Kriminalstatistik
Polizei zählt 337 Wohnungseinbrüche
Freitag, 5. März 2010 21:10
- Von Timo Jann
Geesthacht. Geesthacht bleibt mit Abstand die sicherste Stadt im Kreis. Das geht aus der Kriminalstatistik für den Kreis Herzogtum Lauenburg hervor, die am Freitag veröffentlicht wurde.

Foto: DDP
Geesthacht. Geesthacht bleibt mit Abstand die sicherste Stadt im Kreis. Das geht aus der Kriminalstatistik für den Kreis Herzogtum Lauenburg hervor, die am Freitag veröffentlicht wurde.
Die sogenannte Häufigkeitsziffer, anhand derer auf 100.000 Menschen hochgerechnet sich bundesweite Kriminalitätszahlen vergleichen lassen, liegt in Geesthacht bei 8979. Lauenburg hat einen Wert von 9295, Schwarzenbek von 9526 und Ratzeburg sogar von 10.731.
Die Wahrscheinlichkeit, kreisweit Opfer einer Straftat zu werden, ist damit in Geesthacht weiterhin am geringsten.
Sorgen bereiten den Verantwortlichen der Polizei die Einbrüche in Häuser, Wohnungen und Firmengebäude. „Wir werden uns auch in diesem Jahr verstärkt der Bekämpfung der Einbruchskriminalität widmen“, kündigte Holger Meincke, der Leiter des Führungsstabes der Polizeidirektion, am Freitag an. Vor allem tagsüber schlagen immer häufiger Einbrecher zu. So wurden kreisweit im vergangenen Jahr 337 Wohnungseinbrüche registriert. 70 Prozent davon im südlichen Kreisgebiet, bei 40 Prozent blieb es beim Versuch. „Saisonal haben wir da ein echtes Problem“, räumte Meincke ein. In Geesthacht etwa konnte die Polizei im vergangenen Jahr aber auch mehrere Serieneinbrecher schnappen.
Insgesamt wurden 2009 im Lauenburgischen 179 Straftaten registriert. Das sind 500 Fälle weniger als im Vorjahr, gut jede zweite Tat konnte aufgeklärt werden. Betrügereien scheinen langsam aber sicher den Diebstählen den Rang abzulaufen. „Es ist für den geneigten Straftäter bequemer, sich im Internet auf betrügerische Weise Waren zu bestellen und diese nicht zu bezahlen, als sich nachts und im Kalten als Einbrecher zu betätigen. Da weiß man vorher meistens ja auch nicht, was man erbeutet. Das ist bei Online-Geschäften einfacher“, erklärte der lauenburgische Kripochef Bernd Koop.
Jugendliche Straftäter (jünger als 21 Jahre) bereiten den Polizisten keine besonderen Sorgen. „Sie haben zwar einen Anteil von 30 Prozent an der Gesamtkriminalität, aber die besonders schweren Taten begehen Erwachsene“, so Koop. Er schätzt, dass es kreisweit 20 junge Intensivtäter gibt, die immer wieder auffallen

Abo
Printarchiv
Leserbrief
Kontakt
RSS
Preisvergleich
Leserreisen
Versicherungscheck
Energievergleich
Immobiliensuche










hanz meint:
Papa meint:
Kanone meint: