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Ein seltenes Schauspiel am Elbewehr

Geesthacht. Kommt der neue Schnee, kommt noch mehr Wasser. Die Hochwasserlage entlang der Elbe ist noch lange nicht entspannt. Für die nächsten Tage sagen Meteorologen wieder Schneefälle voraus.
Seltenes Schauspiel: Mit nur wenig Gefälle strömt das Wasser am Stauwehr elbabwärts. Beidseits des Stauwehrs ist das Wasser zurzeit fast auf gleichem Niveau; normal ist hier ein knapp vier Meter hoher Wasserfall.
Foto: Timo Jann
Seltenes Schauspiel: Mit nur wenig Gefälle strömt das Wasser am Stauwehr elbabwärts. Beidseits des Stauwehrs ist das Wasser zurzeit fast auf gleichem Niveau; normal ist hier ein knapp vier Meter hoher Wasserfall.
Wenn die weiße Pracht dann taut, steigt der ohnehin hohe Pegel der Elbe weiter an. Vor vielen Deichen heißt es bereits „Land unter“.
Ein seltenes Schauspiel können Ausflügler jetzt am Stauwehr unterhalb der Geesthachter Elbbrücke im Zuge der Bundessstraße 404 beobachten: Aufgrund der großen Wassermenge, die das Frühjahrshochwasser der Elbe jetzt gen Nordsee stromabwärts leitet, ist das Wasser auf beiden Seiten des Wehres bei Flut im tidebeeinflussten Bereich fast auf gleichem Niveau mit dem Pegel der Oberelbe. Statt 400 Kubikmeter Wasser pro Sekunde, wie im Sommer durchaus üblich, rauscht jetzt mehr als die vierfache Menge den Fluss runter. Mit wenig Gefälle gelangt das Elbwasser durch die vier jeweils 50 Meter breiten Segmente.
In den Jahren 1957 bis 1960 wurde das Stauwehr zusammen mit der ersten Schleusenkammer für insgesamt 43 Millionen Euro gebaut. Ziel: Die Elbe oberhalb von Geesthacht für Binnenschiffe mit einer ausreichenden Fahrrinnentiefe nutzbar zu machen. Es ist die einzige Staustufe im Verlauf des 1091 Kilometer langen Stroms, der fast immer auf 940 Kilometer schiffbar ist.
Das Wasser der Elbe ist seit eineinhalb Wochen schon so hoch, dass in Lauenburg zunächst die Elbuferpromenade überschwemmt wurde. Aber auch die Seebrücke in Tesperhude liegt jetzt mit ihrem Boden im Elbwasser. Normalerweise fließt es hier gut einen Meter tiefer. In Lauenburg stand die Elbe am Donnerstag knapp sieben Meter hoch, über zwei Meter mehr als üblich. Eine genaue Prognose, wie sich der Pegel in den nächsten Tagen entwickeln wird, kann das Wasser- und Schifffahrtsamt noch nicht abgeben. Bei Tauwetter wird es aber einen weiteren deutlichen Anstieg geben.
Das Hochwasser hat auch schon die Strände auf der Elbinsel am Stauwehr überschwemmt. Eigentlich wird das Wasser hier fast vier Meter hoch gestaut. Jetzt sind aber die gewaltigen Stahltore in allen vier Segmenten komplett geöffnet, die Wassermassen vermischen sich beidseits des Bauwerks, sie sprudeln miteinander.
3 Kommentare
große Frage meint:
Was soll uns das "Schön abgeschrieben" sagen?
Elbe Peter meint:
ROFL ....
Benjamin Glunz meint:
Schön Abgeschrieben :

Artikel Welt.de vom 21. August 2002 :

"Die vier Öffnungen sind jeweils 50 Meter breit. Bei Abflussmengen von mehr als 1100 Kubikmetern Wasser pro Sekunde, wie nach der Schneeschmelze, senken sich die Stahltore in die Sektorengrube und das Wasser fließt ab. Die höchste Durchflussmenge wurde 1981 mit 3600 Kubikmetern pro Sekunde gemessen. Jetzt rechnen Experten mit einem Rekordwert von 4000 Kubikmetern pro Sekunde.etc etc etc......"


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