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Preisschock für Geesthachter: Wasserpreise explodieren

Geesthacht. Die Geesthachter müssen einen neuen Preisschock verkraften. Am Dienstag kündigten die Verantwortlichen der Stadtwerke GmbH an, die Preise für das Trinkwasser zum 1. April – und das ist kein Scherz – deutlich zu erhöhen.
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Immer wieder gibt es in Geesthacht Wasserrohrbrüche, wenn  alte Leitungen den Belastungen nicht mehr standhalten. Nun soll ein groß angelegtes Erneuerungsprogramm starten.
Foto: Timo Jann
Immer wieder gibt es in Geesthacht Wasserrohrbrüche, wenn alte Leitungen den Belastungen nicht mehr standhalten. Nun soll ein groß angelegtes Erneuerungsprogramm starten.
Der Grundpreis steigt von 31,95 Euro auf 67,95 Euro pro Jahr, der Verbrauchspreis von 1,41 Euro je Kubikmeter auf 1,61 Euro. Ein durchschnittlicher Haushalt mit einem Verbrauch von 140 Kubikmetern muss pro Jahr etwa 70 Euro mehr zahlen.
Zum Jahresbeginn kam bereits eine Preiserhöhung für das Abwasser um 14 Prozent (pro Jahr 50 Euro Mehrkosten) und um ein Drittel bei der Regensteuer (pro Jahr 25 Euro zusätzlich) auf die Geesthachter zu.
„Unsere Preiserhöhung bedeutet ohne Frage eine Menge Geld, aber es führt kein Weg daran vorbei“, erklärt Karl-Heinz Siekhaus, der Geschäftsführer der Stadtwerke GmbH. Denn aufgrund massiver Probleme mit maroden Wasserleitungen im Stadtgebiet straffen die Stadtwerke jetzt ihr Erneuerungsprogramm. Siekhaus: „Statt über einen Zeitraum von 30 Jahren wollen wir die Erneuerung innerhalb von 15 Jahren umsetzen.“ 60 Kilometer bruchanfälliger Zementfaserrohre müssen im Stadtgebiet ausgetauscht werden. Etwa 5000 Kubikmeter Trinkwasser werden pro Tag in Geesthacht verbraucht.
„Wir haben im Vorwege unserer Entscheidung verschiedene Möglichkeiten der Finanzierung der notwendigen Baumaßnahmen an dem Leitungsnetz durchgerechnet. Eine Erhöhung allein des Verbrauchspreises wäre unfair gegenüber größeren Familien gewesen, so dass wir die nötigen Zusatzkosten auf den Grundpreis und den Verbrauchspreis umgelegt haben“, erklärt Siekhaus.
Eine günstigere Alternative durch andere Anbieter gibt es – anders als bei den Tarifen für Gas und Strom – beim Trinkwasser nicht. „Wir liegen aber deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 1,91 Euro pro Kubikmeter“, berichtet Gesine Dittrich, die Sprecherin der Stadtwerke GmbH. In Lauenburg werden für 1000 Liter Wasser 1,48 Euro fällig, in Schwarzenbek sind es 1,44 Euro.
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