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Baustopp im CCB

Bergedorf. Noch eine Woche, dann verstummt der Baustellenlärm im Einkaufszentrum CCB. Von November bis Januar herrscht Ruhe im Bereich der Läden.
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Seit Monaten wird am und im CCB gebaut. Bald herrscht zumindest drinnen erstmal Ruhe.
Foto: Ulf-Peter Busse
Seit Monaten wird am und im CCB gebaut. Bald herrscht zumindest drinnen erstmal Ruhe.
„Während der Adventszeit herrscht im Bereich der Läden Ruhe“, verspricht Center-Manager Klaus Schröder, der mitten im Rohbau mit seinen offenen Decken und nackten Betonfußböden sogar die beliebte Weihnachtsdekoration aufstellen lassen will: „Dafür müssen nach den Handwerkern bis spätestens 13. November auch alle Gerüste verschwunden sein, einschließlich des Behelfs-Treppenhauses im Lichthof.“
Dass dem CCB für die wichtigste Shopping-Zeit des Jahres nun Ruhe verordnet wird, liegt an den angespannten Nerven der Kunden. Seit die Bauarbeiten im Frühjahr auch den Ladenbereich erreicht hatten, zählt das Einkaufzentrum gut 30 Prozent weniger Besucher.
Doch die Pause bedeutet nicht nur Stillstand: Am 19. November beginnt das erste Stück Zukunft des 36 Jahre alten CCB. „Dann eröffnen wir den neuen Zugang zur Bergedorfer Straße am Serrahn. Er wird mit weißer Decke, speziellem Licht und Fußboden in Marmor-Design schon die neue Gestalt des CCB bekommen“, sagt Schröder, dessen Team die ersten 1000 Gäste mit einer Überraschung begrüßen will.
Hans Böhm (74), Rentner aus Bergedorf: „Also, im Allgemeinen stört mich der Baulärm nicht. Im CCB kann man ihn auch ganz gut überhören. Dass es einen Baustopp geben soll, finde ich absolut nicht in Ordnung. Dadurch wird das Ganze doch nur verzögert.“
Foto: Ulf-Peter Busse
Hans Böhm (74), Rentner aus Bergedorf: „Also, im Allgemeinen stört mich der Baulärm nicht. Im CCB kann man ihn auch ganz gut überhören. Dass es einen Baustopp geben soll, finde ich absolut nicht in Ordnung. Dadurch wird das Ganze doch nur verzögert.“
Gefeiert wird dann auch der Umzug von Tchibo und Tabak-Börse in ihre deutlich vergrößerten Räume direkt am neuen Eingang. Dort schließt auch die CCB-Brücke über den Serrahn an. Ihr Stahlgerippe überspannt das Gewässer bereits heute, wird aber erst im nächsten Jahr als begehbare Verbindung zum Neubau vollendet.
Bis dahin bleibt der Zugang zur Brücke von einer Mauer versperrt, die in den nächsten Tagen entsteht. „Einreißen werden wir sie erst kurz vor dem 21. Oktober 2010, wenn wir das komplette CCB eröffnen“, sagt Klaus Schröder. Bis dahin ist noch viel zu tun, auch im Shopping-Bereich des Altbaus. Deshalb werden Presslufthammer, Flex und Bohrer die Weihnachtspause am 11. Januar lautstark beenden.
Das alte CCB gleicht schon seit Monaten eher einer Großbaustelle denn einem Einkaufszentrum. Das übliche Stimmengewirr eines Kaufhauses übertönen Presslufthammer und Bohrmaschinen. Große abgedeckte Flächen, Bauschutt und zugesperrte Eingänge machen das Center unübersichtlich. Bei Eis, Kaffee und Kuchen im Ciprian kann man schuftenden Bauarbeitern beim Arbeiten zu sehen.
Dennoch hat das CCB erstaunlich viele Besucher. Jung und Alt tummeln sich in Bäckereien und Modegeschäften. Der guten Laune der Bergedorfer scheint der Baulärm, der nun für die Dauer des wichtigen Weihnachtsgeschäfts abgestellt werden soll, nichts anhaben zu können. „Ich finde es richtig gut, dass im CCB etwas verändert wird. Wenn neue Geschäfte hier einziehen, muss man zum Shoppen nicht immer nach Hamburg fahren. Gerade wenn man kleine Kinder hat, ist das praktisch“, sagt Svetlana Schwab (32) aus Bergedorf. Sie besucht das Einkaufszentrum mindestens dreimal die Woche – trotz andauernder Bauarbeiten. „So ist das eben, wenn etwas verschönert werden soll. Dann muss es erst mal so aussehen“, sagt Bruno Becken (70) aus Schnakenbek ebenso gelassen. Auch für ihn sind die Bauarbeiten eine Selbstverständlichkeit und kein Störfaktor.
Zumindest die Geschäftsleute freuen sich aber auf den Baustopp von November bis Mitte Januar. „Es ist gut, dass hier über das Weihnachtsgeschäft für eine Weile ein bisschen Ruhe einkehrt“, sagt Gunhild Neumann, Floristin in der Blomen-Deel. Ein bisschen mehr Ruhe im CCB wünscht sich vielleicht auch mancher Besucher, der gern ein bisschen stöbern oder das eine oder andere Wort mit einem Bekannten wechseln will. Aber im Grunde sind sich alle einig: Hauptsache, das CCB wird schöner.upb/jmk
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