Steuern
Vom Finanzamt jetzt 750 Euro zurückholen
Montag, 22. Februar 2010 17:27
- Von Thomas Voigt
Bergedorf. Wer zuerst kommt, kassiert zuerst: Arbeitnehmer, die Steuererstattungen für 2009 erwarten, sollten die Abgabe ihrer Steuererklärung nicht auf die lange Bank schieben. Dazu rät der Bergedorfer Steuerberater Niels Bonn von der Kanzlei Bonn & Partner.

Foto: dpa
Eine Steuererklärung lohnt sich fast immer, sagen Experten.
„Bekanntlich hat nicht jeder gleich Lust, sich in den ersten Monaten des Jahres mit Steuerthemen zu befassen“, sagt Bonn. Daher laufen die meisten Steuererklärungen erst kurz vor dem Abgabetermin am 31. Mai bei den Finanzämtern auf. Diese brauchen dann deutlich mehr Zeit, um die Bescheide zu erstellen und die Rückzahlungen anzuweisen. „Wer schnell sein Geld zurück will, sollte daher seine Steuererklärung so früh wie möglich abgeben“, rät der Experte und ermuntert gleichzeitig alle Arbeitnehmer, die zu einer Steuererklärung nicht verpflichtet sind, dies dennoch freiwillig zu tun: „Fast jeder abhängig Beschäftigte kann mit einer Erstattung rechnen.“
Un die ist in den meisten Fällen beträchtlich: Mit der Steuererklärung für 2009 holen Arbeitnehmer sich im Schnitt rund 750 Euro zurück. Das rechnet die Berliner Stiftung Warentest in ihrem aktuellen Heft „Finanztest Spezial Steuern 2010“ vor. Höhere Kinderfreibeträge und ein günstigerer Steuertarif senken die Steuerlast. Zudem gibt es neue Urteile oberster Gerichte, die Arbeitnehmern bei den Kosten für den Job Vorteile bringen.
Bergedorfer Zeitung Online
Laut Stiftung Warentest bringen vor allem die Ausgaben für den Job Geld zurück. So gibt es für den Weg zur Arbeit ab dem ersten Kilometer nun wieder 30 Cent Pendlerpauschale. Auch Sparer, die mit 25 Prozent zuviel Abgeltungsteuer auf ihre Zinsen gezahlt haben, können diese Steuern zurückholen. Niels Bonn: „Geringverdiener mit einem niedrigeren Steuersatz bekommen die Differenz-Prozente zurück. Wer über 25 Prozent liegt, muss aber nichts nachzahlen.“ Geltend machen kann man auch Teile von Handwerker-Rechnungen oder die Aufwendungen für eine Putzfrau.
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