GKSS-Forschung
GITZ – trotz Wirtschaftskrise 16 Millionen Umsatz
Freitag, 26. Februar 2010 16:51
- Von Timo Jann
Geesthacht. Es ist eine Erfolgsstory: Die Firmen von Existenzgründern in den Technologie- und Gründerzentren in Schleswig-Holstein haben mittlerweile 2700 Jobs geschaffen.

Foto: Timo Jann
GITZ-Geschäftsführer Rainer Döhl-Oelze präsentiert hier einen von vielen Innovationspreisen, den die Unternehmen erhielten.
2009 machten sie einen Umsatz von 250 Millionen Euro. Das Geesthachter Innovations- und Technologie-Zentrum (GITZ) ist einer der Bausteine, landesweit gibt es 18 solcher Zentren.
„Die Firmen im GITZ haben 2009 ein Umsatzplus von acht Prozent erzielt, Gesamtumsatz 16 Millionen Euro“, berichtet Rainer Döhl-Oelze. Von Krise kann hier keine Rede sein. Der Geschäftsführer des GITZ ist Sprecher der Nordzentren. 186 Menschen arbeiten zurzeit in den 18 Firmen, denen das 1999 gegründete GITZ eine Heimat bietet. „Die Nähe zur Forschung im GKSS gleich nebenan ist hier für uns von großem Vorteil“, berichtet Döhl-Oelze. „Das wollen wir künftig verstärkt nutzen“, sagt er.
Ziel soll es sein, mit örtlichen Firmen, Hightech-Unternehmen aus dem GITZ und dem Knowhow der Wissenschaftler des GKSS die Krise zu nutzen, um mit Neuentwicklungen die Betriebe und den Standort zu stärken. „Innovation steht für uns im Zentrum“, sagt Döhl-Oelze. „Die hier ansässigen Unternehmen decken weltweit Nischen ab, das macht ihren Erfolg aus“, sagt der Geschäftsführer. Zahlreiche Innovationspreise zeugen von den Leistungen.
„Trotz aller Erfolge ist es für uns aber ein sehr dickes Brett, das wir bohren müssen, um den Technologietransfer aus der Wissenschaft in die Wirtschaft zu bringen“, erklärt Rainer Döhl-Oelze. Dabei hilft ihm seit einem Jahr Innovationsberater Rudolf Zettler. Er nimmt Kontakt zu Forschern und Unternehmern auf, vermittelt Kooperationen. „Man muss ja erstmal erfassen, welche Chancen einem hier geboten werden“, sagt Döhl-Oelze. Nach und nach funktioniert das, immer mehr Firmen tun sich zusammen, entwickeln mit den Forschern Neuheiten für ihren Produktbereich.
Mit ihrem Service und ihrer Begleitung haben die Technologiezentren in den zurückliegenden Gründungsjahren der Unternehmen deren Entwicklung unterstützt. Die Erfolgsquote von Gründungen in den Zentren liegt weit über 90 Prozent. „In der öffentlichen Forschung wird aus Geld Wissen produziert. Wissenschaftler sind dem Gebot der Stunde gefolgt. Sie kehren den Prozess gewissermaßen um und machen nun ihr innovatives Wissen zu Geld“, sagt Döhl-Oelze.
Mit 18 öffentlich geförderten Technologiezentren verfügt Schleswig-Holstein über ein dichtes Netz von „Brutstätten“ für junge Unternehmen. Unternehmensgründer und Jungunternehmer finden in ihnen für die ersten Betriebsjahre ein Zuhause, verbunden mit einem umfangreichen Angebot von Dienstleistungen, etwa betriebswirtschaftlicher Beratung. Bundesweit gibt es zurzeit 300 Technologiezentren.
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