Logo der Bergedorfer Zeitung
http://www.bergedorfer-zeitung.de/bergedorf/article47202/Profis_fuer_Solar_und_Wind.html
Link in E-Mail oder Instant-Message einfügen close

Profis für Solar und Wind

Lohbrügge. Muhammad Bilal gehört zu einer Gruppe von 26 Studenten aus zehn Ländern, die jetzt den neuen, internationalen Masterstudiengang „Renewable Energy Systems“ (Systeme für Erneuerbare Energien) an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) begonnen haben. Mohammed Bilal hat einen Traum.
Zurück Bild 1 von 4 Weiter
Neuer Studiengang
Foto: Kim Nadine Meyer
Die Studenten um Prof. Timon Kampschulte (hinten re.) machen den Ingenieur in erneuerbare Energien, beschäftigen sich mit Solaranlagen wie der auf dem HAW-Dach.
Er möchte in seiner Heimat kleine pakistanische Dörfer über Solaranlagen zuverlässig mit Energie versorgen. Deshalb studiert er in Lohbrügge.
„Das Studium ist überwiegend auf Englisch“, sagt Prof. Dr. Timon Kampschulte von der Fakultät für Life Sciences. Der 42-Jährige lehrt und koordiniert das neue Fach. „Die HAW strebt eine stark internationale Ausrichtung an“, erläutert er. Gerade im Bereich Erneuerbare Energien würden derzeit viele deutsche Firmen auch ins Ausland expandieren. „Es ist gut, wenn die Studenten alle Fachbegriffe auch gleich in Englisch kennen“, meint der Diplom-Physiker, der in Berlin über Solarzellen promovierte und dann acht Jahre bei einem Unternehmen den Bau von Solarkraftwerken leitete. Seit zwei Jahren ist er an der HAW.
Etwa ein Dutzend Professoren unterrichten den Masterstudiengang, der sich insbesondere an Absolventen mit einem Bachelor (BA) in Verfahrens- oder Umwelttechnik richtet und der Fakultät Life Science zugeordnet ist. In drei Semestern lernen die Studenten etwa die Planung von solaren Kraftwerken, Windenergie- oder Biogasanlagen, erfahren, wie man so gewonnene Energie in bestehende Netze einspeisen kann und arbeiten an der Entwicklung und Erforschung von technischen Komponenten. Die Abschlussarbeit wird in der Regel bei einem Unternehmen geschrieben.
Kampschulte weiß, dass die Ausbildung Zukunft hat: „Unsere Praktikanten sind wahnsinnig begehrt.“ Kein Wunder: In Norddeutschland bieten nur noch Oldenburg und in Kooperation Lübeck und Kiel ähnliche Masterstudiengänge an.
Noch kein Kommentar abgegeben
Onlineanzeigenannahme
nach oben
© Bergedorfer Zeitung 2008