Leerstände
An der B 5 sind gute Ideen gefragt
Montag, 1. März 2010 17:01
- Von Cathrin Sackel
Geesthacht. Wer von der Hauptpost in Richtung Bergedorf die Geesthachter Straße (B5) entlangfährt, liest immer wieder „Zu Vermieten“ in den Schaufenstern verwaister Läden. Fünf Geschäftsräume stehen derzeit auf den wenigen Hundert Metern leer.
Einige von ihnen bereits seit mehreren Monaten. Neuester Leerstand ist das Hackmack-Gebäude. Die weitere Nutzung nach der Schließung am vergangenen Dienstag ist unklar, so der Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Wolfgang Weber.
„Alles, was außerhalb des Stadtzentrums liegt, hat es schwer. Da geht es Geesthacht wie allen anderen Städten“, weiß Paul Apel, zweiter Vorsitzender der Wirtschaftlichen Vereinigung Geesthacht. Dies ist auch die Erfahrung von Immobilienmaklerin Sybille Kircher, die in allen Kleinstädten Leerstände an den Ausfallstraßen beobachtet. „Das ist eine normale Stadtentwicklung und ich glaube auch nicht, dass sich daran viel ändert“, so die Inhaberin von Kircher Immobilien in Geesthacht. An der Geesthachter Straße gebe es viel schnellen Verkehr, der das gefahrlose Aussteigen aus dem Auto erschwere – sofern denn überhaupt ein Parkplatz gefunden werde.
Dass es aber auch in dieser Lage funktionieren kann, beweisen Geschäfte, die seit Jahren gut laufen. Zum Fun- und Fitness-Club etwa kommen nicht nur Anwohner, sondern auch Kunden aus Grünhof oder Marschacht, erzählt Inhaber Mike Noorbin: „Wir bieten eine persönliche Betreuung. Das schätzen unsere Kunden und nehmen gerne in Kauf, dass sie mal nicht sofort einen Parkplatz finden.“
Doris Geritzlehner, Ehefrau des Inhabers von Ars Vivendi, sieht trotz des eigenen Erfolges, dass die Geesthachter Straße als Geschäftslage gegenüber der Fußgängerzone der Innenstadt Nachteile hat: „Es gibt viel Verkehr. Das ist für bummelnde Fußgänger wohl weniger angenehm. Außerdem kaufen viele Menschen gerne in Einkaufszentren ein.“
Kay Hacker, Inhaber von KH Immobilien, betreut zwei Objekte an der Geesthachter Straße und kennt die schwierige Situation aus erster Hand: „Bei der aktuellen Wirtschaftslage sind die Menschen noch vorsichtiger mit Geschäftseröffnungen. Wenn Interessenten aber überzeugende Geschäftsideen haben, versuchen wir ihnen die Anfangszeit zu erleichtern, indem wir etwa kürzere Kündigungsfristen einräumen. So geben wir ihnen die Chance es zu probieren.“ Nur gute Ideen bräuchte es für die Geesthachter Straße.




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Marina Powels meint:
In Geesthacht wird es nicht anders aussehen wie in Lauenburg. Beide Städte haben den Anschluss verpasst, wenn im Herbst die neue City Bergedorf eröffnet wird. 10 Minuten über die Autobahn oder 20 Minuten mit dem Bus, von Geesthacht aus bequem zu erreichen.