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Mit Tempolimits und Flickwerk gegen Schlaglöcher

Geesthacht/Lauenburg. Der Winter neigt sich dem Ende entgegen. Doch wo der Schnee schmilzt, kommen auf vielen Straßen hässliche Löcher zum Vorschein. Der lang anhaltende Frost beschert vor allem den Bauhöfen eine Menge Arbeit.
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Der Frost hat tiefe Löcher in die Straßen gesprengt.
Foto: Timo Jann
Der Frost hat tiefe Löcher in die Straßen gesprengt.
„Wir zählen deutlich mehr Schäden auf den Straßen als in den Vorjahren“, sagt Matthias Sienknecht von der Geesthachter Tiefbauabteilung. Vor allem in den älteren Asphaltstraßen haben sich vermehrt Schlaglöcher aufgetan. Besonders betroffen sei die B5, aber auch der Heuweg, Am Moor und die Lauenburger Straße. „Wir flicken die groben Schäden derzeit mit Kaltasphalt“, so Sienknecht. Auch ein Thermokübel sei im Einsatz.
Wegen der massiven Straßenschäden gelten in Geesthacht jetzt besondere Tempolimits. An der Berliner Straße und an der Wärderstraße dürfen Autofahrer nur noch 30 Stundenkilometer schnell fahren.
Bis April soll eine endgültige Bilanz gezogen werden, dann steht auch fest, ob die Verwaltung mehr Geld für die Sanierung benötigt.
In Lauenburg ist die Situation weniger dramatisch als befürchtet. „Auf den Bundesstraßen sind die größten Löcher schon mit Kaltasphalt gestopft worden, da werden wir aber im Frühjahr, wenn die Temperaturen es zulassen, noch einmal mit dem haltbareren Heißmischgut nacharbeiten“, kündigt der stellvertretende Bauamtsleiter Christian Fengler an. Und die Nebenstraßen? „Was da gemacht werden muss, ist noch nicht absehbar, aber die Schäden scheinen nicht so gravierend zu sein“, sagt der zuständige Sachbearbeiter Günter Thiele nach den bisherigen Begutachtungen. Aus dem klammen Stadtsäckel stehen pro Jahr etwa 150.000 Euro für die Straßenunterhaltung zur Verfügung. Knapp die Hälfte davon sind Zuschüsse für die Pflege von Bundes- und Landesstraßen.
Positiv überrascht vom Zustand zeigt sich auch die Kreisverwaltung: „Wir hatten schlimme Befürchtungen. Aber jetzt, wo der Schnee langsam verschwindet, zeigt sich, dass die Schäden an den Kreisstraßen nicht so gravierend sind“, sagt Andreas Bockholt aus dem Fachdienst Finanzen, Organisation und Informationstechnik. Es habe sich ausgezahlt, dass in den vergangenen Jahren viele Fahrbahnoberflächen saniert wurden. Bockholt geht davon aus, dass alle Schäden aus dem Haushalt bezahlt werden können, Sondermittel müssen nicht beantragt werden. „Im Gegensatz zu den Landes- und Bundesstraße sehen unsere Verkehrswege noch ganz gut aus“, so Bockholt. Auf Landesebene läuft derzeit noch die Schadenaufnahme. „Ich denke dass wir Anfang März einen Überblick haben“, sagt Harald Haase, Sprecher des Kieler Ministeriums für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr. Derzeit würden grobe Schäden bereits mit Kalk-Mischgut geflickt.
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