Bauarbeiten
Bahnhofszugang wird für sieben Wochen gesperrt
Sonntag, 29. August 2010 19:27
- Von André Herbst
Bergedorf. Für voraussichtlich noch einmal sieben Wochen wird vom kommenden Wochenende an die Bergedorfer Bahnhofsseite gesperrt, müssen die Nutzer auf die Lohbrügger Seite ausweichen. Rechtzeitig vor Eröffnung des neuen CCB am 28. Oktober sollen Bahnhofszugang wie auch das neue Parkhaus nutzbar sein.

Foto: Herbst
Wer derzeit den Bahnhof in Richtung Bergedorf verlässt, muss noch Treppen steigen. Das Niveau soll nun angepasst werden.
Endgültig abgeschlossen werden alle Arbeiten in Bergedorfs Neuer Mitte aber erst im Frühjahr 2011.
Die mehrwöchige Sperrung des Bahnhofszugangs beginnt bereits am Freitag, 3. September, 20 Uhr. Sonnabend und Sonntag wird zudem der Weidenbaumsweg zwischen B5 und „Am Bahnhof“ voll gesperrt. Das Wochenende soll genutzt werden, um etwa 500 Kubikmeter Erdreich abzufahren. Grund ist der notwendige Niveauausgleich: Wer derzeit aus der Bahnhofsbaustelle Richtung Serrahn/Sachsentor will, muss noch einige Treppen zum Weidenbaumsweg hochsteigen.
Erheblich mehr Zeit benötigen die anstehenden Leitungsarbeiten. Zunächst muss ein neues Siel ins Erdreich. Anschließend sollen die bislang nur provisorisch gelegten Regenrohre für Parkhaus, Bahnhof und ZOB angeschlossen werden. Danach sind Frischwasserleitungen und Strom an der Reihe.
„Die verschiedenen Vorhaben müssen exakt koordiniert werden“, betont Thies Hinkeldeyn. Der Generalbevollmächtigte der VHH für das ZOB-Projekt hat Überlegungen zurückgewiesen, die Leitungsarbeiten mit Wanderbaustellen zu realisieren. Den Bahnhofszugang trotz gleich mehrerer miteinander verzahnter Vorhaben offenzuhalten, scheint kaum möglich. „Wir wollen und können zudem die Menschen nicht über mehrere Baustellen führen. Während der Leitungsarbeiten soll zeitgleich der Zugang zu den Gleisen fertiggestellt werden.“
Das bedeutet allerdings nicht, dass danach auch Empfangshalle und Ladenzeile im Bahnhofstrakt in Betrieb genommen werden könnten. „Wir übergeben an die Deutsche Bahn AG vertragsgemäß einen qualifizierten Rohbau. Die meisten Mieter wollen ihre Geschäfte dem Vernehmen nach sowieso selbst ausbauen“, sagt Hinkeldeyn. Das werde ebenso noch Wochen in Anspruch nehmen wie der Endausbau des Bahnhofs selbst. „Vor Weihnachten kann noch niemand einen Burger bei McDonalds im Bahnhof essen“, ist Hinkeldeyn überzeugt.
Der Bahnhof wird voraussichtlich erst kommendes Frühjahr fertig. Ob dann auch Bergedorfs Bahnhofsvorplatz im geplanten Glanz erstrahlt, hängt von vielen Faktoren ab, auch dem Wetter. Sicher ist aber, dass er zur CCB-Eröffnung Ende Oktober ein Provisorium ist – wassergebundene Oberfläche oder Asphalt.
„Wir haben im ZOB-Ausschuss gefordert, dass die Übergangslösung den Winter über halten muss. Zwischen Bahnhof und CCB darf keine Seenplatte entstehen“, sagt Werner Omniczynski, Ausschussvorsitzender und SPD-Fraktionschef. Solange schweres Baugerät und Baucontainer das Terrain verstellen, können die Arbeiten nicht beginnen. „Und in ein, zwei Wochen kurz vor der CCB-Eröffnung ist der Bahnhofsvorplatz nicht zu realisieren.“
Für realistisch hält Omniczynski das Frühjahr 2011. Dann soll ja auch der neue Bahnhof fertig sein.

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