Krümmel
Sicherheitskonzept nicht umgesetzt - Neue Vorwürfe gegen Vattenfall
Sonntag, 26. Juli 2009 15:18
Geesthacht. Ein weiterer Vorfall mehrt die Zweifel an der Zuverlässigkeit des Krümmel-Betreibers Vattenfall: Beim Wiederanfahren des Atomkraftwerks war ein von der Atomaufsicht gefordertes Sicherheitskonzept noch nicht voll umgesetzt.

Foto: Timo Jann
Das Atomkraftwerk Krümmel an der Elbe kommt nicht aus den Negativ-Schlagzeilen heraus.
Das „Konzept zur Vermeidung des Eintrags von Fremdkörpern“ in den Reaktordruckbehälter sei bisher nur „teilweise umgesetzt“ und werde „teilweise noch begutachtet“, sagte der Sprecher des schleswig-holsteinischen Sozialministeriums, Oliver Breuer, dem Magazin „Spiegel“. Wie berichtet, hatte sich das AKW am 4. Juli infolge eines Kurzschlusses in einem Transformator abgeschaltet. Nach zwei Jahren Stillstand war es erst wenige Tage wieder am Netz.
Bereits 2007 war dem Bericht zufolge entdeckt worden, dass Metallspäne vier Brennelemente beschädigt hatten. Dies gehe aus einem „Sachstandsbericht“ hervor, den die Abteilung Reaktorsicherheit und Strahlenschutz des Ministeriums im Februar 2008 vorgelegt hatte. Darin heißt es, die Ursache der „Schäden an den Hüllrohren von Brennstäben“ seien „Fremdkörper (dünne Metallspäne), die beim Betrieb zwischen die Brennstäbe gespült wurden und diese örtlich durchgescheuert haben“.
Bei einer Untersuchung von mehr als 100 der 840 Brennelemente seien an weiteren fünf Brennstäben aus fünf Brennelementen Scheuerstellen gefunden worden. Alle neun schadhaften Brennstäbe wurden laut Breuer ausgetauscht. Als Schlussfolgerung der Beamten zitiert der „Spiegel“: „Die Aufsichtsbehörde hat die Vorlage eines Konzeptes zur Vermeidung des Eintrags von Fremdkörpern verlangt. Dieses ist vorgelegt worden und befindet sich in Begutachtung durch die Sachverständigen.“
Nach der Schnellabschaltung in Krümmel hatte Vattenfall mitgeteilt, es gebe keine Hinweise, dass der Schaden durch Metallspäne verursacht wurde.dpa
Bergedorfer Zeitung Online
- Geesthachter und Greenpeace klagen gegen Atomaufsicht
- Kraftwerk Krümmel endgültig abschalten
- Das AKW und die Geesthachter
- BI Leukämie stellt neue Meta-Analyse vor
- Léon – ein quietschlebendiger Junge
- CDU kritisiert Ministerium
- Krümmel: Schwarz-Gelb gegen Kernkraftkritiker
- 30 Millionen Euro fürs AKW
- Notfall am Atomkraftwerk
- Das AKW und die Geesthachter
- Krümmeler Posen und Positionen
- Greenpeace: Atom-Unfall bedroht die ganze Region
- AKW trotz Bedenken angefahren?
- Minister verstärkt Druck auf Vattenfall
- Krümmel: Umweltschützer wollen vor Gericht ziehen
- Brennelement versetzt
- AKW entzweit die Geesthachter
- Vattenfall hat Vertrauen verspielt
- AKW-Mitarbeiter stellen sich hinter ihren Ex-Chef
- Platzverweis für Krümmel-Gegner
- Krümmel: Defekter Trafo abtransportiert
- Atomaufsicht war über Pannen direkt informiert
- Zweiter Krümmel-Trafo abtransportiert
- Auf Monate außer Betrieb
- Aus für Krümmel? Vattenfall unter Druck
- Zwischen Wut und Ratlosigkeit
- Ketten gegen Krümmel
- Was wird aus Krümmel?
- Friedlicher Protest gegen AKW Krümmel
- 30 Stunden Mahnwache am Atomkraftwerk
- Turbine defekt: Krümmel schon wieder vom Netz
- Trittin: Krümmel nach neuem Defekt vom Netz
- AKW läuft wieder
- Krümmel: Schritt für Schritt geht es zurück ans Netz
- Leukämie: Experte spricht Krümmel frei
- Krümmel soll im Sommer ans Netz
- Tausendfacher Protest gegen AKW-Neustart
- Leukämie-Fall: Kritiker fordern Krümmel-Aus
- Neuer Fall von Leukämie - Mädchen (9) erkrankt
- Stillgelegtes AKW unter der Lupe
- Kritik an Atomaufsicht
- Vattenfall klagt gegen Atomaufsicht
- Streit um Stimmenrecorder
- Neue Klage gegen Krümmel
- Front gegen Pannenreaktor wird immer breiter
- Fotoserie: Störfälle in Krümmel: Hier sprechen die Bürger

Abo
Printarchiv
Leserbrief
Kontakt
Gastro-Tipps
Preisvergleich
Leserreisen
Versicherungscheck
Energievergleich
Immobiliensuche












