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Hier wuchert das Unkraut meterhoch

Neuallermöhe. „Bald müssen wir hier vor der Tür nicht mehr fegen, sondern mähen“, beschwert sich Horst Höft. Der 71-jährige Anwohner des Ebner-Eschenbach-Wegs ist sauer: Aus dem Pflaster des Gehwegs und aus den Baumscheiben am Ebner-Eschenbach-Weg sprießt das Unkraut teilweise bis zu einem Meter hoch.
Ebner-Eschenbach-Weg Unkraut
Foto: BGZ
Genervt vom wuchernden Unkraut: Rentner Horst Höft (71).
Ein Ärgernis, zumal der Weg vielen Neuallermöhern als Verbindung zum Nettelnburger Bahnhof dient.
Auch die Bäume selbst sehen vertrocknet und knorrig aus. „Bis vor ungefähr zehn Jahren wurden sie noch regelmäßig gegossen und auch beschnitten“, erinnert sich Höft, der seit 23 Jahren in der Straße wohnt. Nun aber leiden sie Not: „Die Bäume kriegen einfach kein Wasser, weil der Boden durch den Unkrautwuchs so hart ist“, weiß Rentner Höft, der sich nun besorgt bei unserem „Bürgernahen Reporter“ meldete.
Siegfried Rünger vom Bergedorfer Fachamt „Management des öffentlichen Raumes“ ist zuständig für das Straßenbegleitgrün in Bergedorf. Er habe just an dem Morgen, an dem ihn die Nachfrage unserer Zeitung erreichte, mit einem Bauplaner einen Kontrollgang über den Ebner-Eschenbach-Weg gemacht, berichtet er. Konsequenz: Binnen zwei Wochen sollen die Baumscheiben von Unkraut befreit und die Stammaustriebe beschnitten werden, „um es erst mal ein bisschen gepflegter aussehen zu lassen“. Im Herbst soll diese Maßnahme wiederholt werden.
Wann am Ebner-Eschenbach-Weg zuletzt Ähnliches angeordnet wurde, weiß Rünger nicht: „Bei 25.000 Straßenbäumen ist es nicht so einfach, alle Handlungen zu dokumentieren.“ Üblich sei es aber, Jungbäume in den ersten drei bis fünf Jahren regelmäßig zu gießen und zwei Mal im Jahr die Baumscheiben zu mähen. Für mehr fehle das Geld.
Rentner Horst Höft kann dieses Argument nicht ganz nachvollziehen: „Wenn die Bäume eines Tages vertrocknet sind, wird es viel mehr kosten, neue zu pflanzen, als diese hier regelmäßig zu pflegen“.jgr
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