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Mit Volldampf über die Elbe

Hamburg. Er ist der letzte fahrfähige Flusseisbrecher in Deutschland, der mit Dampf betrieben wird. Über Jahre wurde das Schiff, das den stolzen Namen „Elbe“ trägt, restauriert.
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In zwei Jahren wird der Dampfeisbrecher „Elbe“ 100 Jahre alt. Jahrzehntelang lag das Schiff im Geesthachter Hafen und wartete darauf, den Fluss vom Eis zu befreien. Jetzt startet das Schiff regelmäßig zu Rundfahrten.
Foto: Veranstalter
In zwei Jahren wird der Dampfeisbrecher „Elbe“ 100 Jahre alt. Jahrzehntelang lag das Schiff im Geesthachter Hafen und wartete darauf, den Fluss vom Eis zu befreien. Jetzt startet das Schiff regelmäßig zu Rundfahrten.
Seit 2008 steht das 98 Jahre alte Museumsschiff für Ausflüge auf der Elbe bereit – ein Erlebnis, das bereits beim Betreten des schwimmenden Oldies beginnt: Auf den ersten Blick wird klar, dass nahezu alle Details – von den Planken bis zur Dampfpfeife – original erhalten sind. Lebendig und authentisch geht es auch während der Fahrt zu: Auf der 1911 erbauten „Elbe“ können die Fahrgäste dem Heizer über die Schulter schauen, wie er große Steinkohlebrocken verfeuert und dem Maschinisten zusehen, wie er mit Geschick und Können eine fast 100 Jahre alte Dampfmaschine bedient. Zwei Heizer müssen kräftig schaufeln, um 150 Kilo Steinkohle pro Stunde nachzulegen. Ein paar Stufen höher können Interessierte den Kapitän beobachten, wie er mit Maschinentelegraph und Sprachrohr das Schiff sicher durch sein Revier führt.
Der in Brandenburg gebaute Dampfer ist eng mit Geesthacht verbunden. Jahrzehntelang war das Schiff hier im Hafen stationiert und hatten bei Eisgang Hochsaison: Die Rümpfe der Flusseisbrecher waren so konzipiert, dass sich die Schiffe auf das Eis schoben und es durch das eigene Gewicht zerbrachen. Der Einsatz begann möglichst weit flussabwärts ab Hamburg. Es musste gegen den Strom gearbeitet werden, damit die gelösten Eisschollen abfließen konnten. 1972 endete die Ära der Dampfeisbrecher, für Engpässe in der Eisbrecherflotte wurde die „Elbe“ noch bis 1976 betriebsklar gehalten. Danach wurde das Schiff verkauft. 32 Jahre lang lag der alte Pott anschließend in Holland und Berlin – und wurde kaum bewegt. „Wir haben die ,Elbe’ restauriert und fast 800 000 Euro investiert“, erzählt Matthias Kruse, Schiffseigner und einer der Initiatoren der Restaurierung.
Heute legt das schwimmende Museum mindestens jedes Wochenende von seinem Liegeplatz im Traditionsschiffhafen am Sandtorhafen in der Hamburger Hafencity ab. Technikbegeisterte Besucher können sich unter anderem auf eine große Hafenrundfahrt (15 Euro für Erwachsene), Törns zu den Elbinseln oder Ausflüge nach Blankenese (18 Euro) freuen. Den aktuellen Fahrplan gibt es im Internet unter www.dampfeisbrecher-elbe.de .
  • Dies ist die letzte Folge unserer Ausflugstipp-Serie. Die anderen Ausflugstipps finden Sie, indem sie die untenstehenden Links anklicken.
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