Schriftgröße: A A A
Logo der Bergedorfer Zeitung
http://www.bergedorfer-zeitung.de/geesthacht/article41161/Feuerwehr_uebt_in_alter_Sparkassen_Filiale.html
Link in E-Mail oder Instant-Message einfügen close

Feuerwehr übt in alter Sparkassen-Filiale

Geesthacht. Rauch wabert durch den Flur, das Rauschen von Funkgeräten und das Luft holen über Atemschutzgeräte ist zu hören. Ein Schlauch liegt am Boden und verschwindet schon nach wenigen Zentimetern im Qualm.
Zurück Bild 1 von 2 Weiter
In der alten Kreissparkasse probt die Feuerwehr für den Ernstfall: Mit Atemschutzgeräten schützen sich die Feuerwehrleute gegen giftigen Rauch – hier mit Theaternebel simuliert.
Foto: Timo Jann
In der alten Kreissparkasse probt die Feuerwehr für den Ernstfall: Mit Atemschutzgeräten schützen sich die Feuerwehrleute gegen giftigen Rauch – hier mit Theaternebel simuliert.
Geesthachts Feuerwehrleute haben am Sonnabend die geräumte alte Kreissparkassen-Filiale an der Bergedorfer Straße für eine große Einsatzübung genutzt.
„Wir haben hier optimale Bedingungen“, sagte der stellvertretende Wehrführer Olaf Wieck. Mit den Zugführern Thomas Marbes und Ingo Schwarz bildet er 30 Feuerwehrleute an verschiedenen Stationen aus. „Bevor die Abrisskolonne anrückt, bieten wir der Feuerwehr gerne diese Möglichkeit. Schließlich würden auch wir im Ernstfall davon profitieren, wenn die Feuerwehrleute gut ausgebildet sind“, sagte KSK-Sprecher Holger Siedentopf. Mit sieben Fahrzeugen waren die ehrenamtlichen Retter der Stadt am Sonnabend zwischen 14 und 17 Uhr vor Ort. An der Hauptfassade wurde der Einsatz der Drehleiter mit Zubehör trainiert. Am Aufzug erklärte Marbes seinen Kameraden, wie sie bei einem steckengebliebenen Lift die in der Kabine eingeschlossenen Menschen befreien können. Im Keller wurden einige massive Türen geöffnet. Der mit Theaternebel verrauchte Flur bot optimale Trainingsbedingungen für das Absuchen von Räumen.
„Wir haben hier den Vorteil, dass wir keine Rücksicht auf die Bausubstanz nehmen müssen, weil das Gebäude abgerissen werden soll“, sagte Wieck. Zwar üben die Feuerwehrleute regelmäßig in verschiedenen Häusern, doch eine Feuerschutztür dürfen sie meist nicht aufbrechen und auch sonst müssen sie darauf achten, keine Spuren zu hinterlassen.
„Der Keller mit seinen kleinen verwinkelten Räumen ist ideal für das Training der Suchtechniken im Atemschutzeinsatz“, sagte Schwarz. Dieses Training ist wichtig, um im Ernstfall unbekannte Räume, in denen man wegen des Brandrauches nicht die Hand vor Augen sehen kann, schnell nach Vermissten absuchen zu können.

Onlineanzeigenannahme
nach oben
© Bergedorfer Zeitung 2008