Schriftgröße: A A A
Logo der Bergedorfer Zeitung
http://www.bergedorfer-zeitung.de/bergedorf/article40173/Startschuss_fuers_Laser_Zentrum_Nord.html
Link in E-Mail oder Instant-Message einfügen close

Startschuss fürs Laser Zentrum Nord

Bergedorf. Wirtschaftssenator Axel Gedaschko (CDU) verkündete gestern im Bürgermeistersaal des Hamburger Rathauses die Gründung des Laser Zentrums Nord (LZN). Das in dieser Form deutschlandweit einmalige, stark anwendungsorientierte Laserkompetenzzentrum wird in Bergedorf auf der freien Gewerbefläche zwischen Autohaus Kath und Schleusengraben nahe der A 25 entstehen. 2010 ist Baubeginn.
Zwischen Autohaus Kath und Schleusengraben entsteht das Laser Zentrum Nord. So könnte es aussehen.
Foto: LZN Laser Zentrum Nord GmbH
Zwischen Autohaus Kath und Schleusengraben entsteht das Laser Zentrum Nord. So könnte es aussehen.
Das Hightech-Projekt erhält eine Anschubfinanzierung von 13 Millionen Euro aus Mitteln des Konjunkturpaketes II.
„Ohne Unterstützung der Hauni AG hätte das Laser Zentrum kaum realisiert werden können“, sagt Gedaschko. Sechs Millionen Euro investiert die Körber Gruppe, zu der die Bergedorfer Hauni gehört, weitere zwei Millionen Euro kommen aus dem Maschinenbau.
Bei der Entscheidung für Bergedorf war auch die Nachbarschaft zu Unternehmen wie der Hauni ausschlaggebend. Der Weltmarktführer für Zigarettenmaschinen nutzt selbst Laser-Technologie. Als weitere potenzielle Partner des LZN gelten die Körber-Werkzeugmaschinentochter Schleifring in Bergedorf, der renommierte Laseranlagenhersteller Rofin Sinar und Airbus Hamburg: Im Flugzeugbau gewinnt das Schneiden und die Bearbeitung moderner Materialien mit Laser immer größere Bedeutung, hilft Gewicht und damit Treibstoff zu sparen.
Zunächst waren andere Standorte im Gespräch, etwa in Schleswig-Holstein. Doch Hamburg möchte die an der TU Harburg erforschten Technologien möglichst im Lande halten. Neben Flächen nahe des Instituts für Laser- und Anlagensystemtechnik in Harburg rückte auch Bergedorfs Schleusengraben ins Blickfeld. Der Vorteil: Hier sind die Vorbereitungen für die Ansiedlung von Hightech-Unternehmen in den künftigen Schleusengären bereits weit gediehen.
Künftig sollen dort die an der TU Harburg entwickelten Technologien im LZN praktisch erprobt werden.
Geforscht wird an Modellen von Produktions- und Fertigungslinien, die Werkstoffe durch Lasertechnologie schneiden, abtragen, fügen oder dreidimensional drucken. Ausgebildet werden auch Fachkräfte, mit der innovativen Lasertechnologie umzugehen.
Professor Dr. Claus Emmelmann, Leiter des Instituts für Laser- und Anlagensystemtechnik und geistiger Vater des LZN, setzt auf enge Kooperation: „Ich freue mich, dass wir eine Brücke zwischen Lasertechnologie und Industrie schlagen können und damit ein wichtiges Stück industrieller Zukunft in Hamburg gestalten.“
Der Ingenieur weiß, wovon er spricht: Er war bereits am Aufbau des Laserzentrums Hannover im Jahr 1986 beteiligt.
Noch kein Kommentar abgegeben

Onlineanzeigenannahme
nach oben
© Bergedorfer Zeitung 2008