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Gluthitze – Die ersten Flächenbrände

Bergedorf. Das bislang heißeste Wochenende des Jahres hat dem Bezirk Bergedorf die bislang ersten Flächenbrände des Jahres beschert. Die Feuerwehren haben diese schnell in den Griff bekommen, dennoch sind Retter und Förster alarmiert. In einigen Teilen Norddeutschlands gilt inzwischen mit Stufe 5 die höchste Waldbrandwarnstufe.
Mit Wasser und Feuerpatschen haben Retter am Rande der Boberger Niederung erfolgreich zwei Feuer bekämpft.
Foto: Christoph Leimig
Mit Wasser und Feuerpatschen haben Retter am Rande der Boberger Niederung erfolgreich zwei Feuer bekämpft.
Verbunden ist sie mit Rauchverbot oder Warnungen, die Wälder zu betreten, wie in Teilen Mecklenburg-Vorpommerns.
In manchen Regionen sind die vergangenen Wochen kaum zehn Prozent der üblichen Niederschlagsmengen gefallen, die extrem hohen Temperaturen heizen die Gefahr weiter an: Eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe kann genügen, um einen großen Wald- oder Flächenbrand auszulösen. Heiße Katalysatoren von auf trockenen Wiesen oder Heideflächen geparkten Autos können den pulvertrockenen Untergrund entzünden. Besonders hoch ist die Gefahr in Nadelwäldern oder Gebieten mit extrem sandigem, damit trockenem Untergrund, etwa in Boberg.
Freitag und Sonnabend musste die FF Billwerder zweimal an den Rand der Boberger Niederung ausrücken, jeweils Flächenbrände zwischen Billwerder Billdeich und Naturschutzgebiet mit Wasser und Feuerpatschen bekämpfen. Sonnabendmittag brannte es zwischen Neuallermöhe und Billwerder: Die FF Nettelnburg konnte ein Feuer auf der Sieltrasse zwischen den S-Bahnhaltepunkten Allermöhe und Mittlerer Landweg rasch löschen.
Hilfeleistungen, ein brennender Baumüll-Container in Neuallermöhe, Verkehrsunfälle und diverse, teils vermutlich hitzebedingte Fehlmeldungen hielten am Wochenende die Feuerwehr in Atem. Nicht nur aus Billstedt, auch vom Berliner Tor und aus Wandsbek wurden Berufsfeuerwehrleute auf den Weg gebracht. Doch es reicht nicht: War Hamburg die vergangenen Jahre sehr zögerlich, freiwillige Feuerwehren zu alarmieren, wird jetzt deutlich, dass es ohne sie nicht geht.
Auch im Lauenburgischen sind die Verantwortlichen in Sorge: „Die Sandberge in Besenhorst und der Wald rund um das Pumpspeicherwerk, wo wir noch viele Kiefern haben, sind besonders gefährdet“, weiß André Guiard von den Kreisforsten. Dort sind die Böden sandig und haben keine Feuchtigkeit gespeichert. „Der Boden ist vielerorts schon sehr trocken“, sagt Guiard. „Da wir aber schon seit Jahren im Wald neue Bäume nachpflanzen, haben wir in lichten Bereichen frisches Grün am Boden, so dass da die Vegetation noch nicht verdorrt ist“, sagt Guiard.
Der Feuerwehr-Flugdienst, der am Lüneburger Flughafen stationiert ist, hat inzwischen seine Arbeit aufgenommen. Täglich sind Mitarbeiter mit einmotorigen Maschinen in der Luft, um Brände frühzeitig zu entdecken und notfalls Einsatzfahrzeuge durch große Wald- und Heidegebiete zu leiten.(ten/tja/he)
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