Glatteis
Lastwagen schleudern auf Brücke - Verkehrchaos
Mittwoch, 7. Dezember 2011 09:30
Geesthacht. Zwei Unfälle mit Lastwagen haben am Mittwochmorgen den Berufsverkehr in Geesthacht und Lauenburg über Stunden lahmgelegt. Ausgerechnet auf der Elbbrücke waren zwei 40-Tonner ins Schleudern geraten, hatten sich quer gestellt. Die Bergungsarbeiten zogen sich stundenlang hin.
Viel schlimmer hätte es nicht kommen können: Tausende Pendler brauchten
gestern Morgen auf dem Weg zur Arbeit gute Nerven. Über viele Kilometer ging
es in Lauenburg und um Geesthacht – wenn überhaupt – nur im Schritttempo
voran. Besonders betroffen: Pendler, die die voll gesperrte B 404 nicht
nutzen konnten, lange Umwege fahren mussten.
Das Chaos begann mit zwei schweren Lkw-Unfällen: Ausgerechnet auf der engen
Elbbrücke (B 404) zwischen Geesthacht und Rönne waren die beiden 40-Tonner
ins Schleudern geraten, hatten sich quergestellt oder waren umgekippt.
Straßenglätte und unangepasste Geschwindigkeit nannte die Polizei als
Ursache für den ersten Unfall gegen 1.30 Uhr. Der 40-Tonner raste auf dem
Weg nach Geesthacht links in die Leitplanke und zerstörte diese auf einer
Länge von 200 Metern, schleuderte dann nach rechts in die Leitplanke und
walzte sie auf 100 Metern nieder.
Um 2.55 Uhr dann der nächste Unfall fast an derselben Stelle. Ein zweiter
Lastwagen kam ebenfalls wegen Glätte ins Schleudern, fuhr rechts in die
bereits zerstörte Leitplanke und durchbrach das Brückengeländer. Das
Zugfahrzeug blieb zum Glück zehn Meter hoch über dem Abgrund zum
Deichvorland hängen, der Anhänger stürzte um, blockierte die B 404.
Um den Lastwagen eines Paketdienstes bergen zu können, rückte eine Firma aus
Lüneburg mit Spezialfahrzeugen an. Mit einem Kran konnten die Fahrzeuge
wieder auf die Räder gestellt werden. Eine Arbeit, die sich Stunden hinzog.
Erst gegen 9 Uhr war die Elbbrücke wieder frei. „Die beiden Fahrer blieben
unverletzt, der Schaden geht in die Hunderttausende“, sagte Polizeisprecher
Jan Krüger.
In der Zwischenzeit mussten Autos und Lkw zwischen Lüneburg und Geesthacht
über die sanierungsbedürftige Lauenburger Elbbrücke im Zuge der B 209
ausweichen. Auch dort staute sich der Verkehr kilometerweit. „Es war das
absolute Chaos, wirklich unglaublich“, sagte Frank Steffen, der nach
Geesthacht fahren wollte und statt zehn Minuten eineinhalb Stunden unterwegs
war. „Ab Artlenburg und durch Lauenburg stand eine einzige Autoschlange“, so
Steffen.tja







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Elbmarscher meint:
Thomas meint:
Das ist so eine Sache. Ich bin selber 15 Jahre als Profi im Rettungsdienst gefahren. Ich weiß nicht, wie oft ich über Funk in meinen Diensten mit nächtlicher Glätteentwicklung, der Leitstelle mitgeteilt habe, dass selbst auf den Haupststraßen fast nichts mehr ging. Die Leitstelle hat das dann bei den zuständigen Leuten der Straßenmeisterei gemeldet. Als Antwort kam immer, die hätten einen festen Streuplan. Und an den Tagen wo nicht mit 3 Meter Schnee gerechnet wurde, wurde halt erst um 5 Uhr morgens damit angefangen. Völlig egal, ob es Abends um 23 Uhr schon spiegelglatt war.
Es interessiert einfach niemanden. Und das gleiche wird sich hier abgespielt haben.
Gruß vom Melbecker
Bürger meint:
Und warum sie nicht rechtzeitiger zum Streuen raus sind?? Ich denke mal die sitzen nicht die ganze vor der Tür und schauen ob es schon glatt ist. Dafür gibt es auch ein Lagedienst der Entscheidet das der Streudienst aktiv wird.