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Wo Geesthachts Zukunft entsteht

Geesthacht. In Geesthacht werden seit Jahren große städtebauliche Projekte realisiert. „Geesthacht an die Elbe“ und „Rund um St. Salvatoris“ sind zwei davon. Die Hafencity wird das Gesicht der Stadt künftig weiter verändern. In einer neuen Serie stellen wir die Stadtplanung vergangener Zeiten, aktuelle Projekte und Visionen für die Zukunft vor.
Diplom-Ingenieur Kai-Uwe Oberthür leitet den Fachdienst zur Stadtplanung. Dieses Modell der Innenstadt nutzen die Planer, um sich Details anzusehen. Es hängt an Seilen unter der Decke eines Büros.
Foto: Timo Jann
Diplom-Ingenieur Kai-Uwe Oberthür leitet den Fachdienst zur Stadtplanung. Dieses Modell der Innenstadt nutzen die Planer, um sich Details anzusehen. Es hängt an Seilen unter der Decke eines Büros.
Der Fachdienst23 im vierten Stock des Rathauses kümmert sich um die Stadtplanung. „Dafür müssen zahlreiche Rahmenpläne aufgestellt werden, denn es gilt, städtebauliche Vorstellungen festzulegen“, sagt Kai-Uwe Oberthür. Der Diplom-Ingenieur arbeitet mit vier Kollegen an den konkreten Grundlagen.
Neben dem für die ganze Stadt gültigen Flächennutzungsplan (F-Plan) regeln für einzelne Bereiche aufgestellte Bebauungspläne (B-Pläne) die Details. Darin wird nicht nur festgeschrieben, ob sich ein Straßenzug als reines Wohnquartier oder als Mischgebiet (mit nicht störendem Gewerbe) oder gar als Industriegebiet entwickeln soll. Auch Gebäudeformen (Geschosszahl, Dachform) und Gestaltungen (Farben von Mauerwerk und Dachziegeln) können hier vorgeschrieben werden. Darüber wird grundsätzlich öffentlich im Fachausschuss für Planung und Umwelt der Stadt politisch beraten und beschlossen.
Foto: Timo Jann
„Zahlreiche Gutachten, etwa über den Einzelhandel oder zur Wohnraumversorgung, untermauern die Pläne“, erklärt Oberthür, der den Fachdienst 23 leitet. Erste Grundlage für Bauprojekte sind stets Bauleitpläne. Einen Schritt weiter reicht ein Rahmenplan. Für die Innenstadt zwischen Hafen und Fußgängerzone wurde zuletzt 2005 so ein Plan aufgestellt. Er nennt Ziele der Entwicklung, die dann bei der Planung konkreter Projekte zu berücksichtigen sind. Für die komplette Stadt gilt der 2008 erneuerte Flächennutzungsplan (F-Plan), der jeweilige Nutzungen der Areale von Grün-, Wohn- und Gewerbeflächen sowie Sondernutzungen zeigt. Kleinteilig werden die Details in 60 Bebauungsplänen (B-Plänen) beschrieben.
Zur Stadtplanung gehört aber auch der Generalverkehrsplan mit seinen Unterpunkten. „Dabei geht es unter anderem um ein Radwegekonzept und den öffentlichen Personennahverkehr“, sagt Oberthür. „Dabei muss man auch langfristig planen, denn wenn die Autobahn21 über die Elbe hinweg nach Süden verlängert wird, wird das Auswirkungen auf unsere Stadt haben, auf die wir uns einstellen müssen“, sagt Oberthür.
Städtebauliche Besonderheiten hervorzuheben, etwa Sichtachsen (am Stadtpark durch blaue Tore gekennzeichnet), gehören ebenso zu den Aufgaben der Stadtplanung wie die Mitwirkung am Masterplan für die Entwicklung des nördlichen Hafenrands bis 2025. „Das alles soll an einem roten Faden laufen“, sagt Oberthür.
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