Neue Filiale
Kreissparkasse startet in Geesthacht 20-Mio.-Projekt
Donnerstag, 25. Juni 2009 20:26
Geesthacht. Ein logistischer Kraftakt steht der Kreissparkasse (KSK) bevor: Für den Neubau der Filiale an der Bergedorfer Straße 58 muss zunächst das bestehende Gebäude komplett geräumt werden.

Foto: Timo Jann
So soll die Fassade des Neubaus der Kreissparkasse an der Bergedorfer Straße aussehen.
Ein Containerdorf, das auf dem freien Platz an der Nelkenstraße entstehen wird, ist während des Baus der Übergangsarbeitsplatz für die Bankkaufleute.
Am 13. Juli soll der Aufbau der Container beginnen. Auf zwei Ebenen wird eine Fläche von 900 Quadratmetern entstehen. „Für unsere Kunden wird es während der Bauphase keine Einschränkungen geben. Sie müssen sich nur für etwa zweieinhalb Jahre an den neuen Standort ihrer Filiale gewöhnen“, sagt KSK-Chef Rainer Burghardt. In dem Containerdorf gibt es Büros, Beratungsräume, den Selbstbedienungsbereich und einen Tresorraum samt Kassen. „Wir haben für das Objekt ein umfassendes Schutzkonzept entwickelt“, sagt Jörg Scheffler, der sich um die Koordination der Bauvorhaben der KSK kümmert. Sowohl der Betrieb als auch die Einlagen der Kunden in den Schließfächern, die komplett mit umziehen, seien sicher.
Burghardt: „Wir stehen mit unserem Neubau in den Startlöchern, die erste Ausschreibung läuft.“ Auch der Terminplan steht. Vom 14. bis 16. August ist der Umzug aus der Filiale ins Containerdorf vorgesehen. Dort läuft das Geschäft am 17. August an. Die Mitarbeiter des Firmenkundenmanagements beziehen übergangsweise Büros in der Lauenburger Filiale, sie sind aber zum Großteil ohnehin für Beratungen eher bei den Kunden.
Direkt nach dem Umzug beginnt der Abriss des Altbaus, nur etwa 300 Meter Luftlinie vom Containerdorf entfernt. Im Frühjahr 2010 soll die Grundsteinlegung für den Neubau erfolgen, ein Jahr später Richtfest gefeiert werden. Im Herbst 2011 soll der viergeschossige Neubau bezogen werden. Auf dem 4400 Quadratmeter großen Grundstück an der Bergedorfer Straße, Ecke Bohnenstraße, sind neben den neuen Räumen für die Kreissparkasse auch Flächen für Einzelhändler, Büros und zwölf Wohnungen vorgesehen. Unter dem Haus wird es eine zweigeschossige Tiefgarage geben.
Das Geldinstitut wird rund 20 Millionen Euro in 1300 Quadratmeter Nutzfläche investieren. „Unser Ziel ist es, dass der Neubau nur von Handwerksbetrieben aus unserem Geschäftsgebiet, möglichst von unseren Firmenkunden, ausgeführt wird“, sagt Burghardt. Viele Firmen hätten bereits Interesse bekundet. Burghardt zuversichtlich: „Unser Neubau wird diesen Teil der Fußgängerzone bestimmt deutlich beleben.“
Die Geesthachter Filiale ist für die Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg ein wichtiger Standort. „Wir machen da allein im Firmenkundengeschäft mehr als zwei Drittel unseres Umsatzes“, sagt Burghardt. „Wir brauchen dringend mehr Platz, weil wir weiter wachsen wollen“, sagt Vorstandskollege Udo Schlünsen. Innerhalb von zehn Jahren wurde die Mitarbeiterzahl verdoppelt.
Interessierte können die Arbeiten am Neubau am PC mitverfolgen. Auf der Internetseite der Kreissparkasse sollen regelmäßig Informationen und Bilder eingestellt werden. Sogar eine Kamera, die den Baufortschritt via Internet überträgt, wird installiert.
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