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Historische Ansichten einer Stadt

Geesthacht. Er zeigt Menschen, die am Geesthachter Bahnhof auf den Zug Richtung Hamburg warten oder Häuser, die längst aus dem Stadtbild verschwunden sind: Der Bildkalender 2010 des Geschichtsvereins.
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Diese Aufnahme aus den 30er-Jahren zeigt den Düneberger Bahnhof mit einem einfahrenden Zug aus Geesthacht Richtung Hamburg. Im Vergleich dazu oben rechts das Gebäude heute, das ein Restaurant beherbergt.
Foto: Stadtarchiv Geesthacht
Diese Aufnahme aus den 30er-Jahren zeigt den Düneberger Bahnhof mit einem einfahrenden Zug aus Geesthacht Richtung Hamburg. Im Vergleich dazu oben rechts das Gebäude heute, das ein Restaurant beherbergt.
Fast 900 historische Postkarten und Tausende Fotos lagern im Stadtarchiv und in den Beständen des Heimatbund und Geschichtsvereins Herzogtum Lauenburg. Zwölf Motive aus diesem Schatz haben Helmut Knust und Heinz Niemann vom Geschichtsverein für ihren Bildkalender 2010 ausgewählt. „Zum ersten Mal zeigen wir Monat für Monat nicht nur die alten Postkarten und Fotos, sondern zum Vergleich auch immer eine aktuelle Ansicht. Das zeigt den Wandel und unterstreicht, wie wichtig diese historischen Dokumente sind“, sagt Helmut Knust.
Passend zum runden Jahrestag der Weihe der beiden Kirchen im kommenden Jahr zeigt der Kalender ungewohnte Ansichten von St. Barbara und St. Salvatoris. „Auf einem Bild von 1910 sieht man eindrucksvoll, dass dort, wo heute das Pastorat von St. Salvatoris steht, früher ein Friedhof um die 1685 geweihte Kirche angelegt war“, sagt Knust. Die St.-Barbara-Kirche ist auf einer Postkarte am Tag ihrer Weihe am 30. Oktober 1910 zu sehen. Heinz Niemann ist von einem seltenen Foto aus dem Jahr 1936 fasziniert, das die Kolonialwarenhandlung von Ernst Karwasz in Düneberg zeigt. Das imposante Gebäude musste 1979 dem Neubau des Otto-Hahn-Gymnasiums weichen. Wie die Kreuzung B5/Lauenburger Straße/Hansastraße zu ihrem Namen kam, verrät das Kalenderblatt im Dezember: Wo heute ein Hochhaus das Stadtbild prägt, ist auf der Postkarte von 1909 eine Gastwirtschaft mit dem Namen Ziegenkrug zu sehen.
Der Kalender ist ab sofort für 12,50 Euro im Krügerschen Haus und am Sonnabend, 10. Oktober, zum Erntedankfest auf dem Geesthachter Wochenmarkt erhältlich.
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