Trauer um Ekkehard Morgenbesser
Er konnte die Menschen begeistern
Dienstag, 4. August 2009 22:27
Bergedorf. Trauer um Ekkehard Morgenbesser. Der Jurist und langjährige Vorsitzende der Bergedorfer Liedertafel starb im Alter von 54 Jahren an den Folgen eines Unfalls.

Foto: Herbst
Ekkehard Morgenbesser war ein begeisterter Sänger. Er starb im Alter von 54 Jahren.
Menschen wie Ekkehard Morgenbesser stehen für das Leben. Der Bergedorfer Anwalt und begeisterte Sänger war Motor in allem, was er anpackte. Er hatte die Gabe, Menschen mitzureißen, ohne sie zu dominieren. Er war sowohl im kulturellen als auch im geschäftlichen Bereich ein Garant für höchste Professionalität. Viel zu früh, im Alter von 54 Jahren, wurde er aus dem Leben gerissen.
Ekkehard Morgenbesser starb Montagabend im Universitätsklinikum Eppendorf an den Folgen eines schweren Verkehrsunfalls. Mitte Juni war er mit dem Fahrrad auf der Ernst-Mantius-Straße in die Tür eines geparkten Autos gefahren. Er ist nie wieder aus dem Koma erwacht. Der begeisterte Bergedorfer hinterlässt Ehefrau Barbara und vier Töchter im Alter zwischen 17 und 21 Jahren.
Mit unserer Zeitung war Ekkehard Morgenbesser unter anderem als Moderator der Superchor-Wettbewerbe verbunden, die er mit großem Einsatz mit organisierte. Seine ganze Liebe galt der Familie, sein unermüdliches Engagement vor allem der Bergedorfer Liedertafel, die mit ihm jetzt ihren langjährigen Vorsitzenden und Motivator verliert.
Und auch seine Arbeit als Partner in der Anwaltskanzlei Müller & Morgenbesser an der Ernst-Mantius-Straße gehört in der Aufzählung der Dinge, die Ekkehard Morgenbesser ausmachten, unbedingt dazu. Er beschrieb sich gern als Anwalt für alle Lebenslagen, als einen Freund, der seine Klienten ein Leben lang begleitet. Bei ihm war das kein geschäftstüchtiger Spruch. Es war ehrlich gemeint, ein Stück gelebter Alltag des 1955 in West-Berlin geborenen Pastorensohns.
Kollege Wolfgang Müller und Familie gehörten schon vor Gründung der gemeinsamen Sozietät 1997 zu den engsten Freunden der Morgenbessers. „Wir haben in den vergangenen sechs Wochen mit ihnen um Ekkehards Leben gebangt“, sagt Wolfgang Müller, der zuletzt am Sonnabend in der Klinik war. Wie es nun mit dem Büro weiterlaufe, sei offen, „aber das ist jetzt auch völlig unwichtig. Was zählt, ist der Familie Beistand zu leisten“.
Ebenso fassungslos stehen die Mitglieder der Bergedorfer Liedertafel vor dem Verlust. Leiterin Dr. Heidi Lammersdorf musste schon in den vergangenen Wochen Ekkehard Morgenbessers Arbeit neu verteilen: auf fünf verschiedene Personen – so viel hat der Vorsitzende sonst allein erledigt. „Sein Tod ist ein großer Verlust für die ganze Bergedorfer Chorgemeinschaft“, sagt Käthe Diekelmann, Vorsitzende des Kreis-Chorverbands. „Mit seiner Fröhlichkeit hat Ekkehard die Menschen begeistert.“
Und noch ein Thema hat Ekkehard Morgenbesser gerade in den vergangenen Monaten in gewohnt effektiver und verlässlicher Weise nach vorn gebracht: Er gründete die Bergedorfer Regionalgruppe des weltweit aktiven Unternehmer-Netzwerks BNI und hauchte ihr – natürlich als Vorsitzender – quirliges Leben ein. Aus dem Stand wuchs die Gruppe, die Kunden über geschäftliche Empfehlungen untereinander weiterleitet, auf weit über 30 Mitglieder.
Ganz nebenbei engagierte sich Ekkehard Morgenbesser mit seiner Ehefrau wie selbstverständlich in den Schulen, die die vier Töchter besuchten. Und auch die Kirchengemeinde St. Petri und Pauli konnte stets auf seine Hilfe zählen. Hier wird in der kommenden Woche auch die Trauerfeier sein. Der Termin steht noch nicht fest.upb

Abo
Printarchiv
Leserbrief
Kontakt
Gastro-Tipps
Preisvergleich
Leserreisen
Versicherungscheck
Energievergleich
Immobiliensuche













