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Bergedorf soll zur Großstadt werden – aber mit Herz

Bergedorf. Mehr als 120.000 Menschen leben inzwischen in Bergedorf. Und der Bezirk soll weiter wachsen. „In Hamburg brauchen wir jährlich 2000 neue Wohnungen“, sagte Oberbaudirektor Professor Jörn Walter beim 11. Wirtschaftsforum unserer Zeitung.
Ein Blick in Bergedorfs Zukunft: Die Schleusengärten sind ein Prestigeprojekt, das Wohnen, Leben und Arbeiten vereinen soll.
Foto: Bezirksamt Bergedorf
Ein Blick in Bergedorfs Zukunft: Die Schleusengärten sind ein Prestigeprojekt, das Wohnen, Leben und Arbeiten vereinen soll.
Noch immer wanderten Menschen ab, weil es an bezahlbaren Wohnungen mangele. Auch Bergedorf müsse mehr Wohnraum schaffen – allerdings nicht auf der grünen Wiese.
„Da wollen die Leute auch nicht unbedingt hin“, bestätigt Bezirksamtsleiter Dr. Christoph Krupp. Er will noch mehr innerstädtische Wohnungen schaffen, die Bürger aber in die Planung einbeziehen. Denn innerstädtische Bauvorhaben stoßen häufig auf Protest. „Wir führen einen Dialog“, versichert Krupp, der unter anderem für Neubauten am Reinbeker Weg im Villengebiet scharfe Kritik erntete. Er will im gesamten Bergedorfer Stadtgebiet verbliebene Baulücken füllen, beispielsweise den Hubschrauberlandeplatz am Gojenbergsweg. „Es gibt eine Reihe von Flächen, über die wir gerade nachdenken. Wir sprechen dabei auch über Pläne für studentisches Wohnen“, sagt Krupp.
Bergedorf wächst zudem als Einkaufsstadt. Jörn Walter hob hervor, dass Bergedorf besonders durch die historische Bebauung im Sachsentor sowie das Schloss einmalig sei: „Diese Alleinstellungsmerkmale gilt es zu nutzen.“
Investor Karl-Dieter Broks, der gemeinsam mit Walter und den beiden Expertinnen für soziale Stadtteilentwicklung, Prof. Dr. Ingrid Breckner und Pröpstin Dr. Ulrike Murmann, auf dem Podium des Wirtschaftsforums saß, sieht in Bergedorf enormes Potenzial. Broks wandelt derzeit das alte Penndorf-Haus zum Neuen Mohnhof mit Arzt- und Therapiepraxen, City-Kita und Einkaufszentrum um. „Meine Vorgänger, die aus diesem Haus am Sachsentor 58 nichts gemacht haben, hatten einfach nicht genug Fantasie“, sagt der Investor, der sich selbst als Pionier sieht und darauf besteht, bürgerorientiert zu handeln: „Das Ergebnis muss immer dem Nutzer schmecken.“
Broks kann sich vorstellen, auch bei Bergedorfs künftigem Prestigeprojekt, den Schleusengärten, mitzuwirken. Hier soll stadtnah am Schleusengraben neuer Raum für Gewerbe, Freizeit und Wohnen entstehen – eine Verzahnung, in der Experten die Zukunft der Stadtentwicklung sehen.
Trotz allen Wachstums, vom Einkaufszentrum bis hin zum geplanten Kinopalast, will Krupp den „kleinstädtischen Charakter“ Bergedorfs bewahren: „Denn wegen der Überschaubarkeit ziehen die Menschen hierher, das ist unser Alleinstellungsmerkmal – wer Großstadtflair will, geht in die Hamburger Innenstadt.“
3 Kommentare
Petra Petzar meint:
Eine Möglichkeit zur Realisierung des von Christine Stanke berichteten Ansinnens gibt es allerdings noch.

Ein Erreichen einer Einwohnerzahl von 300.000 erscheint für Bergedorf denkbar, wenn tatsächlich die Eingemeindung von Geesthacht, Wentorf, Reinkek, Glinde, Oststeinbek und Barsbüttel in Erwägung gezogen würde. Dann gäbe es möglicherweise die genügenden Flächen für den erforderlichen Wohnungsbau. Denkbar wäre auch, dass es schon entsprechende Gespräche aufgrund der klammen Haushaltslage von Schleswig.Hollstein gegeben hat.

Peter-Harry wäre es zumindest zuzutrauen,
aber sonst nicht wirklich.
So darf nun wegen dieser flotten Überschrift weiter kräftig dazu spekuliert werden, was denn nun wirklich gewollt wird.
Retra Petzar meint:
Wenn jetzt Christine Stane Ambitionen zur Großstandt aus Bergedorf berichtet, dann bleibt die Frage woher sie diese Erkenntniss hat, und wer sich in diesen Größenwahn versteigt.

Immerhin gilt als Messlatte für eine Großstadt die Einwohnerzahl von 300.000.

Wie Wohnungsbaulobbyisten oder naive Journalisten diese Zahl von der Ausgangsgröße 120.000 ernsthaft zu erreichen glauben, kann nur den Chrakter einer Satire haben.
Karin Thomas meint:
ich bin der meinung das bergedorf und auch lohbrügge nicht mehr schön ist.es gibt schreckliche gebäude rund um den bahnhof .siehe ccb.der gemütliche stadtkarakter ist verloren gegangen.und wenn mann mal abends was unternehmen möchte weil besuch da ist ist alles tot.keine möglichkeit sich zu amüsieren.alles ist zu nur ein paar kneipen aber das ist ja nicht das das was mann möchte.wer nicht motoriesiert ist hat schlechte karten.um nach hamburg zu fahren und nachts wieder nach haujse zu kommen.s bahn fahren ist dann einfach zu risikoreich.mit kino ist das auch nicht das beste,weil wenn das aus ist und mann möchte.das einzige was noch da ist ist das jazzlokal,aber das ist ja auch nicht jedermanns geschmack.also kann mann ohne weiteres sagen abends ist tote hose in bergedorf.und als abeschluss noch der neue häßliche bahnhof.und schlechter zugang zur post an der bergedorfer straße.es ist alles nicht mehr schön.

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