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Umzug der KSK: Eine logistische Meisterleistung

Geesthacht. Es war eine organisatorische Herausforderung für alle Beteiligten: Übers Wochenende ist die komplette Filiale der Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg (KSK) von der Bergedorfer Straße 58 ins 250 Meter entfernte Ausweichquartier an der Nelkenstraße umgezogen. Allein die Schließfachanlage wiegt 14 Tonnen.
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Arne Steffen (rechts) und Paul Brodkorb von „Tresor Butzki“ verladen einen der 700 Kilo schweren Geldautomaten für den Umzug in das Ausweichquartier der Kreissparkasse. Die Übergangs-Filiale des Geldinstituts befindet sich an der Nelkenstraße.
Foto: Timo Jann
Arne Steffen (rechts) und Paul Brodkorb von „Tresor Butzki“ verladen einen der 700 Kilo schweren Geldautomaten für den Umzug in das Ausweichquartier der Kreissparkasse. Die Übergangs-Filiale des Geldinstituts befindet sich an der Nelkenstraße.
Etwa zweieinhalb Jahre lang ist das Containerdorf der Arbeitsplatz für 40 Mitarbeiter des Geldinstituts und Anlaufpunkt für die Kunden. Während dieser Zeit wird die fast 40 Jahre alte Filiale abgerissen und für 20 Millionen Euro ein moderner Neubau an gleicher Stelle errichtet. Der soll spätestens Anfang 2012 bezogen werden.
Es war ein wahrer Kraftakt, den die Mitarbeiter von Spezialfirmen, Umzugsspezialisten sowie Mitarbeiter der KSK in den vergangenen Tagen geleistet haben. Allein 14 Tonnen wiegt die Schließfachanlage, die aus dem Keller der alten Filiale in einen Spezialcontainer mit gepanzerten Wänden umgelagert wurde. Dazu zogen auch fünf Geldautomaten, sieben Kontoauszugsdrucker mit Überweisungsterminal sowie ein Münzrollenwechsler um. 50 Schreibtische, eine Vielzahl von Aktenschränken und 100 Stühle wurden an der Bergedorfer Straße ein- und an der Nelkenstraße wieder ausgeladen.
Hausmeister Bernd Sperling holt die alte KSK-Fahne ein.
Foto: Timo Jann
Hausmeister Bernd Sperling holt die alte KSK-Fahne ein.
In dem ganzen Wirrwarr aus neu zu verlegenden EDV-Leitungen, der Ausrichtung der Überwachungskameras, dem richtigen Standort der neuen Arbeitsplätze, der Installation der Klimaanlagen und unzähligen Nachfragen von Kollegen und Handwerkern behielt Jörg Scheffler aus der Bauabteilung der KSK den Überblick. Er koordinierte die Arbeiten. „Es läuft gut“, sagte er schon am Freitagmorgen. Denn die Nacht durch wurden mehrere Lastwagen-Ladungen erledigt.
Das aus 48 Containern auf zwei Ebenen mit insgesamt 900 Quadratmetern Fläche errichtete Ausweichquartier sieht aus wie eine „richtige“ Kreissparkasse: Außen prangt der große Schriftzug des Geldinstituts an der Fassade, drinnen gibt es den typischen Selbstbedienungsbereich.
Im Vordergrund bei der Planung des Ausweichquartiers stand die Sicherheitstechnik. „Menschen mit krimineller Energie werden es nicht schaffen, an Geld oder Wertsachen zu gelangen“, stellt KSK-Sprecher Holger Siedentopf klar. Rund um die Uhr werden die Räume und das Außengelände per Video überwacht, Halogenstrahler sorgen nachts für eine gute Beleuchtung, Wachmänner mit Hunden gehen Streife, Lichtschranken und Alarmanlagen sind „scharf“.
Doch nicht nur gegen Diebstahl mussten etwa die Wertsachen in den Schließfächern der Kunden gesichert werden. „Wir haben um den Tresorcontainer herum eine zusätzliche Hülle mit Wärmedämmung und Luftraum geschaffen, um beispielsweise jeden Einfluss von Feuchtigkeit zu verhindern“, sagte Scheffler. Feuchtigkeit hätte etwa für wertvolle Briefmarkensammlungen fatale Folgen. Ming-Vasen oder andere große Wertsachen brachte kein Kunde vor dem Umzug in Sicherheit. „Man hat aber schon gemerkt, ob Briefmarken oder Münzen in den Schließfächern lagern“, erklärte ein Mitarbeiter der Tresorfirma.
Nachdem die Möbel aufgestellt und die Computer neu installiert waren, konnten die Mitarbeiter aus der Servicefiliale, vom Vermögensmanagement und dem Immobiliencenter am Sonnabend ihre Arbeitsplätze bereits wieder einräumen. Das Material dafür war in 250 Kartons umgezogen. „Es ist hier ganz hübsch geworden“, sagte Kundenberaterin Anke Scharnweber, die sich aber viel mehr auf den Neubau der KSK freut.
Heute um 9 Uhr wird die Filiale an der Nelkenstraße planmäßig öffnen. „Langfinger sollten die Hände von diesem Objekt lassen, alles ist top gesichert“, sagte Geesthachts Polizeichef Henry Holst nach einer Begehung des Ausweichquartiers.
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