Landschaftsbau
Am Elbufer sprießen bald Wildblumen
Sonntag, 29. Januar 2012 19:48
Geesthacht. Die Stadt schließt an der Elbuferstraße jetzt die letzte Lücke, damit der Weg vom Grünzug entlang der Fährstraße und dem Fährstieg bis zur Osterquelle unterhalb von Edmundsthal attraktiver wird. auf dem Gelände werden norddeutsche Wildblumen ausgesäht. Das Biotop soll auch für viele Insekten, Heuschrecken oder Schmetterlinge eine Heimat werden.

Foto: Jann
Mitarbeiter der städtischen Betriebe verfüllen Sand, um der Saatmischung gute Bedingungen zu bieten.
Bisher war die Wiese an der Skulptur „Der Drachensteiger“ verwildert.
Ursprünglich als Wildblumenwiese angelegt, hat sich wucherndes Landreitgras
ausgebreitet. Die tief verwurzelte Grasart hat sämtliche anderen Pflanzen
unterdrückt.
„Damit ist jetzt Schluss“, sagt Franko Stein vom Umweltamt der Stadt. Der
Gärtnermeister betreut mit seiner Kollegin Ulrike Stüber das Projekt, das
Mitarbeiter der städtischen Betriebe umsetzen. Stein: „Unser Ziel ist es,
das Gelände ansprechender zu gestalten und mehr Akzeptanz zu schaffen.“
Auf einer 10 mal 40 Meter großen Fläche wurde 30 Zentimeter tief der Boden
abgeschoben und an dessen Stelle nährstoffarmer Spielplatzsand eingebracht.
„In dem Sand wollen wir eine norddeutsche Saatmischung ausstreuen, die viel
ansprechender aussehen soll, weil sie bunt blüht“, erklärt Stein. Ein Weg,
der zwei Mal im Jahr frei geschnitten werden soll, führt Spaziergänger durch
die Wiese. „Die wird für viele Insekten, Heuschrecken oder Schmetterlinge
eine Heimat sein“, ist Stein überzeugt. Die Spaziergänger können sich das
Summen und Brummen im Sommer anhören.
Insgesamt ist die verwilderte Wiese an der Drachensteiger-Skulptur 25 mal 200
Meter groß. Sie befindet sich gegenüber des Parkplatzes am alten
Schiffsanleger. „Der Weg von der Sielstraße aus führt künftig also durch
schön gestaltete Grünflächen und dann weiter am Waldrand entlang bis zur
Osterquelle.
2008 hatte die Stadt den Grünzug am Elbufer neu gestaltet. Für 200.000 Euro
wurde die Top-Lage am Elbufer heraus geputzt. Im ersten Bauabschnitt wurde
entlang der Restaurants am Fährstieg ein Park gestaltet. Auch das Denkmal
mit dem Geesthachter Stadtwappen, das an den Bau des ersten, mit einem
Atomreaktor betriebenen Frachters „Otto Hahn“ erinnert, wurde umgestaltet.
Im zweiten Bauabschnitt wurde der Bahnsteig, an dem der von Dampflok
„Karoline“ gezogene Museumszug auf seinen Fahrten stoppt, verlängert und für
die Nutzung mit Kinderwagen und Rollstühlen hergerichtet. Im dritten
Bauabschnitt wurden die Umgestaltung des „Luisenblick“, einem wunderschönen
Aussichtspunkt unterhalb des Katzbergs, sowie der Aussichtspunkt am Elbufer
bei den Hausbooten abgeschlossen.tja

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