wenn man so doo* ist und die Preise zahlt ! ).
Manche Menschen.........