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Wohnungsbrand in Geesthacht

Geesthacht. Einen ungewöhnlich heftigen Wohnungsbrand mussten Geesthachts Feuerwehrleute in der Nacht zum Freitag löschen. Als die Retter am Einsatzort an einem Mehrfamilienhaus am Heuweg angekommen waren, schlugen die Flammen aus dem Erdgeschoss bis zum Dachgeschoss hoch.
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Sofort begann der Löscheinsatz. Die Feuerwehr war drei Stunden im Einsatz.
Foto: Timo Jann
Sofort begann der Löscheinsatz. Die Feuerwehr war drei Stunden im Einsatz.
Einem ungewöhnlich heftigen Wohnungsbrand sahen sich in der Nacht zum Freitag die Feuerwehrleute in Geesthacht gegenüber: Am Heuweg standen Teile einer Erdgeschosswohnung lichterloh in Brand. Die Flammen schlugen beim Eintreffen der Feuerwehr bis zum Dachgeschoss des dreistöckigen Mehrfamilienhauses hoch, setzten einen Balkon im ersten Stock in Brand. Sieben Menschen wurden vorübergehend obdachlos, die Polizei schätzte den Schaden auf mindestens 200.000 Euro. „Es war ein heftiges Feuer unter besonderen Witterungsbedingungen“, erklärte Geesthachts Feuerwehrchef Sven Albrecht. 50 Feuerwehrleute waren drei Stunden lang im Einsatz, um den Brand zu löschen.
Gegen 0.30 Uhr hatten Bewohner des Mehrfamilienhauses die Feuerwehr gerufen. Als Zugführer Ingo Schwarz mit einem Einsatzleitwagen als erster Feuerwehrmann am Einsatzort war, loderten die Flammen bereits aus dem Erdgeschoss. „Ich habe gleich die Lage erkundet und festgestellt, dass das Treppenhaus noch rauchfrei ist, weil die Wohnungstür zu war. Deshalb habe ich den Löschangriff vom Garten aus über die Terrasse vornehmen lassen, damit wir keine Schäden und Probleme durch Rauch im Treppenhaus bekommen“, sagte Schwarz. Er wies die Besatzungen der Löschfahrzeuge und der Drehleiter entsprechend ein. Das besonnene Vorgehen der Einsatzkräfte verhinderte eine Rauchausbreitung, sodass die Evakuierung des Hauses reibungslos klappte. Die Bewohnerin (66) der betroffenen Wohnung war durch einen Rauchmelder auf den Brand aufmerksam geworden und hatte sich selbst in Sicherheit gebracht.
Das Winterwetter bereitete der Feuerwehr unterdessen Probleme. „Der nächst gelegene Hydrant war vereist, sodass wir erst über eine längere Schlauchleitung die Wasserversorgung aufbauen mussten“, sagte Albrecht. Zwischenzeitlich war darüber das Wasser aus dem Tank des ersten Löschfahrzeugs zur Neige gegangen, ohne dass das Feuer aus war. Über die Terrassen des Wohnzimmers und des Schlafzimmers gingen die Feuerwehrleute, die sich durch Atemschutzgeräte gegen den giftigen Qualm schütten, schließlich massiv gegen die Flammen vor und hatten mit ausreichend Löschwasser auch schnell Erfolg.
„Irgendetwas muss in der Wohnung für ordentlich Druck gesorgt haben“, schildert Kripochef Jürgen Alfke die Spuren des wütenden Feuers. Ein Fensterelement im Schlafzimmer war von dem Druck nach außen gewölbt, Risse ziehen sich durch mehrere Etagen und Wohnungen des Mehrfamilienhauses. Alfke: „Was die Gründe für dieses sehr heiße und heftige Feuer und den Druck waren, müssen die Ermittlungen zeigen. Wir müssen uns langsam herantasten und sehen, ob und mit welchen Gutachtern wir weiter kommen.“
Wegen der Schäden im Haus gilt es vorerst als unbewohnbar. Die sieben Bewohner kamen in Absprache mit dem Ordnungs- und Sozialamt der Stadt bei Freunden und Verwandten unter.tja
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