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Lastwagen schleudern auf Brücke - Verkehrchaos

Geesthacht. Zwei Unfälle mit Lastwagen haben am Mittwochmorgen den Berufsverkehr in Geesthacht und Lauenburg über Stunden lahmgelegt. Ausgerechnet auf der Elbbrücke waren zwei 40-Tonner ins Schleudern geraten, hatten sich quer gestellt. Die Bergungsarbeiten zogen sich stundenlang hin.
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Unfall B404
Foto: Timo Jann
Zwei verunglückte Laster und aufwendige Bergungsarbeiten sorgten für eine Vollsperrung der Elbbrücke im Verlauf der B 404.
Viel schlimmer hätte es nicht kommen können: Tausende Pendler brauchten gestern Morgen auf dem Weg zur Arbeit gute Nerven. Über viele Kilometer ging es in Lauenburg und um Geesthacht – wenn überhaupt – nur im Schritttempo voran. Besonders betroffen: Pendler, die die voll gesperrte B 404 nicht nutzen konnten, lange Umwege fahren mussten.
Das Chaos begann mit zwei schweren Lkw-Unfällen: Ausgerechnet auf der engen Elbbrücke (B 404) zwischen Geesthacht und Rönne waren die beiden 40-Tonner ins Schleudern geraten, hatten sich quergestellt oder waren umgekippt. Straßenglätte und unangepasste Geschwindigkeit nannte die Polizei als Ursache für den ersten Unfall gegen 1.30 Uhr. Der 40-Tonner raste auf dem Weg nach Geesthacht links in die Leitplanke und zerstörte diese auf einer Länge von 200 Metern, schleuderte dann nach rechts in die Leitplanke und walzte sie auf 100 Metern nieder.
Um 2.55 Uhr dann der nächste Unfall fast an derselben Stelle. Ein zweiter Lastwagen kam ebenfalls wegen Glätte ins Schleudern, fuhr rechts in die bereits zerstörte Leitplanke und durchbrach das Brückengeländer. Das Zugfahrzeug blieb zum Glück zehn Meter hoch über dem Abgrund zum Deichvorland hängen, der Anhänger stürzte um, blockierte die B 404.
Um den Lastwagen eines Paketdienstes bergen zu können, rückte eine Firma aus Lüneburg mit Spezialfahrzeugen an. Mit einem Kran konnten die Fahrzeuge wieder auf die Räder gestellt werden. Eine Arbeit, die sich Stunden hinzog. Erst gegen 9 Uhr war die Elbbrücke wieder frei. „Die beiden Fahrer blieben unverletzt, der Schaden geht in die Hunderttausende“, sagte Polizeisprecher Jan Krüger.
In der Zwischenzeit mussten Autos und Lkw zwischen Lüneburg und Geesthacht über die sanierungsbedürftige Lauenburger Elbbrücke im Zuge der B 209 ausweichen. Auch dort staute sich der Verkehr kilometerweit. „Es war das absolute Chaos, wirklich unglaublich“, sagte Frank Steffen, der nach Geesthacht fahren wollte und statt zehn Minuten eineinhalb Stunden unterwegs war. „Ab Artlenburg und durch Lauenburg stand eine einzige Autoschlange“, so Steffen.tja
17 Kommentare
Elbmarscher meint:
An die Unglückslkw-Piloten : Ich habe die Unglücksstelle um 2.30 Uhr mit meinem LKW passiert. Also genau zwischen den beiden Unfällen. Und es war eindeutig zu erkennen das die Strasse glatt war. und wenn man wie der 2. Lkw-Fahrer noch ein paar Kilometer vorher auf der 404 bei Eichholz recht zügig einen anderen Verkehrsteilnehmer überholt,dann darf man sich nicht wundern wenn einem mal irgendwann die Strasse ausgeht. Jedenfalls hätte ich den Tag nochmal um5 und um 6 Uhr über die Brücke gemußt. Daraus sind dann gute 150 Km Umweg geworden und 2,5 Std. verspätung. SCHÖNEN DANK AUCH !
Thomas meint:
Streudienst...
Das ist so eine Sache. Ich bin selber 15 Jahre als Profi im Rettungsdienst gefahren. Ich weiß nicht, wie oft ich über Funk in meinen Diensten mit nächtlicher Glätteentwicklung, der Leitstelle mitgeteilt habe, dass selbst auf den Haupststraßen fast nichts mehr ging. Die Leitstelle hat das dann bei den zuständigen Leuten der Straßenmeisterei gemeldet. Als Antwort kam immer, die hätten einen festen Streuplan. Und an den Tagen wo nicht mit 3 Meter Schnee gerechnet wurde, wurde halt erst um 5 Uhr morgens damit angefangen. Völlig egal, ob es Abends um 23 Uhr schon spiegelglatt war.

Es interessiert einfach niemanden. Und das gleiche wird sich hier abgespielt haben.

Gruß vom Melbecker
Bürger meint:
@Swallow: Die Einsatzjacken der Polizei sind mit Relefx Streifen ausgestattet. So das man auch im Dunkel erkannt wird. Es stimmt vielleicht schon, das man zusätzlich die Warnweste überziehen kann. Und das Spenden würde ich mir drei mal überlegen, die Polizei darf nichts annehmen. Auch keine Spenden. Könnte als Bestechlichkeit und Bestechung ausgelegt werden. :-)

Und warum sie nicht rechtzeitiger zum Streuen raus sind?? Ich denke mal die sitzen nicht die ganze vor der Tür und schauen ob es schon glatt ist. Dafür gibt es auch ein Lagedienst der Entscheidet das der Streudienst aktiv wird.

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