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Runde zwei im Kampf gegen Brustkrebs

Bergedorf. Tausende Bergedorferinnen bekommen in den nächsten Wochen Post: Von Lohbrügge bis Moorfleet werden Frauen zwischen 50 und 69 Jahren zum kostenlosen Mammografie-Screening gebeten – eine Einladung, der im ersten Durchlauf vor zwei Jahren immerhin etwa die Hälfte der 14.281 angeschriebenen Bergedorferinnen gefolgt waren.
Während der ersten vorsorglichen Reihenuntersuchung von 2008 bis 2010 waren 200.000 Hamburgerinnen eingeladen worden. Etwa 1000 von ihnen hatten Brustkrebs.
Foto: dpa
Während der ersten vorsorglichen Reihenuntersuchung von 2008 bis 2010 waren 200.000 Hamburgerinnen eingeladen worden. Etwa 1000 von ihnen hatten Brustkrebs.
Jetzt startet eine neue Runde.
  • Und was bei dieser Brustkrebsvorsorge geschieht, können die Frauen am Dienstag, 31. August, ganz genau erfahren: Dann informiert das Mammografie-Screening-Zentrum Hamburg im Haus im Park, Gräpelweg 8, über alles Wissenswerte rund um die Untersuchung. Beginn ist um 19 Uhr.
Das Screening ist ein bundesweites Programm, das von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt wird. Wie wichtig diese Früherkennung ist, zeigte sich im ersten Durchlauf: Von 2008 bis 2010 waren 200.000 Hamburgerinnen zwischen 50 und 69 Jahren angeschrieben worden, die Hälfte nahm an der Untersuchung teil. „Durch das Screening wurde bei 1000 von ihnen Brustkrebs entdeckt“, sagt Dr. Eva-Maria Baumgartner vom Mammografie-Screening-Zentrum Hamburg, das an der Mönckebergstraße sitzt.

Heilungsaussichten: Früh entdeckter Krebs kann besser behandelt werden

Eine rege Beteiligung erhoffen sich die Organisatoren auch von der neuen Runde. Denn da jährlich etwa 55.000 deutsche Frauen neu an Brustkrebs erkranken und 80 Prozent von ihnen zwischen 50 und 69 Jahre alt sind, wird ihnen alle zwei Jahre eine Mammografie empfohlen. Aber es gibt auch namhafte Kritiker, die warnen: Regelmäßige Röntgenuntersuchungen bedeuten eine erhebliche Strahlenbelastung. Andererseits können Tumore schon in einem frühen Stadium entdeckt werden. Sie sind dann gut behandelbar. Und nicht immer, wenn eine Frau kurz nach der Mammografie wegen einer Auffälligkeit erneut einbestellt wird, ist Grund zur Sorge. Laut Mammografie-Screening-Zentrum liegt bei 80 Prozent kein Brustkrebs vor.
Fragen über die Untersuchung sollen am 31. August ausführlich beantwortet werden. Viele Infos auch im Internet unter www.mammascreening-hamburg.de oder www.mammo-programm.de .
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