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Investoren präsentieren Kino-Pläne

Bergedorf.Bisher waren die Termine zum Bergedorfer Architekturdialog meist von langer Hand vorbereitet, etwa zum 25-jährigen Bestehen von Neuallermöhe Anfang November oder zu „Moderner Architektur in den Vierlanden“ im Januar.
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So könnte das neue Kino aussehen.
Foto: Bezirksamt Bergedorf
So könnte das neue Kino aussehen.
Der dritte Architekturdialog im Jahr 2009 hat eine geringere Vorlaufzeit, ist dennoch hochkarätig. „Ein Multiplex-Kino für Bergedorf – wie sich Bergedorf an seinem Stadteingang neu präsentiert“, heißt es am Montag, 7. Dezember, um 18.30 Uhr im Lichtwarkhaus. Eingeladen sind alle interessierten Bürger.
Dagegen haben Bergedorfs Baupolitiker nichts. Doch eigentlich hatten sie weniger einen Dialog als vielmehr einen ernsthaften Architektenwettbewerb gefordert. Andere wollen vorm ersten Spatenstich für Ärztehaus und ein 1700-Plätze-Multiplex-Kino südlich der B 5 eine Wirtschaftlichkeitsberechnung sehen. Dass das Projekt im Vorfeld ohne Beteiligung des Stadtplanausschusses zwischen Investoren und Bezirksamt abgestimmt worden ist, hat für Verärgerung gesorgt.
Das hinderte die Fachpolitiker jedoch nicht, grundsätzlich grünes Licht für eine projektbezogenen Bebauungsplanung zu geben. Ein neuer B-Plan wird notwendig, schreibt der alte doch für die Fläche eine Postnutzung vor.
Bergedorfs Post soll dort, wie berichtet, auch weiterhin ihren Standort haben. Spätestens 2013 soll sie im Erdgeschoss eines neuen, fünfgeschossigen Ärztehauses ihre Schalter öffnen. Weil zuvor bereits die alte Post für diesen Neubau und das geplante Multiplex-Kino abgerissen werden soll, ist für die Übergangszeit an eine Container-Lösung gedacht, so bestätigt Fabian Voges, Prokurist bei der TAG Immobilien AG. Das Unternehmen, zu dem auch der Bauverein zu Hamburg gehört, und „Otto Wulff Bauunternehmung GmbH & Co KG“ sind die Eigentümer der Fläche. Gemeinsam wollen sie am 7. Dezember ihre Planungen interessierten Bergedorfern erläutern. „Möglicherweise präsentieren wir auch den Kino-Betreiber“, sagt Stefan Wulff von der Otto Wulf GmbH. Auf jeden Fall dabei sein soll Architekt Martin Murphy von „Störmer, Murphy and Partners“.
An den Plänen für einen riesigen Glas-Kubus als Standort für das Multiplex-Kino mit sieben Sälen und mehreren Restaurants scheiden sich die Geister. „Wir haben einen zweiten Entwurf gesehen, ein modifizierter Glaskasten“, kritisiert Peter Gabriel, Vorsitzender des Stadtplanausschusses. Wie der Sozialdemokrat würde auch der baupolitische Sprecher der CDU, Jürgen Stubbe, einem Architektenwettbewerb bevorzugen: „Wir tun gut daran, genau zu überlegen, wie Bergedorfs zentraler Eingang die nächsten Jahrzehnte aussehen soll. Was geschieht mit dem Glaswürfel, wenn der Kinobetrieb nicht läuft? In Hamburg hat gerade das Passage-Kino an der Mönckebergstraße geschlossen“, mahnt der Christdemokrat.
Einen Architektenwettbewerb oder gar, wie von der Linken gefordert, eine Wirtschaftlichkeitsberechnung bei den Investoren einzufordern, hält Bergedorfs Bezirksamtsleiter für nicht durchsetzbar: „Wir sind weder in der Situation noch in der Lage, eine Wirtschaftlichkeitsberechnung zu fordern, gar sie zu prüfen“, sagt Dr. Christoph Krupp. „Das ist nicht Gegenstand eines Bebauungsplanverfahrens.“ Er setzt vielmehr darauf, dass die gebeutelten Banken in der derzeitigen Wirtschaftslage „besonders genau hinschauen, wofür sie Investoren ihr Geld bereitstellen“.
TAG-Prokurist Voges sieht das Projekt derweil auf gutem Wege, der Kinobetreiber sei geklärt. „Und zum geplanten Ärztezentrum haben wir bereits viele Gespräche mit Interessenten geführt.“ Voges geht davon aus, dass neben der Post vor allem Mediziner den Neubau belegen werden. „Büros planen wir nur, wenn wir Mietinteressenten finden.“ Komme das Verfahren gut voran, könne das 60-Millionen-Projekt Ende 2013 fertiggestellt sein.
6 Kommentare
Isi meint:
@Chrissy

Die Hartzer wie du sie nennst, gibt es überall! Bergedorf gehört eher zu den Bezirken wo mehr Geld fließt, als du denken kannst!

@Oliver Mahns, ich stimme dir völlig zu!
Ohne Mut zur Veränderung, wird sich nie was in Bergedorf ändern, zum Glück wird jetzt einiges modernisiert und Neugebaut!
Ich als Architektur-Student bin total begeistert, dass jetzt endlich mal etwas mutiges in Bergedorf erbaut wird und sich die Bergedorfer einreden, dass wir die schönste Kaufmeile Hamburgs hätten!
Das reicht nicht mehr aus, um Leute anzulocken, um unser Bergedorf attraktiver zu machen!

Jetzt müssten weiteren zwei Wohntürme am Mohnhof mal saniert/modernisiert werden, damit dass neue Gesicht von Bergedorf endgültig ist!

Ich zitiere Oliver " Nur den Mutigen, gehört das Glück!"
Chrissy meint:
Nur mal so zur Info: Allermöhe, Nettelnburg, Lohbrügge Boberg und Vier und Marschlande gehören zum Großgebiet Bergedorf.
Und Kinos werden inzwischen schon fast überall geschlossen, weil sich das keiner mehr leisten kann.Die paar Gutverdienenden machen das nicht wett. Außerdem hat Hamburg hohe Schulden und es wird besonders im Sozialen stark gekürzt, da ist so ein Bau doch ein Hohn an alle. Aber bevor wir hier so großmäulig werden, warten wir´s doch ab.

Ach übrigens, ich bin zwar nicht Felix, aber schön zu wissen, dass er wohl genauso denkt wie ich und viele andere auch.
Daniel Wayne meint:
@ Oliver Mahns

Ganz deiner Meinung. Ein Kino ist für das gesamte Umland interessant - und dieses ist wirklich groß. Allein mit Börnsen, Geestacht, Wentorf, Reinbek evtl. auch Aumühle gibt es fünf umliegende Orte die kein Kino oder lediglich ein "Puschenkino" besitzen und zu Holstein gehören. Zählt man außerdem Nettelnburg, (Neu-)Allermöhe, Vier- und Marschlande, Lohbrügge, Boberg und evtl. auch noch Billsteht dazu (und natürlich Bergedorf selbst) kommt man auf ein betrachtliches Gebiet.
Drum: Her mit dem Multiplexkino!

Insgeheim erhoffe ich mir von dem Kino auch ein interessanteres Nachtleben... oder zumindest ein Aufbäumen
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