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Eröffnung erst Mitte November

Bergedorf. Bezirksamt und die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein(VHH) haben sich darauf verständigt, den neuen ZOB und die Alte Holstenstraße nach ihrem Umbau zeitgleich zu öffnen. Voraussichtlich Mitte November.
ZOB Bahnhof
Foto: André Herbst
Der ZOB auf dem Bahnhofsdach: Links ist das Gebäude mit den Aufenthaltsräumen für die Busfahrer zu sehen, dahinter (noch durch Planen verhüllt) die Aufgänge.
Der Hochsommer war ebenso im Gespräch für die Inbetriebnahme des neuen Bergedorfer ZOB wie ein Termin zum Ende der Ferien oder Mitte Oktober vor Eröffnung des neuen CCB. Jetzt haben sich Bezirksamt und die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein(VHH) darauf verständigt, den ZOB und die Alte Holstenstraße nach ihrem Umbau zeitgleich zu öffnen. Der genaue Termin hängt vor allem vom Abschluss der Straßenarbeiten ab, soll aber vor den Adventswochenenden liegen.
Bergedorfs Polizei hat einer Sperrung der Alten Holstenstraße bis zum 30. November zugestimmt. Während manche Gewerbetreibende diesen Termin bereits mit Sorge und Ärger zur Kenntnis nehmen, spricht Bergedorfs Tiefbauchef von „ambitionierter Planung“. Christoph Lindemann: „Damit wir bis dahin oder noch früher fertig sind, darf jetzt aber nichts schief gehen, müssen die Wasserwerke im Zeitplan bleiben.“
Für den Durchgangsverkehr ist die Alte Holstenstraße bis auf weiteres gesperrt. „Die anliegenden Geschäfte müssen aber beliefert werden können“, heißt es bei Bergedorfs Polizei. Und: „Nach telefonischer Rücksprache wird dies von Fall zu Fall ermöglicht.“
Möglich und phasenweise im Gespräch war auch die Eröffnung des neuen ZOB ohne Anbindung an die Alte Holstenstraße. Der Betrieb mit nur drei Rampenanschlüssen (Sander Damm, Weidenbaumsweg/Stuhlrohrstraße und B 5) hätte allerdings einen weiteren neuen Übergangsfahrplan für nur zwei bis drei Wochen bedeutet. „Das mögen wir unseren Kunden kurz vor Inbetriebnahme des gesamten ZOB nicht auch noch zumuten“, sagt Thies Hinkeldeyn, Generalbevollmächtigter der VHH für das Projekt.
Der eigentliche ZOB auf dem Dach des neuen Bahnhofsgebäudes und des benachbarten Parkhauses sieht aus, als könne er in wenigen Wochen in Betrieb gehen: Arbeiter passen derzeit Leerrohre für Stromleitungen ein, bevor die Fahrbahndecke geschüttet wird. Wasser liegt bereits: Im Gebäude auf dem ZOB entstehen Aufenthaltsräume für die Busfahrer.
Zufahrten, das Busrund und der lange Fahrgaststeig in der Mitte sind bereits deutlich zu erkennen. An zwei Stellen sind Öffnungen in der Mittelinsel mit Holzkonstruktionen provisorisch verschlossen. Die kleinere Öffnung wird später ein Notausgang vom Parkhaus, unter dem größeren Schutzdach mündet der Zugang von der Bahnhofshalle.
Wer eine Etage tiefer, auf der Bahnhofsbaustelle durch die Absperrung lugt, fühlt sich an Verpackungskünstler Christo erinnert. Gut gegen Schmutz und Feuchtigkeit gesichert, lassen sich unter reichlich hellem Kunststoff die Umrisse einer Doppel-Rolltreppe erahnen. Einige Meter dahinter, ungleich graziler, eine neue Betontreppe.
So schnell der ZOB-Bau die vergangenen Monate vorangekommen ist, den VHH kommt der Zeitaufschub durch die Bauarbeiten auf der Alten Holstenstraße entgegen. Zur Eröffnung soll die Mittelinsel von einem langen Dach aus Stahl und Glas überspannt werden. Die ersten Pläne fanden vor den Prüfern allerdings keine Gnade, Neukonstruktion und Einzelfertigung verzögern jetzt die Installation. Eines wollen die VVH ebenso wenig wie einen weiteren Übergangsbusfahrplan: Fahrgäste, die auf Bergedorfs neuem ZOB im Regen stehen.
4 Kommentare
Emma,Hansen meint:
Kopf hoch,Leute-alles wird gut!!! Hauptsache,besser,als früher!
hamburgesa meint:
Offensichtlich sitzen nicht nur bei den Behörden "Traumtänzer" + fachlichg wenig/oder gar nicht kompetente Angestellte/Beamte sondern auch noch in den Reihen der VHH. Diese inkompentenz sollte sich mal ein Mitarbeiter der freien Wirtschaft erlaubenm - Rausschmiss (ohne golden Handschlag o.ä.).
diba meint:
später, teurer, Neukonstruktion ...
Hat da etwa Jemand von der Elbphilharmonie die Finger in der Planung?
Da Herr Beust ja schon die Philharmonie als Denkmal für sich gepachtet hat, frage ich mich für wen denn der ZOB gebucht werden darf.

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