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Sicherheitskonzept nicht umgesetzt - Neue Vorwürfe gegen Vattenfall

Geesthacht. Ein weiterer Vorfall mehrt die Zweifel an der Zuverlässigkeit des Krümmel-Betreibers Vattenfall: Beim Wiederanfahren des Atomkraftwerks war ein von der Atomaufsicht gefordertes Sicherheitskonzept noch nicht voll umgesetzt.
Das Atomkraftwerk Krümmel an der Elbe kommt nicht aus den Negativ-Schlagzeilen heraus.
Foto: Timo Jann
Das Atomkraftwerk Krümmel an der Elbe kommt nicht aus den Negativ-Schlagzeilen heraus.
Das „Konzept zur Vermeidung des Eintrags von Fremdkörpern“ in den Reaktordruckbehälter sei bisher nur „teilweise umgesetzt“ und werde „teilweise noch begutachtet“, sagte der Sprecher des schleswig-holsteinischen Sozialministeriums, Oliver Breuer, dem Magazin „Spiegel“. Wie berichtet, hatte sich das AKW am 4. Juli infolge eines Kurzschlusses in einem Transformator abgeschaltet. Nach zwei Jahren Stillstand war es erst wenige Tage wieder am Netz.
Bereits 2007 war dem Bericht zufolge entdeckt worden, dass Metallspäne vier Brennelemente beschädigt hatten. Dies gehe aus einem „Sachstandsbericht“ hervor, den die Abteilung Reaktorsicherheit und Strahlenschutz des Ministeriums im Februar 2008 vorgelegt hatte. Darin heißt es, die Ursache der „Schäden an den Hüllrohren von Brennstäben“ seien „Fremdkörper (dünne Metallspäne), die beim Betrieb zwischen die Brennstäbe gespült wurden und diese örtlich durchgescheuert haben“.
Bei einer Untersuchung von mehr als 100 der 840 Brennelemente seien an weiteren fünf Brennstäben aus fünf Brennelementen Scheuerstellen gefunden worden. Alle neun schadhaften Brennstäbe wurden laut Breuer ausgetauscht. Als Schlussfolgerung der Beamten zitiert der „Spiegel“: „Die Aufsichtsbehörde hat die Vorlage eines Konzeptes zur Vermeidung des Eintrags von Fremdkörpern verlangt. Dieses ist vorgelegt worden und befindet sich in Begutachtung durch die Sachverständigen.“
Nach der Schnellabschaltung in Krümmel hatte Vattenfall mitgeteilt, es gebe keine Hinweise, dass der Schaden durch Metallspäne verursacht wurde.dpa

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