Gewerbe
Geesthacht soll 2012 weiter wachsen
Donnerstag, 22. Dezember 2011 15:40
- Von Timo Jann
Geesthacht. Geesthacht ist und bleibt ein begehrter Ort – meint Bürgermeister Volker Manow. "Unsere Stadt ist gut aufgestellt und es wird weiter gebaut und investiert", so der Verwaltungschef.

Foto: Jann
Geesthacht baut: Arbeiter montieren am neuen Sparkassen-Center die Vordächer.
Beispiele sind der Neubau des Sparkassen-Centers mit 7300 Quadratmetern Nutzfläche an der Bergedorfer Straße, das Schiller-Center an der Fußgängerzone, in das C&A eingezogen ist, die Erweiterung beim Labor Dr. Kramer an der Lauenburger Straße, der erste Bauabschnitt der Akkufabrik und des Lebensmittelfarben-Produzenten Sensient an der Mercatorstraße sowie Häuser am Finkenweg-Ost. Der Bauboom soll weitergehen.
„Ich gehe davon aus, dass sich Geesthacht weiter positiv entwickelt“, sagt Manow, schränkt aber ein, dass öffentliche Investitionen schwieriger werden: „Die Sache mit dem Geld, das uns zur Verfügung seht, wird härter. 2007 hatten wir Gewerbesteuereinnahmen von 22 Millionen Euro, in diesem Jahr nur zehn Millionen.“ An Politik und Verwaltung wird es liegen, die Weichen für weitere Investitionen zu stellen.
Projekte, die für eine Attraktivitätssteigerung realisiert werden könnten, gibt es reichlich – aber auch Vorhaben, die zu den Akten gelegt werden. Wie der Bau eines Umschlagplatzes für Schüttgut und Container im Unteren Schleusenkanal. Hintergrund: Der bisherige Standort im Hafen muss aufgegeben werden, wenn die Hafencity kommt. „Ein neuer Hafen ist keine Alternative“, so Manow. Trotz in Aussicht stehender Fördermittel müssten die Gesellschafter, neben der Stadt private Firmen der Hafen- und Logistikbranche, zehn Millionen Euro aufbringen.
Ein Ziel, das die Stadt weiterverfolgen wird, ist die Schaffung größerer Gewerbeflächen im Gewerbegebiet Düneberg. Manow: „Wir wollen versuchen, Flächen zu reaktivieren.“ Viele kleine Grundstücke sind nicht sinnvoll genutzt. Würden Nutzungen aufgegeben und Grundstücke zusammengefasst, ließen sich Unternehmen ansiedeln. Dabei soll darauf geachtet werden, dass der City keine Konkurrenz entsteht. Der Famila-Markt kann nur vergrößern, weil sich die Geschäftsführung mit der Bäckerei Zimmer geeinigt hat, die Handelsflächen von Zimmer zu übernehmen – nur an anderer Stelle. Zimmer darf im ehemaligen Aldi-Markt neben seiner Backstube keinen Einzelhandel mehr anbieten.
Wie wichtig es ist, das Projekt „Science-Park“, einen Gewerbepark beim Helmholtz-Zentrum für Firmen der Hightech-Branche, zu realisieren, zeigt die Abwanderung des Geesthachter Analytik-Labors nach Bergedorf. 100 Jobs gehen verloren – und in Bergedorf sollen 100 weitere Arbeitsplätze realisiert werden. „Ich denke, dass wir mit dem ‚Science-Park’ 2012 weiterkommen“, erklärt Manow.
In der Schwebe ist die weitere Planung für größere Vorhaben in Sachen Wohnungsbau. Das Neubaugebiet Finkenweg-Ost ist fast voll, eine Erweiterung Finkenweg-Nord wurde diskutiert, aber nicht auf den Weg gebracht. Und der Erschließungsplan für die Hafencity kann wegen der dem Rotstift geopferten 60?000 Euro Planungskosten nicht erstellt werden.
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