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Autofahren: Mit einfachen Tricks viel Geld sparen

Geesthacht/Lüneburg. Monate lang dümpelte der Benzinpreis bei 1,30 Euro. Doch wer dieser Tage in Geesthacht oder Bergedorf an der Zapfsäule vorfährt, muss tief in die Tasche greifen. 1,42 Euro und mehr verlangen die Mineralölkonzerne für den Liter, Tendenz steigend.
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Mit einem Messgerät kann Fahrttrainer Gerd Schulz zeigen, wie viel Sprit sich beim Fahren einsparen lässt.
Foto: Kai Gerullis
Mit einem Messgerät kann Fahrttrainer Gerd Schulz zeigen, wie viel Sprit sich beim Fahren einsparen lässt.
Kein Wunder: Ostern steht vor der Tür – und traditionell schießt der Spritpreis kurz vor den Festtagen steil nach oben.
Ärgern nützt da wenig. Wer der Preistreiberei an der Tankstelle ein Schnippchen schlagen möchte, der setzt pünktlich zum Frühlingsbeginn auf einen bewussten Fahrstil. „Schon mit wenig Aufwand lässt sich viel erreichen. Wer im Jahr 25.000 Kilometer fährt, kann leicht 400 Euro sparen“, verspricht Trainer Gerd Schulz, der im ADAC Fahrsicherheitszentrum Lüneburg Kurse im sogenannten Eco-Fahren anbietet.
Wer sparen will, muss vor allem auf fahrerische Gewohnheiten verzichten. Der Schlüssel zum Spritsparen ist frühes Schalten. „Optimal ist der fünfte oder der sechste Gang“, sagt Schulz. Das dürfte vielen Routinefahrern im Stadtverkehr schwerfallen. Doch in seinen Kursen rät Schulz, spätestens bei 50 km/h in den fünften Gang zu schalten. Der erste Gang sollte dagegen nur eine Wagenlänge lang zum Anfahren eingelegt sein. Um trotz niedriger Drehzahlen in Schwung zu kommen, heißt es, das Gaspedal beim Beschleunigen voll durchzutreten. „Auch das Überspringen von Gängen darf kein Tabu sein“, so Schulz. Für die meisten Motoren seien 1700 Umdrehungen optimal – nicht mehr. Allerdings gehört für aktive Spritsparer das Fahren nach Gehör damit der Vergangenheit an. „Viele Fahrer bekommen das Gefühl, sie würden den Motor mit geringen Drehzahlen quälen. Das ist ein Irrtum, moderne Einspitzmotoren haben damit kein Problem“, sagt der 46-jährige Sicherheitstrainer.
Wer wenig Benzin verbrennen will, sollte im flüssigen Verkehr so selten wie möglich auf die Bremse treten – natürlich nur, so lange es die Sicherheit erlaubt. Soll das Tempo reduziert werden, gilt es einfach den Fuß vom Gas zu nehmen, ohne dabei die Kupplung zu treten. „In dem Moment geht der Motor in die Schubabschaltung und ich komme flüssig voran, obwohl das Auto keinen Kraftstoff mehr verbraucht“, sagt Schulz. Ein Trick der nur bei vorausschauendem Fahren funktioniert. „Wenn möglich sollte man einen sehr großen Abstand zum Vordermann einhalten“, sagt Schulz. Dann sei man nicht gezwungen sofort abzubremsen, wenn der Vorausfahrer sein Tempo kurzzeitig reduziert. Den Motor an einer roten Ampel auszustellen hält Schulz dagegen nur für bedingt sinnvoll. „Das lohnt sich nur bei einem Stillstand von mehr als 20 Sekunden.“
Und von wegen Spritsparen macht keinen Spaß. Wie das Training beim ADAC in Lüneburg zeigt, kann der Fahrer mit den kleinen Tricks auf einer 20 Kilometer langen Teststrecke nicht nur 25 Prozent Sprit einsparen. Zudem ist die verbrauchsarme Runde sogar schneller, die Zahl der Schaltvorgänge hat sich halbiert. „Ein Eco-Fahrstil heißt nicht langsamer fahren. Vielmehr wird nur die Motortechnologie optimal genutzt“, sagt Schulz. Was einfach klingt, erfordert im Alltag lediglich Disziplin. „Wer sich konsequent an die Tipps hält, kann richtig Geld sparen“, so Schulz.
Weitere Informationen: www.fsz-lueneburg.de
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