Schriftgröße: A A A
Logo der Bergedorfer Zeitung
http://www.bergedorfer-zeitung.de/geesthacht/article29237/Wenn_der_Parkplatz_vor_der_Tuer_nervt.html
Link in E-Mail oder Instant-Message einfügen close

Wenn der Parkplatz vor der Tür nervt

Geesthacht. Anke und August Brüggmann ärgern sich. Seit Jahrzehnten wird vor ihrem Haus quer zum Gehweg geparkt. „Eine Belästigung, die wir nicht mehr hinnehmen wollen“, sagen die Geesthachter, die 1975 ihr Haus an der Ernst-Moritz-Arndt-Straße in Grünhof-Tesperhude bauten.
Fühlen sich von Scheinwerferlicht belästigt: Anke und August Brüggmann an der Ernst-Moritz-Arndt-Straße.
Foto: Karin Lohmeier
Fühlen sich von Scheinwerferlicht belästigt: Anke und August Brüggmann an der Ernst-Moritz-Arndt-Straße.
Schon damals gab es die Parkfläche, die ihnen von Anfang an ein Dorn im Auge war.
„Im Dunkeln leuchten die Scheinwerfer der ein- und ausparkenden Autos in unser Haus“, sagt Anke Brüggmann. Das große Fenster neben der Haustür gehört zum Bad, die Toilette liegt direkt dahinter, für die Geesthachterin kein Zustand. „Warum wird in unserer Straße nicht parallel zur Fahrbahn geparkt, wie es normal ist?“ fragt die 65-Jährige. Ihrer Meinung nach hätte das schon geändert werden müssen, als sie und ihr Mann die Baugenehmigung erhielten.
Unseren Bürgernahen Reporter erreichen Sie unter 0171/631 74 59.
Unseren Bürgernahen Reporter erreichen Sie unter 0171/631 74 59.
Im Fachdienst für öffentliche Sicherheit sieht man das anders. Denn die Ernst-Moritz-Arndt-Straße ist eine Sackgasse. „Wenn Autos hier parallel zur Straße parken würden, bliebe an deren Ende nicht genug Platz zum Wenden für große Fahrzeuge“, sagt Bernd Reddig. Und die fünf Parkplätze würden gebraucht, schließlich hätten viele Anwohner zwei Autos. Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr, an den die Brüggmanns schrieben, ist derselben Auffassung.
„Es versteht sich von selbst, dass dieser Bereich von parkenden Fahrzeugen möglichst freizuhalten ist; insoweit macht die Anordnung der Stellflächen für parkende Fahrzeuge Sinn“, steht im Antwortbrief. Für die Brüggmanns überhaupt nicht befriedigend. Sie hatten in einem Artikel unserer Zeitung gelesen, dass am Ulmenhang in Lohbrügge das Querparken mit Knöllchen geahndet wurde, weil es von keinerlei Schild erlaubt wird. „Warum dort und nicht vor unserer Tür?“ fragen sie. „Weil die Situation hier anders ist“, sagt Bernd Reddig. An der Ernst-Moritz-Arndt-Straße sei die Fläche durch das Pflaster eindeutig gekennzeichnet, ein Schild fürs Querparken nicht notwendig.
Henry Holst, Leiter der Polizeizentralstation, sieht das genauso. „Die Frage ist, was hier sinnvoll ist – und das ist das Querparken. Denn sonst wäre der Wendebereich zu klein.“
Wenn die Fläche so bleiben muss, wie sie ist, sollte sie aber wenigstens gepflegt sein, meinen Anke und August Brüggmann. Das Gras werde kaum gemäht, die Bäume seien unbeschnitten, kritisieren sie. Auch gefegt wird auf den Parkplätzen selten, denn oft stehen Autos darauf. „Wir fragen uns schon lange, wofür wir eigentlich die Straßenreinigungsgebühren bezahlen“, sagt Anke Brüggmann unserer Zeitung.
„Es reicht, dass die Kehrmaschine fahren könnte, auch wenn am Straßenrand Autos parken“, hält Reddig die Rechtslage dagegen. Das gelte auch für andere Straßen – wie die Wald- oder Mühlenstraße.kl
3 Kommentare
m. Pet meint:
Was für eine Zeitverschwendung. Ich verstehe Ihren Mitarbeiter nicht, dass er sich für so einen Blödsinn die Zeit nimmt und das dieses dann noch abgedruckt wird. Schon das zweite mal! Zudem auch noch schlecht recheriert. Hätte er sich mal die Mühe gemacht auch einen Nachbarn zu befragen, hätte er schnell gemerkt, das sich die Mühe für so einen Artikel wirklich nicht gelohnt hätte. Übrigens das Fenster zur Str. ist das Bad. Mit Laub haben wir wohl alle zu dieser Jahreszeit zu kämpfen. Ich wage mir ja garnicht die Proteste von den Brügmanns vorzustellen, wenn wie bei allen angrenzenden Grundstücken die Fahrzeuge auf dem Hof geparkt würden und morgens oder nachts die Fahrzeuge 3 m am Schlafzimmer vorbei in die Garage fahren.
Katja K. meint:
Wie viele Autos parken täglich ein- und aus, wieviele davon in der Dunkelheit (mit den störenden Scheinwerfern)? Oder haben manche Autos sogar tagsüber das Licht eingeschaltet? Wieviele Fenster haben die Brüggmanns zur Frontseite (auf dem Foto sieht man nur eines – sitzen die den ganzen Tag dahinter?)? Und: Was machen die eigentlich sonst so den lieben langen Tag?
Lieber BÜNARE, haben Sie keine besseren Anfragen für diese – eigentlich vom Ansatz her nette – Rubrik? Ein wenig Qualitätskontrolle wäre doch sehr wünschenswert. Dieser Beitrag ist für den Leser eine weit aus größere Zumutung, als es die schlimmen Scheinwerfer für die Brüggmanns sein können.
CM meint:
Meine Güte, ich glaub' da haben andere Menschen größere Sorgen, aber wenn man nun partout nicht glücklich sein möchte, ja dann......hört alles auf.
Oh ja, Gardinen oder Rollos, das wäre eine Lösung !

Onlineanzeigenannahme
nach oben
© Bergedorfer Zeitung 2008