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Im Alter komfortabel wohnen

Geesthacht. Mehrere Hundert Besucher kamen zum Tag der offenen Tür, an dem die Deutsche Annington ihre barrierefrei umgebauten Wohnungen vorstellte. Nicht alle waren rundum zufrieden.
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Annington
Foto: Meyer
Zwölf Wohnungen in dem Haus am Flottbeker Stieg werden barrierefrei umgebaut.
Auf reges und kritisches Interesse stießen die beiden Musterwohnungen, die die Deutsche Annington am Flottbeker Stieg 1 barrierearm umgebaut hat und bei einem Tag der offenen Tür am Sonnabend vorstellte. Hunderte Geesthachter kamen, um sich die seniorenfreundlich gestalteten Wohnungen in dem Hochhaus anzusehen, mit den Mitarbeitern des größten Vermieters in der Stadt ins Gesprächs zu kommen und sich über das Angebot des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) zu informieren, der in einer umgebauten Wohnung im Erdgeschoss einen Gemeinschaftsraum nutzt.
Die Deutsche Annington baut derzeit zwölf Wohnungen des Hauses um. „Wir beschäftigen uns intensiv mit der Frage, wie ältere Kunden möglichst lange komfortabel in ihren vertrauten Wohnungen leben können. Dies wird leichter, wenn die Wohnung seniorenfreundlich umgebaut ist“, sagte Wiebke Seebach, die bei der Deutschen Annington für die Gebäude verantwortlich ist. So ist die Küche in der Drei-Zimmer-Musterwohnung so gebaut, dass man mit dem Rollstuhl unter die Arbeitsplatte fahren kann. Ausziehbare Schrankfächer und ein höher angebrachter Backofen runden diesen Komfort ab. Der Fußboden in der Dusche ist eben.
Das Vorhaben ist ein Lichtblick für Geesthacht, denn es fehlen 200 Seniorenwohnungen. Aber es gab auch viele kritische Hinweise von den Besuchern. Ihnen fiel schon beim Betreten der Einzimmer-Musterwohnung die Stolper-Schwelle am Eingang auf. Andere hatten Haltegriffe, einen Vorhang und einen ausklappbaren Hocker in der Dusche sowie Griffe neben der Toilette als Grundausstattung erwartet. „Diese Dinge müssen von den Mietern nach Bedarf eingebaut werden“, sagte Seebach. Für die älteren Menschen ist das jedoch umständlich, denn die Hilfsmittel müssen entweder selbst bezahlt oder bei der Pflegeversicherung beantragt werden.
„Hier ist gar kein Platz für eine Waschmaschine“, bemängelte Ursula Kruska aus Geesthacht erstaunt. Das Wäschereinigen muss im gemeinschaftlichen Waschraum im Keller erledigt werden. Mit vollem Wäschekorb und Rollator in die Waschküche zu kommen, ist jedoch äußerst beschwerlich. Die Mitarbeiter der Annington nahmen die Hinweise auf, notierten Wünsche in Fragebögen und nutzten die Informationsveranstaltung in dem künftigen Gemeinschaftsraum für ausführliche Gespräche.
Dort informierte Sven Minge, Betriebsleiter des ASB, über die Nutzung der renovierten Gemeinschaftsräume. „Hier werden wir Spielenachmittage anbieten. Man kann hier zusammen Geburtstag feiern oder gemeinsam kochen“, sagte Minge. Demnächst werden die Räume eingerichtet und später soll die große, frisch gemachte Terrasse Gartenmöbel bekommen. Außerdem bietet der ASB den Hausnotruf, hauswirtschaftliche Dienste und den Fahrdienst zum Arztbesuch an.
Die Wohnungen sollen im Februar bezogen werden können. Das Angebot am Flottbeker Stieg 1 reicht von Einzimmerwohnungen mit 35 Quadratmetern und einer Gesamtmiete von 409 Euro bis zu Dreizimmerwohnungen. Die Musterwohnung mit 76 Quadratmetern kostet insgesamt 762 Euro.
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