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Bei Buhck kommt weniger Abfall an

Wiershop. Die Wirtschaftskrise trifft auch die Abfallentsorgungsbranche. Das Entsorgungsunternehmen Buhck in Wiershop begegnet ihr mit der vermehrten Trennung und Verwertung von Verbundstoffen.
Thomas Buhck hat im Abfallwirtschaftszentrum Wiershop etwa zehn Prozent weniger Material als im Vorjahr. Die Anlage läuft seit drei Monaten im Ein-Schicht-Betrieb.
Foto: Thomas Voigt
Thomas Buhck hat im Abfallwirtschaftszentrum Wiershop etwa zehn Prozent weniger Material als im Vorjahr. Die Anlage läuft seit drei Monaten im Ein-Schicht-Betrieb.
Mit der krisenbedingt geringeren Produktionstätigkeit der Betriebe ist auch deren Abfallaufkommen gesunken. Das bekommt jetzt die auf Recycling von Bau- und Gewerbeabfällen spezialisierte Buhck-Gruppe im 110. Jahr ihres Bestehens zu spüren. Seinen Vorjahresumsatz von 75 Millionen Euro wird das 500 Mitarbeiter starke Unternehmen 2009 nicht erreichen. Geschäftsführer Dr. Henner Buhck rechnet stattdessen mit etwa 70 Millionen Euro in diesem Jahr.
„Wir spüren, dass die Bautätigkeit in der Region rückläufig ist“, sagt Thomas Buhck, Geschäftsführer der Buhck Recycling-Gruppe und Chef des Abfallwirtschaftszentrums Wiershop. Hier bereitet die Firma Buhck seit den frühen 90er-Jahren vorwiegend Bauschutt auf, sortiert und recycelt etwa 80 Prozent des Materials und beseitigt den nicht verwertbaren Rest in den dortigen Deponien.
Dr. Henner Buhck: „Die Krise ist zu bewältigen.“
Foto: Thomas Voigt
Dr. Henner Buhck: „Die Krise ist zu bewältigen.“
„In der Hamburger Hafencity beispielsweise geht es langsamer voran als im vergangenen Jahr“, schildert Buhck. Die Aufträge zu Altlastenbeseitigungen von dort sind deutlich rückläufig. Insgesamt, so der Wiershop-Chef, sei die angenommene Materialmenge und ebenso der Absatz der Recycling-Produkte um zehn Prozent zurückgegangen. „Ein Einschnitt, den wir bisher auffangen konnten.“ Seit etwa drei Monaten läuft die Wiershoper Bauabfall-Sortieranlage nicht mehr im Zwei-, sondern im Ein-Schicht-Betrieb. Buhck musste sich von Zeitarbeitskräften trennen, behielt aber den festen Mitarbeiterstamm.
„Die Auswirkungen der Krise sind zu bewältigen“, bestätigt Dr. Henner Buhck, ebenfalls Geschäftsführer der Gruppe. Auch die um bis zu 60 Prozent drastisch gefallenen Marktpreise für Recyclingstoffe wie Papier, Kunststoff und Metall seien zu verschmerzen, da die Buhck-Gruppe aus dem Handel mit Recyclingstoffen lediglich zehn Prozent ihres Gesamtumsatzes (2008: 75 Millionen Euro, 2009: voraussichtlich 70 Millionen Euro) generiert. Drei Viertel erwirtschaftet das Unternehmen mit Entsorgungsaufträgen, die restlichen 15 Prozent bestreitet „Canal-Control+Clean“ mit seit wenigen Jahren gesetzlich vorgeschriebenen Dichtigkeitsprüfungen von Abwasserkanalsystemen. „Dabei verfeinern wir unsere Technik kontinuierlich“, sagt Henner Buhck und nennt als Beispiel eine neuartige 360-Grad-Digitalkamera, die auch kleinste Beeinträchtigungen in den senkrechten Kanalschächten aufspürt.
Rückläufig ist auch die Auslastung der im Jahr 2006 von Buhck für 12 Millionen Euro errichteten Gewerbeabfall-Sortieranlage in Hamburg-Billbrook. Mit der vermehrten Verarbeitung von Verbundabfallstoffen aus Kunststoff und Papier will das Unternehmen die Kapazität ausgleichen.
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