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Autobrand: Feuerwehr kam erst nach 17 Minuten

Bergedorf. Keine 20 Meter von der Wache der Berufsfeuerwehr Bergedorf hat es Sonnabend um 16.05 Uhr gekracht. Infolge des Unfalls auf Bergedorfs verkehrsreichster Kreuzung geriet ein Motor in Brand, eine Steinwurfweite entfernt von Bergedorfs größter Tankstelle. Die Feuerwehr traf 17 Minuten später ein – aus Billstedt.
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Die Berufsfeuerwehr aus Billstedt klemmt die Batterie des Polos ab.
Foto: Christoph Leimig
Die Berufsfeuerwehr aus Billstedt klemmt die Batterie des Polos ab.
Bis dahin hatten Polizeibeamte die Motorhaube des weitgehend zerstören Polo aufgebrochen und den Brand mit Pulverlöschern aus ihren Streifenwagen gelöscht.
Auf der Kreuzung war der VW in einen großen Ford Kombi gekracht. Der Polo-Fahrer war auf der B5 Richtung Westen unterwegs gewesen, wollte nach links auf den Sander Damm abbiegen. Er übersah dabei den entgegenkommenden Ford Mondeo eines 50-jährigen Mannes. Beim Zusammenprall wurde die VW-Front zerstört, der Airbag löste aus. Auch der Ford wurde erheblich beschädigt.
Die erste Peterwagenbesatzung forderte sofort Verstärkung an. Und einen Rettungswagen für den leicht verletzten und unter Schock stehenden VW-Fahrer, zudem die Feuerwehr: Der Unfall-Polo verlor ein Gemisch aus Kühlwasser und Treibstoff.
Während die RTW-Besatzung den Verletzten versorgte und Polizeibeamte die Unfallstelle sicherten und begannen, den Verkehr umzuleiten, spitzte sich die Lage zu: Aus dem Polo-Motorraum stieg Rauch. Ein Beamter lief über die Kreuzung zur Wache der Bergedorfer Berufsfeuerwehr, doch deren HLF war bereits anderweitig im Einsatz.
Die Einsatzleitzentrale hatte inzwischen die Berufsfeuerwehr Billstedt alarmiert. „Als uns um 16.09 Uhr die Nachricht erreichte, dass sich Kraftstoff entzündet hatte, war das HLF aus Billstedt bereits unterwegs“, hieß es am Sonntag von Seiten der Feuerwehrleitzentrale. Dass die Berufsfeuerwehr aus Billstedt alarmiert wurde, nicht aber die Freiwilligen Wehren Lohbrügge, Bergedorf, Nettelnburg oder Boberg, die binnen weniger Minuten hätten vor Ort sein können, verwundert, wird aber von der Leitzentrale verteidigt: Zu technischen Hilfeleistungen würden in der Regel Hamburgs Berufswehren entsandt. „Wenn gleich ein Feuer gemeldet worden wäre, hätten wir zusätzlich sofort die nächstgelegene Freiwillige Feuerwehr alarmiert.“
Dass dies unterblieben ist, ist Sonnabend ohne große Folgen geblieben. Als die Retter aus Billstedt eintrafen, hatten Polizeibeamte die Kühlerhaube des Polos bereits aufgebrochen und das Feuer gelöscht. Mit Notvorräten an Bindemitteln hatten sie zudem dafür gesorgt, dass kein Öl in die Kanalisation laufen konnte.
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