Unterhaltung zu teuer
Bergedorfer Schloss vor dem Verkauf?
Dienstag, 9. März 2010 20:54
- Von Ulf-Peter Busse
Bergedorf. Die Stiftung Historische Museen Hamburg plant den Verkauf des Schlosses. Das hat Geschäftsführer Helmut Sander dem Verein der Freunde des Bergedorfer Museums auf seiner jüngsten Sitzung mitgeteilt.

Foto: Klotz
Bergedorfs Wahrzeichen im Schnee. Es ist das einzige erhaltene Schloss auf Hamburger Stadtgebiet – und das letzte Museumsgebäude, das noch unmittelbar in städtischem Besitz ist.
Begründung: Die Unterhaltungskosten überforderten schlicht den Etat der Stiftung, die bereits drei Millionen Euro Schulden angehäuft habe.
Bergedorfer Zeitung Online
Der Neue steht sogar schon bereit. Beabsichtigt ist die Veräußerung an die Hamburgische Immobilien Management Gesellschaft, kurz Impf. „Das ist ein städtisches Unternehmen, das neben Feuerwehr- und Polizei-Immobilien seit einigen Jahren auch alle Gebäude der Hamburger Museumsstiftungen managt. Nur das Schloss bildet hier die Ausnahme“, sagt Ilka von Bodungen, Sprecherin der Kulturbehörde. Noch sei aber nichts beschossen. „Wir lassen uns mit der Entscheidung Zeit. Alle Beteiligten werden befragt.“
Dass die Behörde so vorsichtig agiert, hängt vermutlich mit dem erbitterten Kampf der Bergedorfer um ihr Schloss zusammen. Vor fünf Jahren gelang es Politik, Freundeskreis, Verwaltung und Bürgern gemeinsam, den Verkauf abzuwenden.
Damals hatte die Stadt ihre Museen aber noch nicht vom Gesamthaushalt abgekoppelt, waren Finanzspritzen möglich. Heute könnte der Kampf dagegen finanziell zum Eigentor werden.
Deshalb ist Harm Reese auch vorsichtig: „Wir werden den Vorschlag intensiv überprüfen“, sagt der Rechtsanwalt. „Die Stiftung hat versprochen, nichts ohne unsere Zustimmung zu tun. Da nehmen wir Helmut Sander beim Wort.“ Eine Entscheidung werde es frühestens 2011 geben – zu den Konditionen der Museumsfreunde. Reese: „Sollte es zum Verkauf kommen, wollen wir zwei Dinge vertraglich garantiert bekommen: Das Schloss darf nie in den Besitz eines privaten Investors geraten. Und es dürfen keinerlei Grundschulden auf das Bergedorfer Wahrzeichen eingetragen werden.“

Abo
Printarchiv
Leserbrief
Kontakt
RSS
Preisvergleich
Leserreisen
Versicherungscheck
Energievergleich
Immobiliensuche











dad meint:
der da meint:
in welche man mit Parteibuch hineingelobt wird, als nächstes das Bezirksamt, Heimat der Phantasten, bitte dann müssen wir diesen Bau nicht alle zwei Jahre Einrüsten und neu Streichen.
Ernuwieder meint: