Atomkraft
Leukämie: Experte spricht Krümmel frei
Donnerstag, 4. Juni 2009 22:03
- Von Timo Jann
Geesthacht. Was sorgt in Geesthacht und der Elbmarsch für die erhöhte Zahl von Leukämie bei Kindern? Diese Frage beschäftigt seit Jahren die Menschen. Jetzt hat Dr. Peter Kaatsch, der Leiter des deutschen Kinderkrebsregisters der Universität Mainz, das Atomkraftwerk Krümmel als möglichen Verursacher der Krankheit freigesprochen.

Foto: Timo Jann
Das Kernkraftwerk Krümmel wird von Atomkraftgegnern für die Häufung von Leukämiefällen in der Elbmarsch verantwortlich gemacht.
„Es ist nicht plausibel, dass ionisierende Strahlung im Normalbetrieb eines Atomkraftwerkes die Ursache der Leukämie ist“, erklärte Kaatsch. Gestern Abend hielt er in Krümmel einen Vortrag vor Mandatsträgern aus der Region, um auf Einladung des Energiekonzerns Vattenfall mit ihnen zu diskutieren. Atomkraftgegner protestierten mit einer Mahnwache gegen die Veranstaltung.
Mal gilt das Atomkraftwerk als Verursacher der Leukämie, mal das GKSS-Forschungszentrum. Beweise gibt es nicht.

Foto: Timo Jann
Peter Kaatsch, Leiter des deutschen Kinderkrebsregisters, nimmt Stellung zur Leukämie-Häufung rund ums AKW Krümmel.
Einen Störfall in Krümmel, der von Atomkraftgegnern auch häufig als Ursache angeführt wird, sieht Kaatsch nicht. „Dann würden wir viel höhere Krankheitszahlen haben.“ Die natürliche Strahlung ist in Deutschland stellenweise bis zu 10.000-mal höher als die radioaktive Strahlung, die ein AKW im Betrieb an die Umgebung abgibt.

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Jan meint:
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Peter Qwant meint:
Darf ich mich bei Ihnen um eine Stelle bewerben, das kann ich auch.
Klaus Bartsch meint: