Logo der Bergedorfer Zeitung
http://www.bergedorfer-zeitung.de/bergedorf/article59704/Zwei_Bewaffnete_rauben_Lohbruegger_Taxifahrer_aus.html
Link in E-Mail oder Instant-Message einfügen close

Zwei Bewaffnete rauben Lohbrügger Taxifahrer aus

Lohbrügge/Neuallermöhe. Der Albtraum eines jeden Taxifahrers ist in der Nacht zu Freitag für Klaus B. (55) aus Lohbrügge wahr geworden: Am Walter-Rothenburg-Weg in Neuallermöhe wurde er Opfer eines bewaffneten Raubüberfalls.
S-Bahn Nettelnburg, Südeingang. Hier stiegen die Räuber in der Nacht zu Freitag gegen 2.10 Uhr ins Taxi.
Foto: Thomas Voigt
S-Bahn Nettelnburg, Südeingang. Hier stiegen die Räuber in der Nacht zu Freitag gegen 2.10 Uhr ins Taxi.
Zwei südländische Fahrgäste, zwischen 25 und 30 Jahre alt, bedrohten ihn mit einer Pistole und raubten ihn aus.
„Es war wenig los in dieser Nacht“, sagte Klaus B. am Freitag noch merklich angeschlagen unserer Zeitung. „Am S-Bahnhof Bergedorf standen die Taxen Schlange und warteten auf Fahrgäste. Daher war ich heilfroh, als ich um fünf nach zwei diese Funktour zum S-Bahnhof Nettelnburg bekam.“
Am Südeingang, beim Edith-Stein-Platz, stiegen die beiden Männer ein, auf den Beifahrerplatz und hinter den Fahrer. „Sie ließen sich in den Walter-Rothenburg-Weg in Neuallermöhe fahren, keine weite Strecke“, schildert B. „Der Mann hinter mir telefonierte die ganze Zeit in gebrochenem Deutsch mit seinem Handy und tat so, als würde er sich ans Fahrtziel dirigieren lassen.“ Schließlich kam der Wagen am Ende einer Stichstraße an, und als Klaus B. den Fahrpreis von 6,60 Euro verlangte, wurden seine Fahrgäste laut und hektisch: „Geld her! Brieftasche und Portemonnaie! Und die Autoschlüssel!“ Der Täter auf der Rückbank drückte dem Fahrer eine Pistole zunächst in die Hüfte, schlug ihm dann mit dem Lauf auf den Kopf und drückte ihn an seine Schläfe. „Da hab’ ich wirklich Angst bekommen“, sagt B., der sich nicht traute, den Funkalarm zu betätigen. „Das merken die und ballern mich ab“, dachte ich. Mit ihrer Beute – 90 Euro, persönliche Papiere und die Autoschlüssel – machten sich die Täter dann zu Fuß aus dem Staub. „Ich habe dann per Handy die Polizei gerufen“, schildert Klaus B. Seine Beschreibung der Täter: kurze schwarze Haare, einer kräftig, der andere schlank. Beide sprechen Deutsch mit Akzent, dunkle Jacken.
Gegen 7 Uhr am Morgen war der Taxifahrer endlich zu Hause, versuchte gar nicht erst, wie sonst nach der Nachtschicht, zu schlafen: „Zu viele Bilder im Kopf.“ Wird er noch einmal Nachtschicht fahren? „Vielleicht besser nicht“, sagt Klaus B. leise. „Nicht nur ich habe jetzt mehr Angst, sondern auch meine Frau.“
Noch kein Kommentar abgegeben
nach oben
© Bergedorfer Zeitung 2008