Schriftgröße: A A A
Logo der Bergedorfer Zeitung
http://www.bergedorfer-zeitung.de/bergedorf/article62713/Fischtreppe_belebt_alte_Uferplaene.html
Link in E-Mail oder Instant-Message einfügen close

Fischtreppe belebt alte Uferpläne

Bergedorf. Kleine Fische, große Wirkung: Eine geplante Fischtreppe am Serrahnwehr könnte jetzt Pläne für eine zweite Uferpromenade am Serrahn neu beleben.
Zurück Bild 1 von 2 Weiter
Wenn am Serrahnwehr (zwischen den Häusern links) die Fischtreppe gebaut wird, soll auch über einen neuen Uferweg rechts davon nachgedacht werden.
Foto: herbst
Wenn am Serrahnwehr (zwischen den Häusern links) die Fischtreppe gebaut wird, soll auch über einen neuen Uferweg rechts davon nachgedacht werden.
Die Idee, hinter Tabak Richter in Richtung Starbucks einen Weg am Wasser zu bauen, war 2001 schon einmal diskutiert, dann aber aus Kostengründen wieder verworfen worden.
Nun könnte die Fischtreppe neuen Schwung in die Debatte bringen. Denn dieses Millionenprojekt hat eine weitere Etappe genommen: Eine Machbarkeitsstudie wurde erstellt; Gutachter haben sich eine Meinung gebildet und eine Variante erarbeitet, die nun bald im Grünausschuss diskutiert werden soll. Da die neue Fischtreppe wohl ein durchaus prägnantes Bauwerk am Serrahn werden wird, „soll das Ganze städtebaulich gut eingepackt werden“, wie Uwe Wehling aus dem Bergedorfer Amt für Wasserwirtschaft sagt. Soll heißen: Für die wenig attraktive Uferseite soll in Zusammenarbeit mit den Hauseigentümern eine Lösung aus einem Guss her. Konkret ist aber noch nichts.
Sicher ist: Die Fischaufstiegshilfe wird gebaut. Denn laut der EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) müssen alle Kommunen die Qualität ihrer Gewässer bis 2015 deutlich steigern. Unter anderem soll in vielen Gewässern die „Durchgängigkeit“ verbessert werden, was der Gewässerqualität und dem Austausch der Fischpopulationen hilft.
Bisher ist für Aal, Rotauge, Gründling, Bachforelle oder Hasel am Serrahnwehr Schluss: Aus Richtung Schleusengraben kommend (am Stauwehr Kurfürstendeich gibt es bereits eine Fischtreppe) können sie das Serrahnwehr mit seinem Gefälle von etwa 1,70 Metern Höhe nicht Richtung Obere Bille überwinden. Das soll ihnen nun mit einem „vertical slotpass“ erleichtert werden. Diese immerhin etwa 50 Meter lange Fischtreppe besteht aus rechteckigen Kästen, die mit senkrechten Schlitzen versehen sind. Durch sie können sich die Fische hocharbeiten. Uwe Wehling betont aber: „Das ist nur die grobe Planung, Details stehen noch nicht fest.“ Jetzt sei erst die Politik gefragt.
So können auch die Baukosten für die Aufstiegshilfe bisher nur grob auf etwa eine Million Euro geschätzt werden. Das Geld stellt die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt bereit. Baustart könnte, wenn alles glatt geht, im kommenden Winter sein.
3 Kommentare
Matthias Uphues meint:
Wartets mal ab! Wenn die Treppe da ist kommen bestimmt auch die Barben, Aalquappen und Rapfen zum Laichen wieder. In der Fischtreppe Geesthacht sind die alle Nachgewiesen worden! Sogar Flußneunaugen waren dabei.
Nille meint:
Also ich finde die Idee mit der Fischtreppe wundervoll! Jedoch ist dann in Reinbek leider wieder Schluss, denn da steht das nächste Wehr !
jens martens meint:
Eine Bachforelle aus dem Schleusengraben, liebe Phantasten aus der Politik die gibt es hier wirklich nicht genauso wie den Hasel aber bei der letzten Fischtreppe gab es sogar Flundern
im Schleusengraben........ persönlich beangel ich diese Gewässer seit 40 Jahren ohne diese Fische ferner würde ein Rotauge einfach intressenlos so eine Treppe betrachten.

Onlineanzeigenannahme
nach oben
© Bergedorfer Zeitung 2008