Schimmen
Geesthacht Vorbild in der Schwimm-Ausbildung
Mittwoch, 3. Juni 2009 21:41
Geesthacht/Lauenburg/Schwarzenbek. Die Stadt Geesthacht hat die Nase in Sachen Schwimm-Ausbildung ganz vorn. Von rund 800 Mädchen und Jungen verlässt kein Kind die Grundschule als Nichtschwimmer.

Foto: DLRG Schwarzenbek
Schwimmen macht Spaß und ist gesund. Bundesweit ist die Quote der Nichtschwimmer aber erschreckend hoch.
Auch wenn die Schwimmausbildung nicht zum offiziellen Lehrplan zählt, gehört der Schwimmunterricht in der Grundschule Silberberg, in der Waldschule und in der Grund- und Hauptschule Buntenskamp zum Stundenplan.
Die Lage ist damit ganz anders als im gesamten Bundesgebiet, wo Experten Alarm schlagen: Teilweise mehr als 40 Prozent der achtjährigen Schüler können nicht schwimmen.
„Wir haben in Geesthacht ideale Bedingungen“, so Ingo Spiegelhalder. Der Schulleiter der Silberbergschule kümmert sich höchst persönlich darum, dass die Drittklässler das Seepferdchen schaffen ( 25 Meter im Wasser zurücklegen können). Alle drei Schulen können das Sportbecken im Reha-Zentrum der Helios-Klinik regelmäßig nutzen. Spiegelhalder sagt: „Das Wasser hat 27 Grad.“
Viele Kinder können bereits schwimmen, wenn sie eingeschult werden, so die Schulleiter-Kollegen Petra Gundlach und Michael Scherm. Denn im Geesthachter Freizeitbad bieten Schwimmmeister Reinhard Frischmuth und seine Mitarbeiter Kurse für Kinder ab fünf Jahren an. Rund 100 Kinder lernen dort pro Saison das Schwimmen.
„Wir haben mehrere Kollegen mit Schwimmlehrbescheinigung, die regelmäßig bei der DLRG erneuert werden muss“, sagt die Lauenburger Grundschulrektorin Susanne Werger von Bergen. Unterrichtet werden die Kinder der dritten und vierten Klassen, geschätzte 85 Prozent können schwimmen, wenn sie die Schule verlassen.
Das Problem: Manche Mädchen ausländischer Herkunft dürfen nicht am Schwimmunterricht teilnehmen. Einen ähnlichen Prozentsatz meldet die Gemeinschaftsschule: „Die Masse kann schwimmen, wenn sie uns verlässt“, sagt Konrektor und DLRG-Bezirksvorsitzender Hartwig Bindzus. Nachholbedarf gebe es vor allem bei Kindern aus dem ländlichen Raum.
Ganz anders sieht es in Schwarzenbek aus. „Mit der Schließung der Schwimmhalle vor sechs Jahren wurde auch das Schulschwimmen komplett eingestellt“, sagt die SPD-Stadtverordnete und Mutter, Susanne Heyer-Borchelt.lu/bd/sh
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