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Minister verstärkt Druck auf Vattenfall

Geesthacht. Mit deutlicher Kritik am Sicherheitsmanagement im Kernkraftwerk Krümmel wandte sich Christian von Boetticher (CDU) an Kraftwerksbetreiber Vattenfall. Der Landwirtschaftsminister ist seit Ende Juli als Nachfolger von Gitta Trauernicht (SPD) für die Atomaufsicht zuständig.
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Foto: DPA
Umweltminister Christian von Boetticher (CDU) kritisiert am Donnerstag das Sicherheitsmanagement im Kernkraftwerk.
„Im Kernkraftwerk Krümmel geht es aktuell nicht nur um die Aufarbeitung der technischen Problemstellungen und den von der Landesregierung geforderten Austausch von Maschinentransformatoren, sondern auch um das Controlling und Sicherheitsmanagement. Die Frage der atomrechtlichen Zuverlässigkeit steht auf dem Prüfstand und diese ist nicht mit dem Austausch eines Betriebsleiters erledigt“, sagte von Boetticher in einem Gespräch mit dem Technischen Geschäftsführer des Energiekonzerns, Ernst-Michael Züfle.
Von Boetticher forderte eine deutliche Verbesserung des Sicherheitsmanagements auf der Anlage in Krümmel und kritisierte, dass Vattenfall die von der Atomaufsicht verlangte Audioaufzeichnungen im Leitstand bisher nicht eingeführt hat. Der Minister forderte den Betreiber auf, die Anpassung an diesen Sicherheitsstandard, der in Luft- und Seefahrt seit vielen Jahren üblich und bewährt ist, vorzunehmen und die gegen die Einführung gerichtete Klage zurückzuziehen.
Darüber hinaus sprach von Boetticher eine Altnative zur erneuten Inbetriebnahme des Reaktor an – die Möglichkeit einer Strommengenübertragung auf das Kraftwerk Brokdorf.
Forderungen nach einer sofortigen Stilllegung Krümmels bewertet von Boetticher wie seine Vorgängerin Gitta Trauernicht: Ein endgültiges Aus müsse von der Atomaufsicht strikt nach Recht und Gesetz entschieden werden.

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