Ausflugstipps
Eine Zeitreise zu den Wurzeln der Beatles
Dienstag, 4. August 2009 21:02
- Von Kai Gerullis
Hamburg. Die Ausstellung "Beatlemania" lockt mit Fotos, Instrumenten, Musik und viel Liebe zum Detail.

Foto: Beatlemania
Die Ausstellung "Beatlemania" auf der Reeperbahn lädt mit anschaulich präsentierten Informationen ein, in die Geschichte der Beatles abzutauchen.
Yeah! Yeah! Yeah! Sie rockten nächtelang die Clubs auf dem Kiez, bevor sie Musikfans auf der ganzen Welt eroberten: Anfang der 60er-Jahre legten die Beatles den Grundstein für ihre beispiellose Karriere in Hamburg. Fast 50 Jahre später sind die Jungs aus Liverpool nun zurück auf der Reeperbahn. Im ehemaligen Erotic-Art-Museum lässt sich auf einer Magisch-Mysteriösen-Reise durch die 60er-Jahre die Geschichte der Pilzköpfe erleben. Interaktiv, bunt, laut.
Kaum haben die Besucher das „Beatlemania“ betreten, tauchen sie ein in den Kiez der frühen Sixties. Detailgetreu bauten die Ausstellungsmacher eine Straßenszene an der Großen Freiheit nach. „Star Club“ und „Kaiserkeller“ laden zum Eintreten ein. In Schaukästen erfahren die Besucher, unter welchen Umständen John Lennon, Paul McCartney, Ringo Starr und John Lennon sowie die früheren Bandmitglieder Stuart Sutcliffe und Pete Best die Bühnen der Hamburger Clubs stürmten – und warum sie mitunter in Konflikt mit den Beamten der Davidwache kamen. Fotos und Tondokumente runden die Szene ab.

Foto: Kai Gerullis
Auch das originale Ludwig-Schlagzeug wird gezeigt.
Immer wieder gibt es die Chance mitzumachen, statt nur zuzugucken: Gigantische Kopfhörer laden zum Lauschen von Let it Be und Co. ein, anderswo können Fans sich inmitten eines Platten-Covers fotografieren lassen.
Um die Ecke wird es bunt und psychedelisch: Überdimensional füllt ein gelbes U-Boot den Raum und lädt ein zu einer Tauchfahrt im „Yellow Submarine“. Ein Stück weiter lässt sich die komplett nachgebaute Sgt.-Peppers-Band entdecken.
Konsequent ist das Museum für alle Altersgruppen angelegt: Die MP3-Generation bekommt ein Gefühl, was den Mythos Beatles ausmacht und wie anders die Zeiten waren, als Musik noch auf Schallplatten gepresst wurde. Wer die Sixties live erlebt hat, kann in Erinnerungen schwelgen. Ausführliche Gelegenheit dazu gibt es am Ende des etwa zweistündigen Rundgangs durch fünf Stockwerke: Ein Café im Stile der 60er-Jahre lädt ein zum Ausspannen bei – selbstverständlich – Beatles-Musik. Nur eingefleischte Fans der Band könnten mit einem leichten Anflug von Enttäuschung die Ausstellung verlassen – sie vermissen Raritäten und wertvolle Unikate.
Wer nach dem Besuch am Nobistor 10 (Ausgang S-Bahn Reeperbahn) erst richtig auf den Geschmack gekommen ist, kann sich im riesigen Souvenierladen mit CDs, T-Shirts, Taschen und Krawatten eindecken. Bald erscheint ein aufwendiges Computerspiel, aktuell werden alle Beatles-Alben im aktuellen Sound aufpoliert. 50 Jahre nach ihrer Gründung und 40 Jahre nach Trennung der Band ist die Beatles-Manie jetzt aktueller denn je.
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