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Serrahn wird Bergedorfs "maritime Attraktion"

Bergedorf. Politiker aller Fraktionen schmieden Pläne: moderne Steganlagen, Duschen, neue Schaufenster sollen Bergedorfs alten Hafen attraktiver machen.
Blick durch einen Rettungsring auf Bergedorfs maritime Zukunft: der Serrahn.
Foto: ORIGINAL zu : O:\\BILDER\\B_FERT
Blick durch einen Rettungsring auf Bergedorfs maritime Zukunft: der Serrahn.
Der geradezu monströse Brückenbau am Einkaufszentrum CCB zieht die Aufmerksamkeit heute auf ein Stück lange vergessenes Bergedorf: Unter der Stahlkonstruktion erstreckt sich die maritime Vergangenheit der einstigen Stadt, liegt der alte Hafen, verteilt auf Serrahn, Schleusengraben und das Schiffwasser am nahen Lichtwarkhaus.
„Endlich tritt der Hafen aus seinem Hinterhof-Dasein. Diese Chance müssen wir nutzen“, wirbt der stellvertretende CDU-Fraktionschef und pensionierte Kapitän Lenhard Correll „für die Weiterentwicklung zur maritimen Attraktion“. Grundlage ist ein Antrag, dem sich in der Bezirksversammlung alle Fraktionen anschlossen: Die Aufnahme des Hafens in das Investitionsprogramm des Bezirks. 50.000 Euro wurden sofort bewilligt. Weiteres Geld ist in Aussicht, sofern das Bezirksamt den von der Politik erteilten Prüfauftrag positiv bescheidet.
Konkret geht es darum, den Serrahn an seiner ganzen Uferlinie begehbar zu machen. An den Schwimmpontons sollen Anlegemöglichkeiten für Yachten entstehen, auf der Seite des Restaurants Lavastein sogar für die Fahrgastschiffe. Zu erreichen wäre der Steg hier statt per unebener Schiffstreppen über eine lang gezogene Gangway parallel zur Kaimauer.
Doch die Politiker haben noch mehr vor. So geht es ihnen um die Vergrößerung des Schwimmpontons am Lichtwarkhaus. „Dort können Yachten über Nacht liegen“, sagt Correll, der die Toiletten des Begegnungszentrums für die Skipper öffnen und um Duschen erweitern will.
Für Yachten sind auch Anlegemöglichkeiten an der künftigen Promenade am CCB-Fachmarktzentrum in der Diskussion. Immerhin werde sie durch den Fußgängertunnel unter der B 5 direkt an das Bergedorfer Stadtzentrum angebunden, argumentiert Correll.
Um neben den Wasserflächen selbst auch ihre Umgebung ansprechender zu gestalten, wirbt der Christdemokrat für die Öffnung der Schaufenster von Woolworth und altem CCB: „Die sind beim Einkaufszentrum nur zugeklebt. Die Woolworth hat sie zwar zugemauert, aber vorhanden sind sie im Prinzip auch dort.“
Der erste Schritt zu Bergedorfs maritimem Zentrum geschieht übrigens schon in den nächsten Wochen: Die Fahrgastschiffe erhalten nahe des Lavastein einen eigenen Strom- und Wasseranschluss, damit sie während der Liegezeiten endlich die stinkenden Schiffsdiesel ausschalten können.
1 Kommentar
Bernd Rohde sen. meint:
Das Regenwasserauffangbecken am Neubau CCB sollte absoluten Vorrang haben. Alles andere sind gute Überlegungen aber mehr nicht. Dieser gräßliche Bauzaun am CCB muß endlich M7verschwinden.

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